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Vitaly Petrov

Ein neuer russischer Held

Vitaly Petrov schaffte es mit seinem dritten Platz in Melbourne vom Zero zum Hero. Im russischen Fernsehen liefen Berichte über den Renault-Pilot rauf und runter. Sein Vater musste sogar das Telefon ausschalten.

Der 27. März war der große Tag von Vitaly Petrov. Dass Renault als Geheimfavorit galt, war klar. Aber niemand hätte damit gerechnet, dass ausgerechnet Petrov den dritten Platz einheimst. Nick Heidfeld ist schließlich der erfahrenere Mann, der sich bei den Tests schnell zur Nummer eins entwickelte, wie selbst Teamchef Eric Boullier zugab.

Potenzial nach den Trainings erkannt

Petrov selbst war ebenfalls etwas verwundert. Nach den Testfahrten herrschte noch Ungewissheit über die Chancen mit dem neuen Auto. "Nach dem ersten, zweiten und dritten Training haben wir dann aber gemerkt, zu was das Auto fähig ist", verrät der Russe. "Im Qualifying sind wir dann auf Risiko gegangen. Alles was wir am Auto verändert haben, war ein Fortschritt."

Für seine Fans in Russland ist Petrov nun ein Held. Der Renault-Pilot bekam unzählige Anrufe und Glückwunsch-SMS. Das Fernsehen feierte den Russen mit zahlreichen Berichten. Und bei Petrovs Vater klingelte das Telefon so oft, dass er irgendwann einfach den Hörer zur Seite legte. Petrov weiß aber auch, dass ohne sein Team dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Deshalb bedankte er sich auch persönlich bei den Machern des Erfolgs, den Leuten in der Fabrik in Enstone.

Petrov mit neuem Selbstvertrauen

Dieser viel beachtete Erfolg verschafft ihm nun Rückenwind. Noch mehr Selbstvertrauen gibt ihm aber das Gefühl für das Auto. "Ich fühle mich mit dem Auto und meinem Ingenieur wohl", sagt Petrov. "Wenn du viele Kilometer abspulst, dann gibt dir das Sicherheit. Egal auf welcher Position du ankommst." Ein Abo auf das Podium sieht er aber noch nicht. "Nach einem Rennen ist es schwierig, das Kräfteverhältnis zu beurteilen."

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