Kopf-an-Kopf-Rennen um die Pole

Vettels Frontflügel kam gerade noch rechtzeitig

Formula 1 Grand Prix, Japan, Saturday Practice Foto: xpb

Sebastian Vettel hat in Japan wieder einmal zugeschlagen. Trotz der guten Leistung von McLaren in den Trainings war er mal wieder der schnellste Mann im Feld. Dabei half der neue Frontflügel, der kurz vor dem Qualifying in Japan ankam.

Gerade mal neun Tausendstelsekunden haben beim Qualifying zum GP Japan den Unterschied gemacht. Eine Zeitangabe, die man sich kaum vorstellen kann. Sie entsprechen umgerechnet 68 Zentimeter, die Button auf der Geraden auf Vettel fehlten. McLaren war in Suzuka deutlich näher an den Red Bull dran. Zuletzt stand Jenson Button in Monaco in der ersten Startreihe. Doch es hat wieder nicht gereicht. Sebastian Vettel hat das Rennen gemacht.

Frontflügel nicht vorrätig

Einen großen Anteil daran hatte der neue Frontflügel. Vettel testete das Teil bereits am Freitag, zerstörte ihn aber bei seinem Unfall im ersten Training. Red Bull hatte die neue Version nicht vorrätig. Zwar war auch Mark Webber mit dem neuen Flügel unterwegs, aber man wollte ihm nicht wie im vergangenen Jahr in Silverstone das Teil einfach wegnehmen. Schließlich war es Vettels Fehler, dass er überhaupt zu Bruch ging.

"Das Team hat alles getan den Frontflügel herzubringen und er kam gerade rechtzeitig vor dem Qualifying an. Es war nicht einfach, aber wir haben es geschafft", sagte Vettel. "Das ist nun die beste Art Danke zu sagen. " Ohne den Frontflügel wäre es für den Red Bull-Pilot möglicherweise eng geworden. Laut Mark Webber brachte er ein paar Zehntel Verbesserung in der Rundenzeit im Vergleich zur alten Version. Bei nur neun Tausendstelsekunden Vorsprung auf Button muss man kein Rechenkünstler sein, um die Bedeutung des Frontflügels zu erkennen.

Der Unfall brachte Vettels Programm für Samstagmorgen etwas durcheinander. "Wir sind zwar im Hinblick auf die Balance des Autos wieder dabei gewesen, aber waren zu langsam. Wir sind dann nach der Trainingssitzung zusammen gesessen, und haben glücklicherweise alles zusammenbekommen", sagt Vettel.

Vettel abergläubisch?

An den Gewinn der Weltmeisterschaft will er aber immer noch nicht denken. Er spricht das Wort noch nicht einmal mehr aus. Als bringe es vorab Unglück. Spielt ihm das Schicksal nicht übel mit, muss er aber nur noch eine Nacht schlafen bis er zum zweiten Mal Weltmeister wird. "Ich sehe das nicht so", entgegnet Vettel. "Ich bin glücklich, wenn ich aufwache - wie jeden Morgen. Wir werden ein tolles Rennen haben, auf das ich mich freue. Wir gehen von der Pole-Position ins Rennen. Um das zu erreichen, wovon alle sprechen, müssen wir uns auf ein gutes Rennen konzentrieren und wie immer alles geben."

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