Villeneuve

"Kann nicht tiefer fallen"

Foto: Daniel Reinhard

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve weiß keinen Ausweg aus seiner Krise. Der Kanadier schafft es nicht, seinen Fahrstil dem neuen Sauber anzupassen. Mit wenig Optimismus blickt er in die Zukunft.

Auf die Frage, was eigentlich in dieser Saison schief läuft, sprudelt die Antwort nur so aus Jacques Villeneuve heraus: "Mir fehlt das Vertrauen ins Auto. Ich fahre nicht locker. Alles ist verkrampft, nicht vom Gefühl gesteuert. Statt das Fahrzeug zu beherrschen, fühle ich mich als Passagier."

Verantwortlich für sein Dilemma macht der Weltmeister von 1997 vor allem die Elektronik der aktuellen Auto-Generation: "Die Elektronik drückt mir einen Fahrstil auf, nicht ich dem Auto. Die Fahrhilfen maskieren die Reaktionen des Autos. Bis ich mal spüre, dass sich ein Problem anbahnt, fliege ich von der Strecke."

Jacques Villeneuve: "Muss mich anpassen"

Hilflos muss der frühere Superstar mitansehen, wie ihm sein junger Teamkollege Felipe Massa problemlos um die Ohren fährt. "Er gehört zu der Generation junger Fahrer, die damit aufgewachsen ist", sagt Villeneuve. Das Sauber-Team hat nicht die Kapazizäten, um ein Auto speziell auf Villeneuves Bedürfnisse zu erntwickeln. "Ich werde mich dem Auto anpassen müssen. Das ist nicht ideal, aber nicht zu ändern", sagt er.

Weil er beim letzten Test in Barcelona zu langsam war, schickte ihn das Team vorzeitig nach Hause, obwohl Teamchef Peter Sauber beteuert, Villeneuve benötige möglichst viele Testkilometer. Die Chancen, einen Weg aus der Krise zu finden, steigen damit nicht gerade. "Jetzt gehe ich nach Imola, ohne mein Problem gelöst zu haben", klagt Villeneuve.

Marktwert am Boden

Dass Nachrichten von seiner Suspendierung und Spekulationen um seinen Nachfolger seinen Marktwert nicht gerade erhöhen, ist dem elfmaligen GP-Sieger klar, haut ihn aber nicht vom Stuhl: "Mein Marktwert war schon vor Sauber so tief, dass er tiefer gar nicht fallen kann."

Das komplette Interview mit Jacques Villeneuve und alles weitere Wissenswerte über die Formel 1 finden Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 9, ab 13. April im Handel.

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