Sebastian Vettel - Ferrari - GP Bahrain 2017 - Rennen sutton-images.com
Max Verstappen - Red Bull - GP Bahrain 2017 - Rennen
Valtteri Bottas - Mercedes - GP Bahrain 2017 - Rennen
Bernie Ecclestone - GP Bahrain 2017 - Rennen
Niki Lauda - Gerhard Berger - GP Bahrain 2017 - Rennen 61 Bilder

Vettel mit zweitem Saisonsieg

Ferrari mit perfekter Strategie

Drittes Rennen, zweiter Sieg: Die Saison 2017 läuft für Ferrari und Sebastian Vettel bislang prächtig. Beim GP Bahrain zeigte der SF70H wieder eine starke Pace. Die Strategen trafen goldrichtige Entscheidungen.

Im letzten Jahr zählte die Strategie zu Ferraris Schwächen. 2017 hat sich das geändert. In Melbourne und in Bahrain trafen die Taktiker am roten Kommandostand die richtigen Entscheidungen. In China hatte man Pech. Damals war das Safety Car zu einer ungünstigen Zeit auf die Strecke gerollt.

Lauda lobt Ferrari

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zum Vorjahr. Das Auto ist schnell. Egal in welchem Kurventyp. Egal auf welchem Reifen. Egal unter welchen Streckenbedingungen und Temperaturen. Mit dem SF70H hat Ferrari das Reifenmanagement im Griff. Kleine Schwankungen werfen den roten Rennwagen nicht mehr so leicht aus der Bahn wie noch im Vorjahr. All das erleichtert den Strategen die Arbeit.

In Bahrain zwang Ferrari Mercedes mit einem frühen ersten Boxenstopp in die Defensive. Sebastian Vettel wechselte die Startgarnitur der Supersofts gegen einen frischen Satz derselben Mischung bereits in der zehnten Runde. „Ferrari hat das perfekt gemacht“, lobte Mercedes-Außenminister Niki Lauda.

Ferrari fand eine gute Lücke im Feld. Jedoch schloss Vettel, der auf Platz elf auf die Piste zurück stürmte, mit den frischen Reifen in Siebenmeilenstiefeln zu den Vordermännern auf. Er musste überholen. Vettel lieferte ab. In Kurve eins packte er Sergio Perez. In der achten Ecke Carlos Sainz. Und im Schlussteil noch Nico Hülkenberg. Das macht drei Autos in einer Runde.

Vettel am Start an Hamilton vorbei

Beinahe hätte Ferrari aber wieder das Safety Car die Taktik vermasselt. Der Unfall von Carlos Sainz und Lance Stroll spielte dem Führenden Valtteri Bottas einen Joker in die Hand. Doch bei Mercedes klappte der Reifentausch nicht. Ein Problem mit den Schlagschraubern, die nicht schnell genug drehten, kostete vier Sekunden. Deshalb reihte sich Bottas hinter Vettel als zweites hinter dem Safety Car ein.

Der Undercut hatte sich doch ausgezahlt und Ferrari die Führung beschert. Ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg zum zweiten Saisonsieg war für den vierfachen Weltmeister bereits der Start gewesen. Vettel splittete die beiden Mercedes. „Ich wusste, ich darf sie nicht machen lassen, was sie sonst mit einer Doppelführung machen“, erklärte der nun dreifache Bahrain-Gewinner.

Schon in den ersten Runden wurde ersichtlich, dass Ferrari über die Distanz stärker aufgestellt sein würde, als noch im Qualifying. Auf eine Runde hatten die Mercedes dem Auto mit der Startnummer fünf über vier Zehntel aufgebrummt. „Nach der Quali war ich etwas enttäuscht, weil wir weiter weg waren als gedacht. Aber eine innere Stimme sagte mir: Du hast ein schnelles Auto im Rennen.“

Vettel führt WM vor Hamilton an

Vettel setzte Bottas in der Frühphase unter Druck. Den Ferrari warfen auch die doch den Mercedes hervor gerufenen Turbulenzen nicht aus der Bahn. Noch so eine Stärke. Vettel konnte dicht dranbleiben. Auch, weil der Finne mit den falschen Reifendrücken kämpfte. Auf der Strecke konnte der Ferrari-Fahrer seinen Vordermann allerdings nicht passieren. „Es war schwer, ihn auf der Gerade zu kriegen“, berichtete Vettel.

Nachdem ihn der Boxenstopp vorbei gespült hatte, musste sich der Heppenheimer nur noch beim Restart erwehren. Bottas startete zunächst eine Attacke hinein in die erste Kurve. „Ich habe mich eigentlich sicher gefühlt. Mitte der Gerade habe ich dann gemerkt, dass da einer heran gestürmt kommt“, erklärte Vettel, der sowohl den ersten als auch den zweiten Angriff hin zu Kurve vier parierte.

Danach stürmte Vettel davon. „Das Auto hat sich super angefühlt.“ Vettel bemerkte: „Je länger ich auf Supersoft unterwegs war, desto stärker habe ich gemerkt, dass wir schneller sind.“ Nach einem letzten Stopp in Runde 33 kontrollierte der WM-Führende das Geschehen. Vettel sparte sich seine Reifen auf, um im Fall der Fälle genug Saft zu haben, sollte Lewis Hamilton doch nochmal gefährlich nahe rücken. „Ich hatte noch Reserven. Nur der Verkehr war etwas zäh. Aber ich wusste, dass Lewis da auch noch durch musste.“ In der WM nimmt Vettel nach drei GP mit 68 Punkten wieder die alleinige Spitzenposition ein.

Motorsport Aktuell Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - Training - Freitag - 14.4.2017 Neue Motoren für Ferrari und Renault Vettel schon im Rückstand

Es ist erst das dritte Rennen, und schon werden die ersten Motoren...

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