Sebastian Vettel GP Spanien 2013 xpb
Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013
Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013
Girl - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013
Pirelli-Reifen - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013 82 Bilder

Vom Winde verweht

Was war im Quali-Finale los?

In den letzten 30 Sekunden der Qualifikation gingen fünf Fahrer über die Ziellinie. Nur Lewis Hamilton kam in die Nähe von Nico Rosbergs Bestzeit. Fernando Alonso, Mark Webber, Felipe Massa und Sergio Perez fuhren nicht die Zeiten, die man sich von ihnen erwartet hatte. Es gab mehrere Theorien, was da schiefgelaufen sein könnte.

Normalerweise geht Sebastian Vettel im Showdown der Qualifikation als Letzter auf die Strecke. Diesmal war er der erste. Er hatte nur noch einen frischen Reifensatz und einen Schuss. Da wollte Vettel eine freie Bahn vor sich haben. Die Entscheidung erwies sich als goldener Griff. Vettel konnte unbehindert fahren, und er hatte eine nahezu perfekte Runde. "Diesmal ist Sebastian sogar im dritten Sektor schnell gewesen. Zum ersten Mal in den letzten drei Jahren. Gut Ding will Weile haben", freute sich Teamberater Helmut Marko.

Zu spät rausgeschickt?

Am Ende der Schlange gingen Lewis Hamilton, Sergio Perez, Fernando Alonso, Mark Webber und Felipe Massa auf die Reise. Viele waren der Meinung, dass Mercedes, McLaren, Ferrari und Red Bull ihre Piloten ohne Not zu spät auf die Bahn geschickt hätten. Keiner der fünf konnte die optimale Aufwärmrunde fahren. Nach vorne war zu wenig Platz, nach hinten tickte die Uhr, um noch rechtzeitig über die Ziellinie zu kommen.

Aus der Gruppe der Pokerspieler konnte nur Hamilton im letzten Streckensektor überzeugen. Der Mercedes-Pilot war neben Nico Rosberg der einzige, der auf den abschließenden 1,5 Kilometern eine Zeit unter 28 Sekunden schaffte. Perez verlor allein in diesem Abschnitt vier, Alonso und Webber je fünf und Massa sechs Zehntel auf die Silberpfeile.

Alonso am Limit

Alonso konnte sich dieses Phänomen nicht erklären: "Vielleicht hat der Wind etwas stärker geblasen. Der trifft dich in diesem Sektor meistens von der Seite. Ich glaube aber, dass einfach nicht mehr drin war. Wir sind praktisch die gleiche Zeit gefahren wie im ersten Versuch. Das war unser Limit."

Andererseits muss sich Alonso vorhalten lassen, dass sich Vettel von Q2 auf Q3 um 0,548 Sekunden steigerte, er selbst nur um 0,428 Sekunden. Da lag vielleicht doch noch ein bisschen drin. Sergio Perez war in Q3 sogar um drei Zehntel langsamer als in der zweiten K.O.-Runde.

Reifen zu früh überfordert

Mark Webbers Theorie kommt der Wahrheit vermutlich am nächsten. "Ich habe meine ganze Zeit von der Kurve 9 bis ins Ziel verloren. Das ist normalerweise mein starker Sektor. Vielleicht habe ich den Reifen zu hart rangenommen. Es ist sehr leicht, den Reifen zu überfordern. Da bezahlst du dann ein paar Kurven später. In Kurve 12 bin ich gefahren wie immer. Normalerweise ist das kein Problem, aber diesmal hatte ich einen großen Rutscher."

Gut möglich, dass die letzten vier Fahrer in der Reihe schon in der Aufwärmrunde Kompromisse eingehen mussten. Und dass sie die ersten zwei Sektoren zu aggressiv angegangen sind. Massa lag nach zwei Streckenabschnitten um 0,177 Sekunden vor Vettel, Alonso um 0,107 Sekunden, büßten hinten raus aber zwei und drei Zehntel ein.

Motorsport Aktuell Rosberg Hamilton GP Spanien 2013 Keiner nimmt Mercedes ernst Rennpace der Silberpfeile

Zwei Mercedes starten beim GP Spanien aus der erste Reihe.

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