Start - GP Abu Dhabi 2020 - Rennen xpb
Valtteri Bottas - Mercedes - GP Abu Dhabi 2020 - Rennen
Fahrer - Fahrerfoto - GP Abu Dhabi 2020 - Rennen
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Abu Dhabi 2020 - Rennen
Renault - GP Abu Dhabi 2020 - Rennen 50 Bilder
Kostenlos registrieren und weiterlesen!

Ich habe bereits ein Benutzerkonto

Warum kann ich nicht weiterlesen?

Das Lesen bleibt weiterhin kostenfrei! Sie haben lediglich das Limit verfügbarer Artikel ohne Registrierung für die nächsten 30 Tage erreicht.

Wir verwenden Ihre E-Mail Adresse, um Ihnen Angebote zu ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen aus unserem Haus anzubieten. Sie können diesen Dienst jederzeit mit dem in der E-Mail befindlichen Abmeldelink beenden oder der Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken widersprechen unter motorpresse@datenschutz.de.

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden und nehmen die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Vorschau GP Abu Dhabi 2021: Verstappen oder Hamilton?

F1-Vorschau GP Abu Dhabi 2021 Spannender geht es nicht

It’s showtime: Beim Saisonfinale in Abu Dhabi wird der neue Weltmeister gesucht. Max Verstappen und Lewis Hamilton gehen punktgleich in die letzte Runde. Das veränderte Layout sollte Mercedes mehr helfen als Red Bull. Doch in dieser Saison sind Prognosen zum Ausgang unmöglich.

Die längste Saison der Geschichte geht mit einem großen Finale zu Ende. Im 22. Grand Prix wird die Weltmeisterschaft entschieden. Max Verstappen oder Lewis Hamilton: Gibt es einen neuen Champion oder verteidigt der alte seinen Titel, und setzt sich in der Bestenliste endgültig vor Michael Schumacher?

Die Protagonisten gehen punktgleich ins Endspiel. Red Bulls Speerspitze hat den Vorteil, dass er einen Sieg mehr als sein Dauerrivale auf dem Konto hat. Das würde ihn bei Gleichstand nach dem GP Abu Dhabi den Titel gewinnen lassen. Nur mal so für den Hinterkopf. Alles spricht von diesem epischen Duell, das beim letzten Rennen in Saudi-Arabien zu einer Schlammschlacht abdriftete. Die Beteiligten beteuern, dass sie in Abu Dhabi den Titel mit fairen Mitteln gewinnen wollen.

Formel 1-Sportchef Ross Brawn fordert genau das ein. "Es wird sicher für beide hart. Beide geben in diesem Duell keinen Zentimeter nach. Aber wir wollen einen sportlichen Wettkampf erleben. Wir wollen nicht, dass sie die Grenze überschreiten. Wir möchten nicht, dass diese WM durch Entscheidungen der Sportkommissare entschieden wird, und vor den Berufungsgerichten oder anderswo landet. Der beste Fahrer soll sich in Abu Dhabi krönen."

Es endet eine Ära. Nach dem Saisonfinale und nach einem letzten Test in den Tagen darauf werden die aktuellen Rennwagen eingemottet oder ins Museum gestellt. 2022 wechselt die Formel 1 auf völlig neue Autos – und auf 18 statt 13 Zoll große Reifen. Einer der beliebtesten Fahrer bestreitet seinen 350. und letzten Grand Prix. Kimi Räikkönen tritt ab. Der Weltmeister von 2007 steht ein letztes Mal für Alfa Romeo-Sauber am Start.

Mit Honda verabschiedet sich einer der vier Motorenhersteller. Die Japaner waren 2015 in die Königsklasse zurückgekehrt, bezogen reichlich Prügel, könnten jetzt aber zusammen mit Red Bull einen großen Abschied samt WM-Pokal feiern. Ab der nächsten Saison arbeitet Honda nur noch offiziell im Auftrag von Red Bull, wartet und baut die Motoren zusammen.

Pirelli - GP Abu Dhabi 2021 - Info-Grafik
Pirelli
Das sind die Daten und Einschätzungen von Reifenlieferant Pirelli zur umgebauten Rennstrecke.

Die Strecke: Yas Marina Circuit

Bei der Einweihung 2009 wurde der Yas Marina Circuit mitten in der Wüste als achtes Weltwunder gefeiert. Mittlerweile hat man sich an den Anblick der glitzernden Formel-1-Oase gewöhnt. Mehr als eine Milliarde Euro durfte der deutsche Streckendesigner Hermann Tilke angeblich im feinen Sand rund um den Yachthafen verbuddeln, was den Yas Marina Circuit zum teuersten Grand-Prix-Kurs der Welt macht.

Vom Layout konnte die Strecke in Abu Dhabi die Fans bisher noch nicht von den Sesseln reißen. Vielleicht ändert sich das. Jedenfalls haben die Streckenbetreiber nach einigen langweiligen Rennen reagiert, und die Piste modifiziert. Es gibt in Summe fünf Kurven weniger (16 statt 21). Das Layout ist weniger abgehakt, sondern flüssiger. Das macht den Yas Marina Circuit deutlich schneller. Durch die Änderungen wird die Strecke um 273 Meter kürzer. Reifenlieferant Pirelli errechnet, dass die Rundenzeiten um 14 Sekunden fallen sollten. Bei Mercedes geht man davon aus, dass es nur rund zehn Sekunden sein werden. Im Rennen müssen die Autos drei Umläufe mehr zurücklegen als früher (58 statt 55).

Die Schikane am Anfang des zweiten Sektors fliegt raus. Stattdessen geht es direkt in eine lange Linkskurve, die etwas vorgezogen und verbreitert wurde. In den dritten Sektor starten die Piloten mit einer leicht überhöhten Kurve. Dafür musste das langsame Geschlängel weichen. Die Kurven 12 bis 15 gegen Ende der Runde haben einen größeren Radius. Das Ziel: Es soll leichter werden, dem Vordermann zu folgen, und folglich zu überholen. Der Yas Marina Circuit soll eine Rennstrecke geworden sein, die mehr Spektakel ermöglicht.

Trotz zwei langer Geraden im Mittelsektor war Überholen zuvor eher schwierig gewesen. Unvergessen bleibt Vitaly Petrovs Verteidigungsschlacht, die maßgeblich zu Sebastian Vettels erstem Titelgewinn 2010 beigetragen hatte. Trotz eines deutlich schnelleren Autos kam Fernando Alonso im Ferrari damals nicht am Russen im Renault vorbei.

Mercedes - GP Abu Dhabi - Streckengrafik
Mercedes
Diese Geschwindigkeiten berechnet Mercedes für den Yas Marina Circuit.

Fast Facts zum GP Abu Dhabi

  • Streckenlänge: 5,281 Kilometer
  • Rundenzahl: 58
  • Anzahl Kurven: 16 (9 links / 7 rechts)
  • Vollgas-Anteil (Rundenzeit): 64 Prozent
  • Vollgas-Anteil (Rundendistanz): 75 Prozent
  • Gangwechsel pro Runde: 50
  • Rundenrekord im Rennen (altes Layout): 1:39.283 Min. (Lewis Hamilton, Mercedes W10, 2019)
  • Absoluter Rundenrekord (altes Layout): 1:34.779 Min. (Lewis Hamilton, Mercedes W10, 2019)
  • Distanz Pole Position bis erste Bremszone: 169 Meter
  • Länge der Boxengasse: 358 Meter
  • DRS-Zonen: 2 (zwischen T5-6 und T8-9)
  • Reifenwahl: C3, C4 & C5

Das Setup

Früher war der Fall eindeutiger. Trotz zwei langer Geraden packten die Teams möglichst große Flügel an ihre Autos. Rundenzeit machte man im kurvenreichen Schlussabschnitt, und dafür brauchte man größtmöglichen Anpressdruck. Der Vollgasanteil – gemessen an der Rundenzeit – lag bei 61 Prozent. Weniger sogar als in Monte Carlo.

Durch den Umbau steigt die Volllast laut Berechnungen von Mercedes auf 64 Prozent. Die Teams werden in den Trainings herausfinden müssen, inwiefern es das Abtriebslevel beeinträchtigt. Ob etwas weniger Flügel plötzlich besser sein wird für schnelle Rundenzeiten. Die 1,2 Kilometer lange Gerade zwischen den Kurven fünf und sechs sowie die direkt anschließende Gerade fordern den Motor. Hier sind die beiden DRS-Zonen eingerichtet.

Je größer der Heckflügel, desto stärker fällt der Effekt beim Umklappen aus. In der Quali kann man das DRS nutzen, um auf den Geraden schnell zu sein, und in den Kurven von einem großen Flügel profitieren. Im Rennen wird man möglicherweise Freiwild in den Vollgaspassagen, weil das Auto dann zu viel Luftwiderstand aufbaut. Die Teams müssen austarieren.

In der Vergangenheit war die Pole Position in Abu Dhabi die halbe Miete. In den letzten sechs Ausgaben gewann jeweils der Pole-Setter auch das Rennen. Die Frage ist, ob die Änderungen tatsächlich das Überholen verbessern. Falls ja, könnte das größere Auswirkungen auf die Konfiguration der Autos haben.

Extrem herausfordernde schnelle Ecken gibt es auf dem Yas Marina Circuit weiterhin nicht. Traktion, Bremsstabilität und Höchstgeschwindigkeit bleiben wichtig. Die Oberfläche ist glatt. Die Autos können tief eingestellt werden. Spannend ist weiterhin zu verfolgen, wie sich die Strecke beim Tag-Nacht-Wechsel verändert und in welche Richtung sich der Grip der Reifen bei kühler werdenden Bedingungen entwickelt.

Das erste und dritte Training finden für gewöhnlich bei höheren Temperaturen statt. Im zweiten Training sowie im Qualifying und Rennen kühlen sich die Luft und der Asphalt merklich ab. Die Teams müssen darauf mit der Fahrwerkseinstellung reagieren. Wer nicht genug Temperatur im Reifenkern aufbaut, rutscht hilflos umher. Pirelli bringt wie üblich die weichsten Reifenmischungen C3, C4 und C5. Die Italiener gehen nicht davon aus, dass das geänderte Layout die Reifen deutlich stärker fordert.

Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 - GP Saudi-Arabien - Jeddah - Freitag - 3.12.2021
Motorsport Images
Testet Red Bull in Abu Dhabi noch einmal den veränderten Unterboden?

Technische Updates

Red Bull testete am Trainingsfreitag von Saudi-Arabien am Auto von Sergio Perez eine Modifikation am Unterboden. Die gewissermaßen letzte Patrone verfehlte ihr Ziel. Das Negative überwog das Positive. Eine höhere Geschwindigkeit auf den Geraden wurde von zu wenig Abtrieb in den Kurven kassiert. Vielleich testet Red Bull sein Update ein weiteres Mal. Ansonsten sollte es an der Technikfront ruhig bleiben.

Die Favoriten

Lewis Hamilton hat in Brasilien und in Saudi-Arabien zuletzt den Rad-an-Rad-Zweikampf für sich entschieden. In Katar fuhr er auf und davon. Der Weltmeister und Mercedes haben das Momentum derzeit klar auf ihrer Seite. Verstappen und Red Bull verzettelten sich in den letzten Wochen mehrmals mit dem Setup und gerieten in die Defensive.

Das geänderte Layout sollte eher Mercedes entgegenkommen als Red Bull. Ein schnelles Auto auf den Geraden, ein starker Motor, werden noch wichtiger auf dem Yas Marina Circuit. Das befürchtet auch Red Bull. Andererseits haben wir in dieser Saison schon oft von einem Favoriten gesprochen, und der Ausgang des Rennwochenendes war doch ein anderer.

Beide stehen unter größtmöglichem Druck. Beide werden sich nicht den kleinsten Fehler leisten können. Sonst ist der Weltmeister-Titel weg. Verstappen und Hamilton fahren in einer eigenen Liga. Bisher konnten die Teamkollegen nur hin und wieder eingreifen beziehungsweise helfen. Schwer vorstellbar, dass Sergio Perez oder Valtteri Bottas im Finale mit den beiden Über-Fahrern der Saison werden mithalten können.

Im Mittelfeld hat sich McLaren wieder gefangen. Ferrari verkaufte sich in Saudi-Arabien unter wert. Bis zur ersten Unterbrechung befand sich Charles Leclerc auf dem vierten Platz. Sogar vor Perez im Red Bull, und weit vor Lando Norris im McLaren. Der Rennverlauf mit Unterbrechungen meinte es nicht gut mit dem Monegassen. Alpine und Alpha Tauri mischten munter mit. Schwer vorherzusagen, wer in Abu Dhabi die Nase vorn haben wird.

Die Plätze in der Marken-Weltmeisterschaft sind weitgehend bezogen. Mercedes liegt 28 Punkte vor Red Bull. Da muss schon viel schiefgehen, damit nicht der achte Konstrukteurs-Titel in Serie nach Brackley geht. Ferrari hat im Kampf um den dritten Platz 38,5 Punkte Vorsprung auf McLaren. Alpine ist als Fünfter 29 Punkte vor Alpha Tauri. Williams als Achter zehn Punkte vor Alfa Romeo. Aston Martin als Siebter und Haas als Letzter befinden sich im Nirgendwo.

So lief das Rennen im Vorjahr: GP Abu Dhabi 2020

Spannend war im Vorjahr nur die Qualifikation. Die entschied Max Verstappen in einem Tausendstel-Krimi gegen Valtteri Bottas und Lewis Hamilton für sich. Selbst Lando Norris als Vierter lag nur 0,251 Sekunden hinter der Pole Position. Die Top 10 der Startaufstellung trennte 0,996 Sekunden.

Umso langweiliger war das Rennen. Verstappen fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause. Es war ein klassisches Einstopprennen, ohne großen Reifenverschleiß. Mal sehen, wie es in diesem Jahr sein wird. Ein frühes Safety Car, ausgelöst durch Antriebsschaden im Racing Point von Sergio Perez, nutzte die Führungsgruppe für den einzigen Stopp.

Sieben Siege in Serie hatte Mercedes zuvor in Abu Dhabi verbucht. 2020 war Red Bull zu schnell für die Silberpfeile. Valtteri Bottas, der am Wochenende seinen letzten GP für Mercedes bestreitet, belegte den zweiten Platz. Ein von Corona geschwächter Hamilton komplettierte das Podest.

McLaren räumte die Plätze fünf und sechs ab, und eroberte damit den dritten Platz in der Team-WM. Ferrari erlebte ein Debakel. Weder Charles Leclerc noch Sebastian Vettel in seinem letzten Rennen in Rot kamen in die Punkteränge.

Zeiplan

Zeitplan GP Abu Dhabi 2021

Tag Session Uhrzeit
Freitag, 10.12.2021 1. Training 10.30-11.30 Uhr
  2. Training 14.00-15.00 Uhr
Samstag, 11.12.2021 3. Training 11.00-12.00 Uhr
  Qualifikation 14.00-15.00 Uhr
Sonntag, 12.12.2021 Rennen ab 14.00 Uhr 

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights vom GP Abu Dhabi 2020.

Zur Formel-1 Startseite
Formel 1 Aktuell Sergio Perez - Red Bull - GP Singapur 2022 F1 GP Singapur 2022 - Ergebnis Rennen Perez-Sieg mit Fragezeichen

Sergio Perez gewinnt in Singapur - doch darf er den Sieg auch behalten?

Mehr zum Thema GP Abu Dhabi (Formel 1)
Safety-Car - GP Abu Dhabi 2021
Aktuell
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Abu Dhabi 2021 - Rennen
Aktuell
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Abu Dhabi 2021
Aktuell
Mehr anzeigen