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Vorschau GP Belgien 2017

WM-Duell auf der Achterbahn

Nico Rosberg - GP Belgien 2016 Foto: sutton-images.com 62 Bilder

Mit dem Rennen in Spa-Francorchamps geht die Formel 1-Saison in die heiße Phase. Die beiden WM-Kandidaten Sebastian Vettel und Lewis Hamilton dürfen sich nun keine Fehler mehr erlauben. In der Vorschau gibt's die Infos zum GP Belgien.

23.08.2017 Tobias Grüner

Es geht wieder los! Die Formel 1-freie Zeit ist endlich vorbei. Nach 4 Wochen Sommerferien werden in Spa-Francorchamps wieder die Motoren gestartet. Die Königsklasse könnte sich kaum mit einem besseren Rennen aus der Pause zurückmelden. Auf der 7,004 Kilometer langen Berg-und-Tal-Bahn ist Action garantiert.

Im heißen WM-Duell lieferten sich Sebastian Vettel und Lewis Hamilton zuletzt einen unterhaltsamen Schlagabtausch. Nach Siegen steht es 4:4 unentschieden, nach Punkten hat Vettel mit 202 zu 188 leicht die Nase vorn. Aber schon ein kleiner Fehler kann das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Nicht aus den Augen lassen sollte man dabei Valtteri Bottas. Der Finne wäre am Ende gerne der lachende Dritte. Mit 33 Punkten Rückstand auf Vettel ist noch alles drin für die Nummer 2 bei Mercedes.

Spa wird auch die Antwort auf die Frage liefern, ob ein Team über die Sommerpause vielleicht einen entscheidenden Entwicklungsschritt machen konnte. In den Fabriken herrschte zwar vom Reglement verordneter Zwangsurlaub, trotzdem haben die Ingenieure für den Belgien-Grand-Prix immer besonders große Upgrade-Pakete im Köcher. Man darf also gespannt sein, ob sich das Kräfteverhältnis entscheidend verschiebt.

Die Strecke: Circuit de Spa-Francorchamps

Der Ardennen-Klassiker in Spa-Francorchamps wird auf der längsten Strecke im Kalender (7,004 Kilometer) ausgetragen. Der Traditionskurs, auf dem 1925 zum ersten Mal Rennwagen unterwegs waren, ist mit Höhepunkten nur so gespickt. Eau Rouge, La Source, Rivage oder Blanchimont klingen sowohl Formel 1-Fans als auch Fahrern wie Musik in den Ohren.

„Eine Runde in Spa ist wie 20 Runden auf einem anderen Kurs, was den Spaß und die Adrenalinausschüttung angeht“, beschrieb Fernando Alonso einmal das Erlebnis. Die spektakuläre Eau Rouge-Kurve, bei der eine 300 km/h-Links-Rechts-Kombination mit einer Senke und einem anschließenden Bergaufstück kombiniert ist, gilt als die aufregendste Passage im ganzen Kalender.

GP Belgien Factfile - Formel 1 - 2017 Foto: Renault

Der technische Fortschritt der Autos und breite Auslaufzonen haben der Kurve allerdings etwas den Schrecken genommen. Trotz Querbeschleunigungen von 4g mussten die Piloten zumindest auf trockener Strecke in den vergangenen Jahren in Eau Rouge nicht mehr lupfen. Die neue Mutprobe hieß nun „Pouhon“. Der abschüssige Linksbogen mit zwei Scheitelpunkten wurde in den Autos der letzten Generation mit mehr als 270 km/h genommen. Wir sind gespannt, wie das mit den 2017er Rennwagen aussieht, die noch ein gutes Stück mehr Abtrieb produzieren.

Fast Facts:

  • Streckenlänge: 7,004 Kilometer
  • Rundenzahl: 44
  • Gesamtdistanz: 308,052 Kilometer
  • Rundenrekord: 1:47.263 min (Vettel, 2009)
  • Pirelli-Reifen: ultrasoft / supersoft / soft
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Spritverbrauch: hoch (72% Vollgasanteil)
  • Bremsbelastung: niedrig
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent
  • Boxenstopp-Zeit: 21 Sekunden

Setup:

Top-Speed steht bei den Ingenieuren in Spa ganz oben auf dem Zettel. Nach der Haarnadel La Source geht es 25 Sekunden lang mit Vollgas den Berg hinauf bis zur Les Combes-Schikane. Hier will niemand unnötig steile Heckflügel fahren, die den Luftwiderstand erhöhen. Der Abtriebslevel liegt ungefähr auf dem Niveau von Kanada und Aserbaidschan. Nur in Monza wird mit noch weniger Abtrieb gefahren.

Das Fahrwerk muss an die hohen Kurvengeschwindigkeiten angepasst werden. In der Regel bedeutet das eine härtere und tiefere Abstimmung, um Stabilität ins Auto zu bekommen. Zu tief darf man mit der Fahrzeughöhe aber auch nicht gehen, sonst setzt der Unterboden in Eau Rouge auf. Der Frontflügel wird im Vergleich zu anderen Strecken etwas steiler gestellt, um Untersteuern in den schnellen Kurven zu verhindern.

Anspruchsvoll ist der Highspeed-Kurs vor allem für die Motoren, weshalb die Teams hier oft auf neue Triebwerke setzen. Bremsen und Kühlung sind dafür nicht so stark gefordert. Spannend wird dieses Jahr auch die Reifenfrage. Nach vielen Einstopp-Rennen prognostiziert Pirelli, dass die hohen Kurvengeschwindigkeiten und der Einsatz der Ultrasoft-Reifen die meisten Fahrer zu einer Zweistopp-Taktik zwingen wird.

Technik-Updates:

Für Technik-Freunde ist Spa immer eines der Highlights des Jahres. Wir erwarten an allen Autos neue Bauteile. Mit konkreten Ankündigungen hielten sich die Teams allerdings noch zurück. Von Sauber wissen wir, dass zu dem großen Ungarn-Paket noch ein neuer Unterboden kommen soll. Bei Renault will man einen neue Frontflügel-Spezifikation erstmals im Rennen einsetzen, die eigentlich schon in Budapest geplant war, dort aber wegen verspäteter Fertigung nur kurz getestet werden konnte.

Neben neuen Aero-Teilen plant Renault für die Spa und Monza auch noch ein Power-Upgrade. Neue Komponenten und eine verbesserte Software sollen dafür sorgen, dass die Piloten noch ein wenig mehr Leistung aus dem 1,6-Liter-Turbo-Triebwerk quetschen können. Welche Teile genau ausgetauscht werden, verrieten die Franzosen noch nicht. Besonders bei Red Bull dürfte man sich über das PS-Plus freuen.

Favoriten:

In den ersten 11 Rennen der Saison zeichnete sich bereits ein klares Bild ab: Mercedes ist auf schnellen Strecken mit langgezogenen Kurven besser aufgestellt. Ferrari konnte vor allem auf langsamen Kurven mit weichen Reifen und heißeren Temperaturen brillieren. Sollte sich dieses Schema auch in Belgien fortsetzen, dann spricht das eher für einen Sieg der Silberpfeile.

Chancenlos ist Sebastian Vettel aber keineswegs. In Spa fällt es den Piloten und Ingenieuren immer besonders schwer, den richtigen Setup-Kompromiss zu finden. Trotz der vorhergesagten moderaten Temperaturen könnte Reifenverschleiß ein wichtiges Thema werden, das Ferrari in die Karten spielt. Und in Spa kann man bekanntlich gut überholen, wenn Mercedes mal wieder im Qualifying dominiert. Dazu bringen die für den Rennsonntag vorhergesagten Schauer eine zusätzliche Variable ins Spiel.

Dass Red Bull in den Kampf der beiden Top-Teams eingreifen kann, glauben wir nicht. Mangels Motor-Power bleibt den vielen holländischen Max-Verstappen-Fans auf den Tribünen wohl nur die Hoffnung auf Fehler und Probleme bei Ferrari und Mercedes. Wenn es dumm läuft, droht sogar Gefahr von Williams, Force India und HaasF1 aus dem Mittelfeld. Renault, McLaren und Toro Rosso erwarten wir wegen des Motoren-Faktors nicht mehr so stark wie noch in Ungarn.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Belgien 2016:

Die Frage nach dem Belgien-Sieger war vor 12 Monaten relativ schnell beantwortet. Weil Lewis Hamilton mit seinen Motorkomponenten über das erlaubte Limit ging, wurde der Brite ans Ende der Startaufstellung gesetzt. So hatte Teamkollege Nico Rosberg leichtes Spiel. Ohne große Mühe rollte der spätere Weltmeister am Ende mit 14 Sekunden Vorsprung vor Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo über die Ziellinie.

Wie überlegen der Silberpfeil der Konkurrenz war, zeigte der dritte Platz von Hamilton. Die Aufholjagd wurde aber auch durch einen heftigen Crash von Kevin Magnussen in Radillon begünstigt. Die Rennunterbrechung und eine gute Strategie spülten Hamilton fast kampflos nach vorne.

Für Ferrari lief es dagegen nicht optimal. Nach einer von Max Verstappen ausgelösten Startkollision blieben Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen am Ende nur die Plätze 6 und 9. Verstappen verfehlte zum Ärger seiner vielen Fans auf Rang 11 komplett die Punkte. Vom Pech der Konkurrenz profitierten vor allem die Force India. Nico Hülkenberg und Sergio Perez verfehlten auf den Plätzen 4 und 5 das Podium nur knapp.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights des GP Belgien 2016.

SessionTermin
Freies Training 1Freitag, 25. August - 10 Uhr
Freies Training 2Freitag, 25. August - 14 Uhr
Freies Training 3Samstag, 26. August - 11 Uhr
QualifikationSamstag, 26. August - 14 Uhr
RennenSonntag, 27. August - 14 Uhr
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