Lewis Hamilton & Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2018 sutton-images.com
Charles Leclerc - Sauber - Formel 1 - GP Abu Dhabi  -24. November 2018
Pierre Gasly - Formel 1 - GP Abu Dhabi  -24. November 2018
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Vettels hofft auf Top-Speed-Vorteil

Ferrari verliert in langsamen Kurven

Ferrari hat nach Reifenproblemen am Freitag wieder mal die Wende geschafft. Für Mercedes reichte es trotzdem nicht. Sebastian Vettel macht sich trotzdem Hoffnungen für das Rennen. Sein Top-Speed ist um 10 km/h besser als der seiner Gegner.

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sind wieder einmal in Lauerstellung. Die Ferrari-Piloten qualifizierten sich für die zweite Startreihe. Hinter zwei Silberpfeilen, die seit fünf Jahren auf dem Yas Marina Circuit ein Abonnement auf die besten Startplätze haben.

Nach einem Freitag voller Reifenprobleme sah die Welt für Ferrari am Samstag schon wieder besser aus. „Das Auto fühlte sich viel besser an“, bestätigte Vettel. „Wir haben das Setup umgebaut, und ein bisschen ist uns auch die Strecke entgegengekommen. Danke noch mal an unseren Simulatorfahrer, der wie so oft am Freitagabend in Maranello für uns gut gearbeitet hat.“

Da die Hypersoft-Reifen bei den Dauerläufen bei Ferrari schon nach zwei Runden dramatisch eingebrochen sind und die Rundenzeiten nach fünf Runden um bis zu vier Sekunden einbrachen, lag die erste Aufgabe für Vettel und Räikkönen auf der Hand: „Wir wollten nicht auf dem Hypersoft im Rennen fahren müssen“, erklärte Vettel.

Das Risiko mit den Ultrasoft-Gummis durch das Q2 zu kommen war trotz eines Deltas von über einer Sekunde zum Hypersoft-Reifen überschaubar. Mercedes, Red Bull und Force India haben das gleiche versucht. Während Räikkönen im zweiten Versuch sicherheitshalber mit einem Hypersoft-Satz losfuhr, um den Versuch dann abzubrechen als er auf der sicheren Seite war, wählte Vettel auch für die zweite Runde eine Ultrasoft-Garnitur und verbesserte sich um 4 Zehntel. Das war immerhin noch Platz 4 im Q2. „Das Risiko war es wert, um mit dem Reifentyp zu starten, den wir haben wollten.“

Schwachstelle sind die Kurven 12 bis 14 und 17 bis 19

Valtteri Bottas, Lewis Hamilton & Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2018
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Sebastian Vettel hat im Rennen eine silberne Wand vor sich.

Im zweiten Abschnitt der Qualifikation ahnte Vettel aber auch, dass Mercedes im Q3 ein unbezwingbarer Gegner sein würde. Nach dem Q1 war noch Hoffnung aufgekommen. Vettel lag ein halbes Zehntel vor den Mercedes. „Das Q2 hat dann ein realistischeres Bild gezeigt. Ich war mit meiner Ultrassoft-Runde eigentlich happy, aber Lewis ist doch ein ganzes Stück schneller gewesen.“ Sieben Zehntel, um genau zu sein. Dass Vettel im Q3 wieder bis auf 0,331 Sekunden an den Weltmeister heranfuhr, ist einfach zu erklären: Der Extra-Grip des Hypersoft-Reifens deckte die Defizite des Ferrari zu.

Die offenbaren sich in den Top-Speeds und den Sektorzeiten. Auf den Geraden gewinnen die Ferrari 0,5 Sekunden und 9,3 km/h auf die Mercedes und noch mehr auf die Red Bull. Im letzten Sektor mit elf Kurven schenken die roten Autos diese Zeit wieder her. In den langsamen Kurven mehr als in den schnellen.

Die Schwachstelle der Ferrari waren die Kurvenkombinationen T12, T13 und T14 und T17, T18 und T19. Weil Anpressdruck fehlt, werden die Reifen zu heiß. Das kostet Grip. Es ist nicht so, dass Ferrari das Abtriebsniveau frei gewählt hätte „Mehr haben wir nicht“, bedauerte Vettel. Das erinnert an die Aussagen nach der Qualifikation zum GP Mexiko.

Wird Abu Dhabi eine Kopie von Mexiko?

Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2018
xpb
Ist Ferrari im Rennen näher an Mercedes dran?

Der Deutsche weiß, dass die Silberpfeile auf ihrer Spezialstrecke schwer zu schlagen sein werden. Die Hoffnung liegt darin, sie gleich beim Start oder in der ersten Runde mit dem höheren Top-Speed zu überholen. Wenn es Hamilton und Bottas einmal bis zum dritten Sektor schaffen, können sie sich dort aus dem DRS-Bereich fahren und Ferrari kommt nicht mehr in ihre Nähe.

Vielleicht wird der GP Abu Dhabi aber auch eine Kopie des Rennens in Mexiko. Auch bei dem letzten Rennen des Jahres wird Körnen das Problem sein, das alle umtreibt. In Mexiko war das für die Mercedes im Training noch nicht in der Dramatik absehbar, wie es sich dann im Rennen präsentiert hatte.

Ferrari war auch dort auf eine Runde zu langsam, spielte im Rennen dann aber aus, dass man mit den härteren Reifenmischungen besser zurechtkam als die Mercedes. Im Silberpfeil-Team hat man natürlich auch seine Lehren aus dem Mexiko-Drama gezogen. Und Mercedes macht einen Fehler selten zwei Mal.

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