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Vettel vs. Webber

Noch zu früh für Red Bull-Stallregie

Obwohl Mark Webber in der WM-Wertung weit hinter Spitzenreiter Sebastian Vettel zurückliegt, will Red Bull zunächst auf eine Stallregie verzichten. Der Australier gibt aber zu, dass ihm jetzt nur noch ein Wunder hilft.

Sebastian Vettel hat in Korea für klare Verhältnisse gesorgt. Mit seinem Sieg hat er das Duell um den WM-Titel in einen reinen Zweikampf verwandelt. Kimi Räikkönen liegt als erster Verfolger bereits 48 Zähler zurück. Mark Webber kann mit 63 Punkten Rückstand auf seinen Teamkollegen nur noch auf ein Wunder hoffen.

"Da muss bei den beiden wirklich schon etwas Verrücktes passieren", erklärte der Australier mit Blick auf die beiden Konkurrenten, mit denen er gemeinsam auf dem Korea-Podium stand. "Ich habe sicherlich die Möglichkeit, Rennen zu gewinnen, wenn alles perfekt läuft. Aber die Lücke ist schon riesig. Es ist schwierig, aber man weiß ja nie."

Horner will noch nicht eingreifen

Vom Team gibt es weiter freie Fahrt für Webber. Von Stallregie will Teamchef Christian Horner noch nichts wissen. "Dafür ist es noch zu früh. Der Abstand ist zwar schon groß, aber Mark hat nach wie vor eine rechnerische Chance. Da wäre es falsch Stallregie von ihm zu verlangen."

Im harten Kampf gegen Ferrari kann man sich aber eigentlich nicht leisten, Punkte liegenzulassen. 2010 wäre das schon einmal beinahe schief gelaufen, als Webber und Vettel in Istanbul miteinander kollidierten. Nur mit einem grandiosen Schlussspurt konnte sich der Deutsche am Ende der Saison doch noch den Titel sichern.

Fahrer sollen fair kämpfen

Horner gab zu, dass sein Puls am Start zum GP Korea etwas nach oben ging. "Es ist immer etwas aufregend, wenn man seine beiden Autos so nah beinander kämpfen sieht. Aber sie haben das nun schon häufiger gemacht. Sie haben bis Kurve drei tadellos gekämpft."

Beiden Fahrern sei die Lage und die Bedeutung für die WM-Wertung bewusst. "Es war heute das oberste Ziel für beide, so viele Punkte wie möglich für das Team nach Hause zu bringen. Und es war heute wichtig, vor unseren direkten Konkurrenten ins Ziel zu kommen. Sie haben Rad-an-Rad gekämpft, aber sie haben sich gegenseitig genug Raum gelassen. Sie haben heute gezeigt, dass sie auf der Strecke fair gegeneinander fahren können. Das ist alles, was wir von ihnen verlangen."

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