Kritik am virtuellen Safety-Car

Fahrer fordern Mindestgeschwindigkeit

Virtual Safety-Car - Board - 2015 Foto: xpb 75 Bilder

Beim GP USA wurde zwei Mal das virtuelle Safety-Car eingesetzt. Einige Fahrer, darunter auch Lewis Hamilton, bummelten langsamer um den Kurs als es die VSC-Zeit vorschrieb. Die Regeln erlauben das. Deshalb fordern einige Fahrer nun auch ein Mindesttempo. Um strategischen Missbrauch auszuschließen.

Das virtuelle Safety-Car hat seine Bewährungsprobe bestanden. Es bietet den Streckenposten mehr Sicherheit, wenn sie havarierte Autos bergen oder Trümmerteile aufsammeln müssen. Beim GP USA aber kam es zu Kritik. Weil einige Fahrer langsamer unterwegs waren, als sie eigentlich mussten. Die Fahrer bekommen in bestimmten Zeitabständen auf ihrem Display angezeigt, wie weit sie von dem reduzierten Rennspeed entfernt sind. Kleine Ausschläge nach oben sind erlaubt. Aber im Schnitt müssen sie immer "positiv" bleiben.

Daniel Ricciardo ärgerte sich in der ersten VSC-Phase darüber, dass er trotz des eingefrorenen Rennens einen Platz an Nico Rosberg verloren hatte. "Rosberg war zu Beginn ein paar Sekunden hinter mir. Als er dann näher kam, habe ich gedacht, dass er sich schon wieder zurückfallen lassen würde. Und dann hat er mich auch noch überholt. Und dann war das Rennen plötzlich freigegeben. Ich weiß nicht, was da passiert ist."

Regeln schreiben keine Mindestgeschwindigkeit vor

Der Australier hatte für das Aufholen von Rosberg nur eine Vermutung: "Vielleicht hat uns Lewis vorne alle eingebremst. Ich weiß aber nicht warum." Tatsächlich ist der Weltmeister an der Spitze langsamer gefahren, als es ihm das Display angezeigt hat. "Er war klar positiv", heißt es aus Kreisen der Sportkommissare. Das Reglement schreibt nur eine Maximalgeschwindigkeit vor, nicht aber einen Mindestwert. "Theoretisch kann jeder seine Geschwindigkeit frei bestimmen, solange er nur positiv bleibt", erklärt auch FIA-Rennleiter Charlie Whiting.

Daraus ergeben sich für die Teams aber auch Möglichkeiten, das Rennen zu beeinflussen. Nehmen wir folgenden Fall an. Die Nummer eins im Team führt vor der Nummer zwei. Bei einer VSC-Phase fährt die Nummer eins die erlaubte VSC-Maximalgeschwindigkeit. Nummer zwei dagegen geht massiv vom Gas. So könnte er seinem Teamkollegen einen schönen Vorsprung verschaffen. Das Feld hinter ihm darf ja nicht überholen.

Unnötig langsam fahren kann bestraft werden

Einige Fahrer fordern deshalb auch eine Mindestgeschwindigkeit. Sie sollte 3 Prozent unter dem Höchstwert liegen. Damit wäre sichergestellt, dass die Abstände im Feld annähernd gleich bleiben und keiner tricksen kann. Doch diese Möglichkeit hat die FIA auch schon in Betracht gezogen. Charlie Whiting würde ein absichtliches Langsamfahren aus taktischen Gründen nicht dulden.

Der Rennleiter hat auch eine Handhabe dazu. "Es gibt einen Passus, der den Fahrern verbietet unnötig langsam zu fahren. Wir würden ihn anwenden, wenn wir den Verdacht hätten, dass einer aus taktischen Gründen absichtlich vom Gas geht. Dann müssten wir annehmen, dass derjenige Fahrer ein technisches Problem hat. Und in diesem Fall dürfen wir den anderen Fahrer erlauben zu überholen. Außerdem könnten wir denen, die tricksen auch noch eine Strafe geben. Die Fahrer wissen das. Ich glaube nicht, dass sie dieses Risiko eingehen wollen."

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