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Vorschau GP Bahrain

Die Wüste bebt

Zum dritten Saisonlauf reist der F1-Zirkus in den arabischen Wüstenstaat Bahrain. Nach zwei zweiten Plätzen in Folge will BMW dort die nächste Stufe des Podiums erklimmen.

Heiße Temperaturen, eine staubige Piste und ein Topspeed jenseits der 300 km/h-Marke sind die Markenzeichen der 5,4 Kilometer langen Strecke nahe der Stadt Sakhir. Da sich die Bedingungen und Gripverhältnisse von Tag zu Tag ändern, kommt es hier vor allem auf ein gutes Händchen beim Setup an.

Auch die richtige Taktik mit den Reifen kann rennentscheidend sein. Nachdem Gummi-Lieferant Bridgestone die Daten vom vergangenen Jahr analysiert hat, entschieden sich die Japaner die Mischungen für diese Saison zu ändern. 2008 gibt es für die Teams keine harten Pneus mehr, sondern "soft" und "medium tyres".


Ferrari mit Erfahrungsvorsprung

Besonders davon profitieren könnte Ferrari. Die rote Göttin arbeitet bekanntermaßen am schonendsten mit den Reifen. Außerdem könnten die weichen Bridgestones die Probleme beim Anwärmen abschwächen. Ferrari hat allerdings noch einen zweiten, größeren Vorteil: Zusammen mit Toyota testeten die Italiener bereits in der Winterpause eine ganze Woche auf der Strecke. Inwieweit die Daten verwertbar sind, werden vor allem die Temperaturen zeigen.

BMW-Pilot Nick Heidfeld sieht Ferrari durch die Tests auf jeden Fall im Vorteil: "Diesen Vorsprung müssen wir am Freitag bei der Abstimmungsarbeit erstmal aufholen." Teamkollege Robert Kubica fürchtet zudem die bekannt trickreichen Winde: "Ich hoffe, dass er nicht zu stark weht, weil unser Auto darauf echt empfindlich reagiert." Trotzdem will BMW an die starken Leistungen der ersten beiden Rennen anknüpfen.

Coole Strecke in der Wüste

Bei McLaren reist man trotz der schwachen Platzierungen in Malaysia selbstbewusst in den Wüstenstaat. "Bahrain ist eine coole Strecke", findet Lewis Hamilton, "vor allem, weil es viele Überholmöglichkeiten gibt." Ein Vorteil für McLaren könnte die Zuverlässigkeit sein. Beide Silberpfeile konnten als einzige die komplette Distanz in den ersten zwei Rennen zurücklegen. Außerdem muss Hauptkonkurrent Kimi Räikkönen mit dem Motor aus Malaysia starten, während bei Hamilton und Kovalainen zwei frische Mercedes-Aggregate zum Einsatz kommen.

Hinter den drei Top-Teams erwartet uns wieder ein enger Kampf um die verbleibenden WM-Punkte. War in Australien noch Williams sehr stark, konnte in Malaysia vor allem Toyota mit Jarno Trulli überzeugen. Wie Ferrari haben die Japaner den Erfahrungsvorteil des einwöchigen Wintertests. Aber auch Renault, Red Bull und Honda kämpfen weiter verbissen um die Top Ten Plätze. Dank der engen Situation im Mittelfeld können sich die Fans auf ein spannendes Rennen freuen, in dem es nach der Schonkost in Malaysia auch endlich wieder Überholmanöver geben könnte.

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