Vorschau GP Belgien

Rückkehr nach Eau Rouge

Foto: dpa

Nach einem Jahr Pause kehrt die Formel 1 auf die bei den Fahrern beliebte Rennstrecke von Spa Francorchamps zurück. Am Schauplatz seines Formel 1-Debüts 1991 kann der amtierende Weltmeister Michael Schumacher in diesem Jahr vorzeitig den siebten Titel einfahren.

Im Gegensatz zu den beiden Grand Prix auf deutschem Boden lief der Vorverkauf für Michael Schumachers dritten Heim-GP im belgischen Spa vielversprechend. Die Belgier sind froh, nach einem Jahr Zwangspause wegen des Tabakwerbe-Hickhacks, das Rennen zurückzubekommen, und die Schumi-Fans aus dem nahen Rheinland wollen der vorzeitigen Titelverteidigung ihres Helden beiwohnen.

Die Chancen stehen glänzend. Schumacher muss lediglich zwei Punkte mehr erobern, als Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello, dann könnte der Brasilianer bei noch vier austehenden Rennen und vier Schumacher-Ausfällen allenfalls einen Gleichstand erzielen und würde durch die geringere Anzahl Siege dennoch nicht Weltmeister. Wenn Schumacher jedoch seinen 13. Saisonsieg auf seiner Lieblingsrennstrecke holt, ist der Titelkampf ohnehin entschieden. Wird Schumi Zweiter und Barrichello Dritter ist der Kerpener ebenfalls vorzeitig Weltmeister. Bei einem punktelosen Rennen des Teamkollegen reicht Schumacher bereits ein siebter Platz zum siebten Titel.

Hoffnung bei Michelin

Dass Ferrari in Spa zu stoppen ist, glaubt lediglich Michelin-Sportchef Pierre Dupasquier. Beim 24 Stundenrennen vor einigen Wochen wollen die Michelin-Techniker so viele wertvolle Daten gesammelt haben, dass sie sich einen Vorsprung vor den Bridgestone am Ferrari gesichert zu haben glauben. Zudem hat Michelin im Falle des Falles einen neuen Regenreifen, der angeblich besser ist, als die im Nassen immer dominanten Bridgestone-Gummis.

Technisch hat die Konkurrenz durch das geltende Testverbot nicht aufholen können. So ändert sich das Kräfteverhältnis zwischen den Roten und dem Rest nicht nennenswert. Aber Spa ist auch eine Fahrerstrecke. Besonders in der Eau Rouge gilt es, die Hinterbacken zusammenzupressen. Wer beim Durcheilen der Links-Rechts-Links-Kombination mit einer tiefen Senke und anschließenden Kuppe nicht mit dem Gasfuß zuckt, kann auf der folgenden langen Geraden erheblich Zeit gewinnen und sich eine Überhol-Chance verschaffen. Ende der neunziger Jahre durchpfeilten die GP-Renner die berühmteste und berüchtigste Kurve der Formel 1 mit rund 285 km/h. "In diesem Jahr erwarten wir etwa Tempo 310", sagt Renault-Ingenieur Pat Symmonds nach Simulationen am Computer.

Neue Schikane

Eine zweite Schlüsselstelle des Ardennen-Kurses zeigt sich 2004 stark verändert. Die eckige Busstopp-Schikane vor der Zielgeraden wurde deutlich flüssiger gestaltet. Dass sich mit der neuen Variante mehr Ausbremsmanöver ergeben, bezweifeln die Experten. Das derzeit in Mitteleuropa bescheidene Wetter soll sich am Wochenende laut Vorhersage von Westen bessern. Die Ardennen-Region ist allerdings berühmt für ihre Wetterumschwünge, Nebel und Nieselregen. Wird das Wetter schlecht, braucht sich das Publikum über einen Mangel an Überholmanövern ohnehin nicht sorgen.

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