Virtueller Spanien Grand Prix 2020 F1 / Codemasters
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Virtueller GP Spanien 2020

Russell-Sieg dank Leclerc-Strafe

George Russell hat beim virtuellen Spanien-Grand-Prix den ersten Saisonsieg eingefahren. Der Williams-Pilot profitierte von einer Last-Minute-Strafe gegen Charles Leclerc. Lando Norris gab in Barcelona keine glückliche Figur ab.

Der Saisonstart in der echten Formel 1 ist noch knapp zwei Monate entfernt. So müssen sich die Fans weiter mit Online-Rennaction begnügen. Am Wochenende stand das fünfte Saisonrennen der virtuellen Grand-Prix-Serie auf der Strecke in Barcelona auf dem Programm. Mit von der Partie waren auch sechs aktuelle Stammfahrer aus der Königsklasse.

Im Qualifying hatte sich George Russell zum ersten Mal in diesem Jahr eine Pole Position gesichert. Doch als die fünf Lichter der Startampel erloschen, kam der Williams-Pilot nur zögerlich von der Linie weg. Beim Versuch, im Getümmel keinen Unfall zu riskieren, wurde der Youngster in den ersten Kurven bis auf Rang sechs durchgereicht.

Die Spitze übernahm zunächst Ex-Formel-1-Pilot Esteban Gutierrez. Doch kaum war das DRS nach drei Runden freigegeben, musste sich der Mercedes-Fahrer den mächtig von hinten drückenden Verfolgern Charles Leclerc und Alex Albon geschlagen geben.

Albon auf der falschen Strategie

Es schien sich der Verlauf des GP Brasilien zu wiederholen. Beim Interlagos-Rennen in der Vorwoche hatten sich Leclerc und Albon ein heißes Duell mit zahlreichen Überholmanövern geliefert, das zu Gunsten des Red-Bull-Piloten ausging. Dieses Mal mussten die Fans jedoch auf direkte Zweikämpfe verzichten. Albon entschied sich für eine Zweistopp-Strategie, während Leclerc nur einmal an die Boxen kam.

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Russell war am Start und im Ziel ganz vorne. Dazwischen wurde jede Menge Action geboten.

Am Ende war der Einstopper die bessere Taktik. Bei der auf 33 Runden halbierten Renndistanz reichte es nicht, die verlorene Zeit mit frischeren Reifen auf der Strecke wieder rauszufahren. So war für Albon am Ende mit Platz vier hinter Esteban Gutierrez nur noch Schadensbegrenzung drin.

Leclerc schien sich bereits auf sicherem Weg zum Sieg zu befinden, als technische Probleme mit der Internetverbindung zur Rennmitte plötzlich dazu führten, dass der Ferrari auf einen Schlag mehrere Sekunden verlor. George Russell, der sich wieder auf Rang zwei nach vorne gearbeitet hatte, hing plötzlich direkt im Windschatten des Ferrari.

Strafen entscheiden Duell um den Sieg

Doch gerade als das Duell interessant zu werden schien, poppte auf dem Bildschirm die Nachricht auf, dass George Russell nach der Zieldurchfahrt noch eine 3-Sekunden-Strafe kassieren würde. Der Brite hatte in der Schikane im letzten Sektor zu stark abgekürzt. "Ich habe im Rennen der Simracing-Profis direkt vor unserem Lauf gesehen, dass man die Kurve etwas schneiden kann. Leider habe ich es dabei wohl etwas übertrieben."

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In Sachen Pace lag Albon mit Russell und Leclerc auf einem Niveau. Doch die Red-Bull-Strategie ließ einen Sieg in weite Ferne rücken.

Obwohl Russell auf der Strecke die Führung übernehmen konnte, schien es unmöglich, den notwendigen 3-Sekunden-Vorsprung gegen Leclerc herauszufahren. Doch zwei Runden vor dem Ende ereilte Leclerc das gleiche Schicksal wie seinen Kontrahenten. Der Monegasse kassierte ebenfalls eine Zeitstrafe, weil er in der Schikane zu weit neben der Piste unterwegs war.

Russell freute sich im heimischen Wohnzimmer: "Als die Nachricht zur Strafe für Charles kam, hätte ich mir beinahe in die Hosen gemacht", grinste der Brite. "Ich habe die Schikane in den letzten Runden weiterhin relativ stark abgekürzt, um Charles hinter mir dazu zu verleiten, das gleiche zu machen. Das hat zum Glück geklappt."

Mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung vor dem Ferrari kreuzte Russell am Ende die Ziellinie. Es war sein erster Sieg in der virtuellen Grand-Prix-Serie. Leclerc präsentierte sich als fairer Verlierer: "Das war wirklich ärgerlich mit der Strafe in der vorletzten Runde. Aber George war auf der Strecke heute schneller und hat den Sieg auch verdient."

Norris gibt frustriert auf

Mit Nicholas Latifi und Antonio Giovinazzi landeten noch zwei weitere "echte" F1-Piloten hinter Albon in den Top-Sechs. Für Lando Norris lief es dagegen gar nicht rund. Im Qualifying stürzte mal wieder die Software ab, weshalb der McLaren-Pilot von Platz 13 losfahren musste. Doch statt eine Aufholjagd zu starten, fiel der Youngster mit mehreren Drehern in den Anfangsrunden bis ans Ende des Feldes zurück.

Nach sieben Umläufen hatte Norris schließlich genug. Der Engländer stellte seinen McLaren frustriert an der Box ab und loggte sich einfach aus dem Spiel aus. Es ist fraglich, ob der Simracing-Spezialist in zwei Wochen (24.5.) noch einmal auf virtuellem Terrain an den Start geht. Dann steht der Grand-Prix-Klassiker in Monaco auf dem Programm.

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