Vettel vs. Verstappen - GP Mexiko 2016 Wilhelm
Lewis Hamilton - GP Mexiko 2016
Sebastian Vettel - GP Mexiko 2016
Verstappen & Ricciardo - GP Mexiko 2016
Force India - GP Mexiko 2016 71 Bilder

Vettel vs. Verstappen

Drama im Mexiko-Finale

Das Duell von Sebastian Vettel gegen die beiden Red Bulls hat die mexikanischen Zuschauer in den Schlussrunden von den Stühlen gerissen. Am Ende hatten Max Verstappen und Daniel Ricciardo das Nachsehen gegen den Heppenheimer. Doch nach der Zieldurchfahrt wurde eifrig weiterdiskutiert.

Red Bull-Berater Helmut Marko schnaubte nach dem GP Mexiko vor Wut. „Wenn Max für die Aktion eine Strafe bekommt, dann muss Lewis auch eine bekommen.“ Was brachte den Österreicher so in Rage? In der viertletzten Runde war Max Verstappen unter Druck von Sebastian Vettel im Ferrari geraten. Mit 59 Runden alten Medium-Reifen verbremste sich der Holländer bei der Anfahrt auf Kurve 1 und musste durch die Wiese abkürzen.

Vettel schimpft über Verstappen und Rennleiter

Am Ferrari-Kommandostand rief man sofort die Rennleitung an. Der Holländer sollte den Platz zurückgeben, weil er sich durch das Verlassen der Strecke einen Vorteil verschafft habe. Vettel selbst sendete über Funk wüste Beschimpfungen an seinen Kontrahenten ab. Auch Rennleiter Charlie Whiting bekam sein Fett weg. „Natürlich war ich in der Situation sehr emotional und voller Adrenalin. Ich glaube, das kann man nachvollziehen. Für mich war die Situation klar. Ich weiß nicht, warum da 3 Runden lang untersucht wurde“, verteidigte Vettel seine deutliche Wortwahl.

Erst nach der Zieldurchfahrt entschieden die FIA-Kommissare, Verstappen eine 5-Sekunden-Strafe aufzubrummen, was den Holländer von Platz 3 auf Position 5 warf. Genau wie Marko verwies auch Verstappen nach dem Rennen auf eine vergleichbare Szene aus der Startrunde, als Lewis Hamilton ebenfalls in Kurve 1 durch die Wiese fuhr und dadurch die Führung hielt. „Ich hatte ja keinen Vorteil dadurch“, erklärte der Weltmeister zu seiner Szene. „Im Gegenteil: Meine Reifen waren durch den Verbremser richtig eckig.“

Sebastian Vettel konnte sich nach dem Rennen kaum beruhigen: „Ich habe ihn unter Druck gesetzt. Er hat einen Fehler gemacht. Ich dachte es war klar, dass er den Platz zurückgeben muss. Doch das hat er nicht gemacht. Ich hatte gehört, dass er über Funk dazu aufgefordert wurde, mich vorbeizulassen. Ich war natürlich sehr geladen. Erst die Worte von Maurizio am Funk haben mich wieder beruhigt.“

Hat sich Vettel unfair verteidigt?

Vettel war auch so sauer, weil er durch die Aktion von Verstappen in die Fänge von Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull gekommen war. „Max hat mich in den ersten Kurven etwas eingebremst. Und Daniel hatte hinter mir die frischeren Reifen. Er ist ja bekanntlich sehr angriffslustig. Ich wusste, dass er jede Lücke nutzen wird.“

In Kurve 4 kam es schließlich zur Attacke. Ricciardo wollte auf der Innenbahn vorbei. Doch Vettel bremste spät und konnte die Attacke abwehren. Bei Red Bull schimpfte man hinterher, dass der Heppenheimer seine Linie in der Bremszone gewechselt habe und damit Ricciardo innen unfair den Weg versperrte. Die Teamverantwortlichen marschierten nach der Zieldurchfahrt zur Rennleitung.

Mehr als 3 Stunden nach der Zieldurchfahrt entschieden die FIA-Kommissare tatsächlich im Sinne von Red Bull. Vettel bekam eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt und fiel hinter die Red Bull zurück. Ricciardo erbte dadurch den letzten Podiumsplatz.

Vettel war sich jedoch keiner Schuld bewusst: „Ich muss mir die Aktion in Kurve 4 noch einmal anschauen. Ich hatte erst gedacht, dass ich mir durch die Berührung einen Plattfuß eingefahren habe. Zum Glück ist es gutgegangen. Ich weiß nicht, ob sich Daniel das Auto beschädigt hat. Ich denke aber, dass die Aktion in Ordnung war.“

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