Sebastian Vettel - GP Russland 2017
Sergey Sirotkin - Renault - GP Russland - Sotschi  - Formel 1 - 28. April 2017
Sergey Sirotkin - Renault - GP Russland - Sotschi  - Formel 1 - 28. April 2017
Sergey Sirotkin - Renault - GP Russland - Sotschi  - Formel 1 - 28. April 2017
Sergio Perez - Force India - GP Russland - Sotschi  - Formel 1 - 28. April 2017 88 Bilder

Vettel vs. Hamilton

Macht Mercedes absichtlich langsam?

Sebastian Vettel fuhr am Freitag überlegen die Bestzeit in Sotschi. Als Favorit sieht der Heppenheimer aber weiter Mercedes. Vettel glaubt, die Silberpfeile haben noch nicht alles gezeigt.

Die Zeitentabelle nach dem Training bot einen ungewöhnlichen Anblick. Zwei Ferrari lagen am Freitag (28.4.2017) an der Spitze des Feldes – und zwar deutlich vor den beiden Mercedes. Deutet sich hier schon ein Machtwechsel an? Gibt es vielleicht die erste rein rote erste Startreihe seit dem GP Frankreich 2008?

Sebastian Vettel will trotz des großen Vorsprungs von fast 7 Zehnteln nichts davon hören. „Letztes Jahr haben alle gedacht, dass der Williams nach dem Freitagstraining das schnellste Auto ist. Und am Ende war es dann doch Mercedes. Der Eindruck kann manchmal trügen. Es gibt viele Dinge, die man am Auto verändern kann, zum Beispiel die Benzin-Menge oder die Motoren-Einstellung.“

Vettel glaubt, dass Mercedes noch nicht alles gezeigt hat und warnt die silberne Konkurrenz zu unterschätzen. „Sie werden morgen wieder stark sein. Das ist eine Strecke, die ihnen passt“, prophezeit der Ferrari-Piloten.

Hamilton sieht kein Vorteil für Poker-Spiel

Bei Mercedes will man nichts davon wissen, dass man absichtlich langsam gemacht habe. „Wir haben noch nie absichtlich Tempo rausgenommen“, konterte Lewis Hamilton. „Es gibt gar keinen Grund, langsamer zu fahren als möglich. Wir versuchen immer die optimale Balance zu finden. Aber heute haben wir uns damit schwergetan.“

Sind das schon die ersten Psycho-Spielchen zwischen den WM-Rivalen? „Ich weiß nicht, warum er auf diese Idee kommt”, grübelt Hamilton. „Sebastian versucht doch nur die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Dabei sind die Jungs einfach nur sehr schnell unterwegs.“

Vettel selbst will sich nicht von den möglichen Problemen der silbernen Rivalen ablenken lassen. „Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Das Auto hat schon ganz gut funktioniert, aber wir können uns sicher noch steigern“, lautet die Parole, die man häufig nach einem Freitag hört.

Vettel findet schwer in den Rhythmus

Und ganz perfekt sei es ja auch für Vettel nicht gelaufen, wie er selbst betont. „Ich habe heute etwas gebraucht, in den Rhythmus zu kommen. Das ist hier nicht ganz einfach. Man hat nicht viele Anhaltspunkte neben der Strecke. Die Kurven fühlen sich alle gleich an. Sie sehen auch gleich aus, wenn man drauf zu fährt. Da muss das Timing passen. Man könnte vielleicht mal ein paar Bäume pflanzen“, scherzt der Heppenheimer.

Auch seinen Dreher im ersten Training nimmt der WM-Spitzenreiter locker. „Da habe ich einfach ein bisschen viel Gas gegeben. Ich dachte eigentlich, dass ich das Auto locker abfangen kann, aber das war dann doch nicht so. Da hätte ich vielleicht etwas schneller reagieren können. Aber so ist das, wenn man etwas probiert: Manchmal geht’s gut und manchmal geht’s in die Hose.“

Etwas ernster wird die Tonart, wenn man Vettel auf die Motorenprobleme anspricht. Ferrari musste für das vierte Saisonrennen schon den dritten Turbolader einbauen. Nur vier sind für die ganze Saison erlaubt. „Das ist Anfang der Saison vielleicht nicht der Plan gewesen. Aber wir können die anderen beiden Turbos ja noch benutzen. Wir haben unsere Gründe dafür. So wie ich das verstanden habe, ist das kein großes Problem.“

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