Formel 1: Tank zu klein bei Virging

Virgin darf umbauen, McLaren muss umbauen

GP Bahrain 2010 Foto: xpb 40 Bilder

Viel Arbeit für Virgin Racing und McLaren: Virgin hat sich mit der Tankkapazität verrechnet und darf jetzt mit einer Sondergenehmigung das Chassis modifizieren. McLaren muss am Diffusor und am Frontflügel Korrekturen vornehmen.

Bittere Pille für Formel 1-Neuling Virgin Racing: Die Ingenieure haben festgestellt, dass die Tankkapazität zu klein ist, um eine Renndistanz mit normaler Motoreinstellung zu überstehen. Timo Glock und Lucas di Grassi müssten mindestens zehn bis 15 Runden das Gemisch abmagern, wenn sie über die Distanz kommen wollten. Damit aber riskiert man Motorschäden.

Virgin-Tank zehn Liter zu klein

Angeblich ist der Virgin VR-01 um zehn Liter von der Mindestmenge entfernt, die je nach Motor bei 220 bis 240 Liter liegt. Spötter behaupten: "Das macht im Moment nicht viel aus. Die kommen eh nicht ins Ziel." Eigentlich wäre die Fehlberechnung für Virgin der Todesstoß. Das Reglement verbietet erstmals das Chassis während der Saison zu modifizieren. Doch Virgin bekam jetzt eine Sondergenehmigung, um einen größeren Tank einbauen zu können.

Die FIA kann die Homologation aufheben, wenn das Team nachweisen kann, dass die Sicherheit oder die Standfestigkeit der Autos gefährdet ist. Chefkonstrukteur Nick Wirth wird bis zum GP Spanien Anfang Mai das Chassis verlängern. Daran hängt ein ganzer Rattenschwanz von Änderungen, die ein längeres Auto erfordert. Es müssen auch der Unterboden, die Motorverkleidung und die Aerodynamik modifiziert werden.

Für ein kleines Teams wie Virgin ein teurer Spaß. Wegen der Runderneuerung sind sämtliche Ausbaustufen, die bis zum GP Spanien geplant waren, auf Eis gelegt. Es wäre wenig sinnvoll, jetzt einen neuen Unterboden einzuführen, der in Barcelona bereits wieder angepasst werden müsste.

McLaren muss Diffusor und Frontflügel modifizieren

Auch McLaren muss nachbessern. Gleich an zwei Ecken. Die FIA hat nach den Diskussionen um übergroße Löcher für den Anlasser die Regeln in diesem Bereich genauer definiert. Die Öffnung darf maximal eine Fläche von 3.000 Quadratmillimetern einnehmen und kein Punkt des Lochs darf mehr als zehn Zentimeter von einem anderen Punkt entfernt sein.

McLaren, Renault und Force India mussten daraufhin ihre Diffusoren für den GP Australien modifizieren. McLaren bekam auch ein Problem mit dem Frontflügel. Der Übergang in das obere Flügelelement wies in Bahrain einen nicht reglementskonformen Radius auf.

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