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Vorschau GP Abu Dhabi 2017

Letzter Showdown ohne Druck

Hamilton - Rosberg - GP Abu Dhabi 2016 - Formel 1 Foto: Wilhelm 70 Bilder

Die Plätze sind vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi weitesgehend bezogen. Nur noch im Mittelfeld wird zwischen Rang sechs und acht gerangelt. Wer gewinnt den letzten Grand Prix des Jahres?

22.11.2017 Tobias Grüner, Andreas Haupt 1 Kommentar

Zweimal 90 Minuten und einmal 60 Minuten Training, ein letztes Qualifying und Rennen: Die Formel 1-Saison 2017 schließt an diesem Wochenende in Abu Dhabi ab. Die Fahrer-Weltmeisterschaft ist schon seit Mexiko entschieden. Hinter Lewis Hamilton rangeln Sebastian Vettel und Valtteri Bottas um die zweite Position. Mit klaren Vorteilen für den Ferrari-Star, der mit 22 Punkten Vorsprung ins letzte Rennen geht.

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Die ersten fünf Ränge in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft sind bezogen. Dahinter streiten sich Toro Rosso, HaasF1 und Renault um die Plätze sechs bis acht. Oder anders gesagt kämpfen sie um einen zweistelligen Millionenbetrag in der Geldausschüttung der Rechteinhaber.

Der Start in der Dämmerung und der Zieleinlauf bei Nacht steigern die Attraktivität des Grand Prix in Abu Dhabi. Die Spitzenfahrer können wie schon in Brasilien frei auffahren. Hamilton strebt nach seinem zehnten Saisonsieg. Vettel nach seinem sechsten. Und Valtteri Bottas, Kimi Räikkönen, Daniel Ricciardo und Max Verstappen würden ebenfalls nur allzu gern mit einem Erfolgserlebnis die Saison beenden.

Die Strecke: Yas Marina Circuit

Bei der Einweihung 2009 wurde der Yas Marina Circuit mitten in der Wüste als achtes Weltwunder gefeiert. Mittlerweile hat man sich an den Anblick der glitzernden Formel 1-Oase fast schon gewöhnt. Mehr als eine Milliarde Euro durfte der deutsche Architekt Hermann Tilke angeblich im feinen Sand rund um den Yachthafen verbuddeln, was den Yas Marina Circuit zur teuersten Rennstrecke der Welt macht.

Vom Layout konnte die Strecke in Abu Dhabi die Fans bisher noch nicht von den Sesseln reißen. Trotz zwei langen Geraden im Mittelsektor gestaltet sich das Überholen eher als schwierig. Unvergessen bleibt Vitaly Petrovs Verteidigungsschlacht, die maßgeblich zu Vettels erstem Titelgewinn 2010 beigetragen hatte. Trotz eines deutlich schnelleren Autos kam Fernando Alonso im Ferrari damals nicht am Russen im Renault vorbei. Erst die Einführung der DRS-Zonen 2011 linderte das Problem. Sebastian Vettel tankte sich 2012 aus der Boxengasse durch das Feld bis auf das Podium.

Fast Facts zum GP Abu Dhabi:

  • Streckenlänge: 5,554 Kilometer
  • Rundenzahl: 55
  • Startzeit: 17 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ)
  • Rundenrekord im Rennen: 1:40.279 Min. (Sebastian Vettel – Red Bull RB5)
  • Absoluter Rundenrekord: 1:38,434 Min. (Lewis Hamilton, McLaren MP4-26)
  • Top-Speed: 344 km/h
  • Längste Vollgaspassage: 1.200 Meter (zwischen Kurve 7 & 8)
  • Distanz von der Startlinie bis zur ersten Kurve: 304,5 Meter
  • Länge der Boxengasse: 359,3 Meter
  • DRS-Zonen: auf den Geraden vor Kurve 8 und 11
  • Reifenwahl: ultrasoft / supersoft / soft
  • Reifenverschleiß: niedrig
  • Bremsenbelastung: hoch
  • Spritverbrauch: niedrig

Das Setup:

Die Strecke mixt im ersten kurzen Sektor mittelschnelle und schnelle Kurven. Im zweiten Abschnitt mit den langen Geraden sind Traktion, Höchstgeschwindigkeit und Bremsstabilität gefordert. Elf der 21 Kurven bilden den letzten Streckenteil. Er erinnert mit den Leitplanken an einen Straßenkurs. Hier müssen die Autos maximalen Anpressdruck und viel mechanischen Grip aufbauen.

Das Setup orientiert sich in Richtung High-Downforce – trotz der Vollgasstücke im zweiten Sektor. Die wenigen Bodenwellen und flachen Kerbs erlauben es den Ingenieuren, mit der Bodenfreiheit nach unten zu gehen. Spannend ist immer wieder, wie sich die Strecke beim Tag-Nacht-Wechsel entwickelt und wie sich der Grip der Reifen bei kühler werdenden Bedingungen verändert. Das erste und dritte Training finden für gewöhnlich bei hohen Temperaturen statt. Im zweiten Training sowie im Qualifying und Rennen kühlen sich die Luft und der Asphalt merklich ab. Die Teams müssen darauf mit der Fahrwerkseinstellung reagieren. Wer nicht genug Temperatur im Reifenkern aufbaut, rutscht hilflos umher.

Pirelli bringt die weichsten Reifenmischungen mit: ultrasoft, supersoft und soft. Die bevorzugte Wahl der Teams fiel wie nicht anders zu erwarten war auf die Ultrasoft-Mischung. Jeder Fahrer hat davon mindestens acht Sätze. Von der härtesten Mischung liefert Pirelli maximal zwei Sätze pro Fahrer aus. Im Vorjahr führte Lewis Hamilton eine Zweistopp-Strategie zum Sieg. 2017 sind die Reifen härter, was dazu führen könnte, dass man mit einem Reifentausch über die 55 Runden kommt.

Technische Updates:

Das Saisonfinale hat für Technik-Fans traditionell nicht viel zu bieten. Allerdings könnten einige Rennställe den Trainingsfreitag dafür nutzen, Entwicklungsträger für 2018 zu testen. Die Regeln bleiben konstant. Deshalb erwarten wir jede Menge Messgeräte und -Vorrichtungen an den Autos.

Die Favoriten:

Mercedes und Lewis Hamilton hätten den GP Brasilien wohl gewonnen, wäre der Weltmeister nicht aus der Boxengasse, sondern aus den ersten Reihen gestartet. Hamiltons Speed mit dem frischen Mercedes-V6 schreckte die Konkurrenz auf. Abu Dhabi ist auf dem Papier aber eher eine Strecke, auf der sich Mercedes schwerer tun sollte. Vor allem der winkelige letzte Sektor mit den vielen langsamen Kurven sollte vielmehr zum Ferrari SF70-H und Red Bull RB13 passen. Die Frage ist, ob Mercedes diesen Nachteil auf den Geraden ausgleichen kann.

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„Die Strecke weist eine Reihe an langsamen und mittelschnellen Kurven auf, die vielleicht eher nicht der natürlichste Lebensraum unseres Autos sind“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff, um gleich eine Kampfansage hinterher zu schieben. „Wir haben in Mexiko und Brasilien eine vielversprechende Pace gesehen – und das auf zwei Strecken, auf denen wir uns weniger abmühen mussten, als wir zunächst erwartet hatten. Das ist ein positives Zeichen für die Fortschritte, die wir beim Verständnis für unsere Schwierigkeiten in diesem Jahr gemacht haben. Aber wir haben seit Austin nicht mehr auf dem obersten Podestplatz gestanden und wir sind fest entschlossen, das in Abu Dhabi zu ändern.“

Ohne technische Gebrechen, die Ferrari in der zweiten Saisonhälfte immer wieder befallen hatten, gehören die Roten sicher zu den heißen Sieganwärtern. Insbesondere mit Vettel, der in Abu Dhabi schon dreimal siegte (2009, 2010, 2013). Allerdings gehört auch Hamilton zu den Spezialisten auf dem Wüstenkurs. Der Weltmeister triumphierte ebenfalls dreimal in Abu Dhabi (2011, 2014, 2016).

Bei Red Bull hängt vieles vom Renault-V6 ab, der in Mexiko und Brasilien mit konservativen Einstellungen betrieben werden musste. Das Rennen auf Meeresspiegelhöhe erleichtert das Leben. Jedoch sind die Ersatzteile knapp, was auch Toro Rosso und das Renault-Werksteam betrifft. Die ständigen Defekte an der Welle zwischen Turbo und MGU-H haben Renaults Motorenlager leergeräumt. Was die drei Teams dazu zwingen könnte, wieder Leistung zu opfern.

Das Mittelfeld sollte einmal mehr Force India anführen. Aber es ist mit starker Gegenwehr von McLaren zu rechnen. Im ersten und letzten Streckenteil können Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne die Chassis-Qualitäten des MCL32 ausspielen. Williams steigerte sich in den letzten Rennen, bei Renault wechseln sich Ups und Downs ab.

So lief das Rennen im Vorjahr: GP Abu Dhabi 2016

2016 ging es um alles oder nichts. Lewis Hamilton wollte Stallrivale Nico Rosberg unbedingt und mit allen Mitteln den WM-Titel entreißen. In der Schlussphase verschleppte der Brite geschickt das Tempo, ließ Rosberg auflaufen und trieb ihn in die Fänge von Sebastian Vettel und Max Verstappen. Rosberg zitterte sich hinter Hamilton ins Ziel und errang seine erste und einzige Fahrerweltmeisterschaft. Man sah dem Champion die Strapazen der Nervenschlacht später deutlich an.

Verstappen probierte es mit einer Einstoppstrategie, verpasste das Podium aber dennoch. Die unterste Podeststufe betrat Vettel, der beide Red Bulls in den letzten zehn Runden mit frischeren Reifen noch geschnappt hatte. Den fünften Platz holte sich Ricciardo vor Räikkönen im zweiten Ferrari.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights vom GP Abu Dhabi 2016.

SessionTermin
Freies Training 1Freitag, 24. November - 10 Uhr
Freies Training 2Freitag, 24. November - 14 Uhr
Freies Training 3Samstag, 25. November - 11 Uhr
QualifikationSamstag, 25. November - 14 Uhr
RennenSonntag, 26. November - 14 Uhr
Neuester Kommentar

"Mercedes und Lewis Hamilton hätten den GP Brasilien wohl gewonnen, wäre der Weltmeister nicht aus der Boxengasse, sondern aus den ersten Reihen gestartet. Hamiltons Speed mit dem frischen Mercedes-V6 schreckte die Konkurrenz auf."

Wenn wir schon beim Konjunktiv sind, wäre Hamilton aus den ersten Reihen mit einer Vor-Monza-Möhre gestartet, die u.U. noch für Interlagos und Abu Dhabi hätte halten müssen. Der Schrecken hätte also in der Transportkiste bleiben müssen und jedenfalls für den anderen Mercedes reichte es von der Pole Position nicht zum Sieg.

Proesterchen 22. November 2017, 21:53 Uhr
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