Vorschau GP Australien

Das große Rätseln

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Schon lange herrschte in der Formel1 vor dem ersten Rennen keine so große Ungewissheit mehr wie 2005. Dementsprechend leise sind auch die Töne vor dem ersten Rennen in Melbourne.

Erst wenn am 6. März gegen 5.45 Uhr unserer Zeit der Große Preis von Australien abgewunken wird, weiß die Formel 1-Gemeinde ungefähr, woran sie ist. Bis dahin richten sich alle Akteure auf ein Wochenende voller Überraschungen ein.

Die größten Fragezeichen sehen die Aktiven in der Reifenfrage. Kein Team hat im Winter seine Gummis bei Temperaturen über 20 Grad testen können. Sollte das Rennwochenende in Melbourne sonnig ausfallen, könnten einige Teams in Turbulenzen kommen.

Zudem kann niemand die Haltbarkeit beurteilen. Ferrari und Williams konnten bei den Tests nicht überzeugen, unterstellen aber den Testschnellsten von McLaren und Renault, sie hätten keine komplette Renndistanz mit einem Reifensatz durchgehalten. Viel wird vom Fahrstil der Piloten abhängen, denn sie müssen mit einem Reifensatz die Qualifikation und das gesamte Rennen bestreiten. "Wenn ein Fahrer Untersteuern bekommt und das ignoriert, kann er bis zur Rennmitte seine Reifen ruinieren", warnt Michelin-Rennchef Pierre Dupasquier.

Weicher Fahrstil gefragt

Ein weicher Fahrstil ist gefragt, wie ihn beispielsweise David Coulthard (Red Bull), Nick Heidfeld (Williams) oder Rubens Barrichello (Ferrari) pflegen. Über diesen Umstand könnte Michael Schumacher stolpern. Er neigt zu einem aggressiven Umgang mit dem Auto. Davon abgesehen kann niemand abschätzen, wie gut oder schlecht der Ferrari F2004 M gegenüber den neuen Autos der Konkurrenz ist.

Michael Schumacher bereitet seine Fans vorsichtig auf eine Niederlage vor: "Wir werden vielleicht nicht gewinnnen." Wenn das Wort Krise fällt, winkt der Weltmeister lässig ab: "Das haben die Leute im letzten Jahr auch gesagt." Trotz toller Testergebnisse und der Favoritenrolle mag man sich bei McLaren und Renault nicht sicher fühlen. Zu tief ist die Furcht vor einer erneuten Wiederauferstehung von Ferrari.

Schreckgespenst Red Bull

Besorgt sind viele Teams auch über Neuzugang Red Bull. Wie die schlaffe Miezekatze - der Vorjahres-Jaguar - unter neuer Teamleitung und der Hilfe von David Coulthard zu einer reißenden Bestie mutierte, ist vielen ein Rätsel. So ist eine der meistgestellten Insider-Fragen im Fahrerlager: "Wo nehmen die diese Zeiten her?"

Auf der 5,303 Kilometer langen Strecke im Albert Park sind eine gute Traktion und ein agiles Handling erforderlich. Die schnellen Richtungswechsel erfordern eine eher harte Federabstimmung, die buckligen Anbremszonen dagegen ein gutes Dämpfungsverhalten - kein einfacher Kompromiss. Auch die Flügelabstimmung zwischen langsamen Kurven und langen Hochgeschwindigkeitspassagen ist knifflig.

Neuigkeit am Rande: 2006 ist der Australien-GP nicht der Saisonauftakt. Wegen der Commonwealth-Spiele in Melbourne muss das Rennen verschoben werden. Melbourne soll dann das dritte Rennen des Jahres sein, Saisonbeginn ist voraussichtlich der GP Malaysia.

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