Video mit Eddie Jordan

So kaufte Schumi Ralf frei

1000. GP

Eddie Jordan ist ein Paradiesvogel. Sein Team wurde zur Heimat vieler deutscher Rennfahrer, angefangen von Michael Schumacher. Ein Teil von Jordan fährt in Force India weiter. Im Gespräch mit uns nimmt Jordan kein Blatt vor den Mund und verrät viele Geheimnisse einer bewegten Karriere.

Eddie Jordan ist bekannt wie ein bunter Hund. Von 1991 bis 2005 mischte der Bankkaufmann aus Dublin die Formel 1 mit einem ganz eigenen Stil auf. Immer ein Bein am Abgrund, aber fast Weltmeister. Immer offensiv, risikofreudig, mit großem Humor. Jordan wurde das Team der Deutschen. Michael und Ralf Schumacher sind für ihn gefahren, Heinz-Harald Frentzen, Nick Heidfeld und Timo Glock. Im Nachfolge-Team Force India auch noch Adrian Sutil und Nico Hülkenberg.

Nach der ersten Saison war Jordan fast pleite. Doch er hat sich aufgerappelt, mit Hilfe von Freunden und Gratis-Motoren von Yamaha. Das Team machte sich langsam einen Namen, war Ende der 90er Jahre reif für Werksmotoren und große Sponsoren. 1999 wäre Jordan mit Frentzen fast Weltmeister geworden. Doch mit dem Verlust der Tabakmillionen ging es auch mit dem irischen Rennstall bergab. Ende 2005 musste Jordan sein Lebenswerk verkaufen. Bernie Ecclestone hatte ihm dazu geraten. „Bernie sagte zu mir: Jordan, es ist besser, du gehst. Das ist bald schon kein guter Platz mehr für dich. Ich dachte zwei Tage nach und musste ihm Recht geben.“

„Michael Soundso“

Wir haben Eddie Jordan in Zermatt getroffen. Seit 25 Jahren mietet er dort mit Freunden für ein paar Tage Skifahren ein Chalet. Mit Blick auf das Matterhorn verrät uns der TV-Experte, wie er in die Formel 1 kam, warum Michael Schumacher bei ihm gelandet ist und nach 14 Tagen schon wieder weg war, wie Damon Hill vor Ralf Schumacher den ersten Grand Prix für das Team gewann, welche Rolle Michael Schumacher bei Ralfs Vertragsauflösung spielte, wie er mit Frentzen fast Weltmeister wurde, und warum das Team diesen Erfolg nie mehr wiederholen konnte. Hier ein paar Auszüge aus einem explosiven Interview:

„Es war eine verrückte Idee mit einem Team in die Formel 1 zu gehen. Meine Frau sagte, was ich dachte: Du wirst nie glücklich sein, wenn du es nie versuchst.“

„Ich bin mit einem Kapital von fünf Millionen in die Formel 1. Nach einem Jahr hatte ich fünf Millionen Schulden.“

„Gerd Krämer lag mir immer mit einem gewissen Michael Soundso in den Ohren. Ich konnte den Namen Schumacher nicht mal buchstabieren.“

„Wer war der beste Fahrer? Bernie würde immer sagen Alain Prost. Und ich muss ihm Recht geben.“

„Ich wollte Damon Hill nicht. Ich dachte, er ist nicht mehr schnell genug. Er ist Engländer, ich Ire. Aber Benson & Hedges zahlte sein Gehalt. Und mit ihm kam erstmals Erfahrung ins Team.“

„Ralf ging zu Williams und wir haben den Jungen aufgenommen, den Williams gefeuert hatte. Und was für einen wundervollen Job hat Frentzen für uns gemacht? Wir wurden um ein Haar Weltmeister“.

auto motor und sport feiert das 1.000. Formel-1-Rennen in dieser Saison mit einer großen Serie in 100 Teilen. Wir liefern Ihnen im täglichen Countdown spannende Geschichte und interessante Video-Features aus der Historie der Königsklasse. Alle bisherigen Artikel finden Sie auf unserer >> Übersichtsseite zum großen Jubiläums-Grand-Prix.

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