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Vorschau GP Brasilien 2017

Nächste Verstappen-Show?

Max Verstappen - GP Brasilien 2016 Foto: Wilhelm 65 Bilder

Die WM-Titel sind vergeben. Beim GP Brasilien würden Ferrari und Red Bull aber gerne noch einmal ein Ausrufezeichen gegenüber Mercedes setzen. Spannung herrscht auch noch im Mittelfeld. Wir haben die letzten Infos in unserer Vorschau.

08.11.2017 Tobias Grüner

Nur weil Mercedes und Lewis Hamilton in Sachen Meisterschaft schon alles klar gemacht haben, heißt es nicht, dass die letzten beiden Saisonrennen uninteressant werden. Ganz im Gegenteil! Jetzt muss niemand mehr Rücksicht auf die WM-Stände nehmen. Jeder kann befreit angasen. Die meisten Piloten haben nichts mehr zu verlieren. Und die Rennstrecke in Sao Paulo ist ja sowieso immer Garant für Action.

Das Einschalten zur besten Sendezeit am Sonntag (Start um 17.00 Uhr) lohnt sich auch wegen der engen Duelle im Mittelfeld. In der Teamwertung liegen Toro Rosso, Renault und HaasF1 aktuell nur 6 Punkte auseinander. Spannung herrscht an allen Ecken des Feldes: Wie geht der Zweikampf Hülkenberg gegen Neu-Teamkollege Sainz aus? Wie schlagen sich die unterfahrenen Toro Rosso-Youngster. Und wie ergeht es Felipe Massa bei seinem letzten Heimrennen in der Formel 1?

Auch das typisch-launische Wetter könnte wieder dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt. Vor allem für den Trainingsfreitag und den Quali-Samstag sind immer wieder Schauer und Gewitter vorhergesagt. Gerne erinnern wir uns noch an das chaotische Rennen im Vorjahr mit Max Verstappens wildem Husarenritt. Der Holländer reist nach seinem überlegenen Sieg in Mexiko sowieso mit breiter Brust nach Südamerika.

Die Strecke: Autodromo José Carlos Pace Sao Paulo

Sao Paulo gehört zu den Dinos im Kalender. Schon seit 1972 werden auf der berühmten Strecke in Interlagos (übersetzt: „zwischen den Seen“) Grand Prix Rennen ausgetragen. Damals lag die Piste noch im Brachland vor den Toren der Stadt. Mittlerweile hält die Krake Sao Paulo das 4,309 Kilometer lange Asphaltband fest umschlossen.

Der Grand Prix von Brasilien war in seiner Geschichte immer wieder Schauplatz berühmter Schlachten. Unvergessen bleibt der erste Heimsieg von Ayrton Senna 1991, bei dem er sich total erschöpft und von Krämpfen geschüttelt auf das Podium schleppte. Auch das Krimi-Finale 2008, als Lewis Hamilton Felipe Massa wenige Meter vor dem Ende den Titel wegschnappte, dürfte vielen F1-Fans noch gut in Erinnerung sein.

Vom Layout her hat der Autodromo José Carlos Pace alles zu bieten: Lange Vollgaspassagen wechseln sich mit schnellen und langsamen Kurven ab. 2 DRS-Zonen – auf der Ziel- und der Gegengerade – sorgen stets für viel Action. 800 Meter über Meereshöhe gelegen bedeutet das Rennen auch für die Turbos Schwerstarbeit. Nach den Erfahrungen von Mexiko (2.200 m) sollten die Ingenieure allerdings für diese Herausforderung gewappnet sein.

Fast Facts GP Brasilien

  • Streckenlänge: 4,309 km
  • Rundenanzahl: 71
  • Renndistanz: 305.909 km
  • Streckenrekord: Rubens Barrichello: 1:09.822 min. (Quali, 2004)
  • Top-Speed: 341 km/h
  • Längste Vollgaspassage: 935 Meter (zwischen Kurve 12 & 1)
  • Geringste Geschwindigkeit: 80 km/h (Kurve 10)
  • Distanz von der Pole Position bis zur ersten Kurve: 334 Meter
  • Spritverbrauch: gering
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Bremsbelastung: gering
  • Reifenmischungen: soft / medium / hard
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 70 Prozent

Das Setup für den GP Brasilien

Infografik - Pirelli - GP Brasilien 2017 Foto: Pirelli

Die Einstellung des Fahrwerks ist durch das abwechslungsreiche Layout stets kompliziert. Aus den langsamen Kurven 8,9, 10 und 12 benötigen die Piloten gute Traktion und damit eine etwas weichere Abstimmung. Die schnellen Ecken (Kurven 3 bis 7) verlangen dagegen eine stabile Straßenlage. Hier muss der optimale Kompromiss gefunden werden. Ein Fragezeichen schwebt immer über dem Asphalt. In Sao Paulo werden die Ingenieure regelmäßig von neuen Bodenwellen überrascht, die von einem zum anderen Jahr entstehen.

Bei den Flügeln ist der richtige Mix aus Luftwiderstand und Abtrieb gefragt. Wegen der langen Geraden wird der Heckflügel nicht maximal angewinkelt. Vorne wird dagegen tendenziell etwas mehr Anstellung gefahren, damit das Auto auf der Vorderachse stabil in die schnellen Kurven einlenkt. In puncto Bremsbelastung gibt es dagegen keine großen Herausforderungen. Auch bei den Reifen sollte es keine Dramen geben: Mit der Mischung „medium“ als dritter Option neben „supersoft“ und „soft“ geht Pirelli kein Risiko. Wir erwarten wieder ein Einstopp-Rennen.

Technische Upgrades:

Die WM ist gelaufen. Große Upgrade-Pakete dürfte beim vorletzten Rennen der Saison niemand mehr aus dem Hut zaubern. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf die Technik. Jetzt kommt normalerweise die Zeit, in der die Ingenieure schon die ersten Experimental-Teile für die kommende Saison auspacken. Weil sich das Reglement über den Winter nicht groß verändert, können die Techniker aus den gesamelten Daten viel lernen.

Die Favoriten:

Wie schon seit Malaysia ist es schwer, einen konkreten Favoriten zu benennen. Mexiko galt eigentlich als Mercedes-Strecke, und dann fährt Max Verstappen allen um die Ohren. Der winklige Kurs in Brasilien sollte dem RB13 noch mehr entgegenkommen. Doch die lange Bergauf-Gerade, die moderaten Temperaturen und die relativ harten Reifenmischungen sprechen eher für die Silberpfeile.

Aus Ferrari wurde man zuletzt nicht ganz schlau. Kimi Räikkönen konnte das ganze Potenzial des Autos nicht ausschöpfen. Und Sebastian Vettel hatte in den Rennen immer wieder mit unterschiedlichen Baustellen zu kämpfen. Sollte der Heppenheimer mal ein ganzes Wochenende problemfrei zusammenbekommen, ist auch er sicher ein heißer Sieganwärter.

Im Mittelfeld fuhr Force India zuletzt allen davon. Auch für Brasilien sehen wir Esteban Ocon und Sergio Perez wieder als vierte Kraft im Feld. Der Nichtangriffspakt im teaminternen Zweikampf wurde für Sao Paulo aufgehoben. Beide Piloten müssen nun zeigen, dass sie fair und vor allem ohne Kollision gegeneinander fahren können. Dahinter sehen wir Renault als aussichtsreichsten Kandidaten auf die letzten WM-Punkte.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Brasilien 2016:

Der Grand Prix Brasilien entwickelte sich im Jahr 2016 zu einer dramatischen Regenschlacht mit 2 Rennabbrüchen und 5 Safety-Car-Phasen. Nur die Frage nach dem Sieger stellte sich nicht. Lewis Hamilton fuhr von der Spitze weg einen überlegenen Erfolg heraus. Nico Rosberg hatte keine Chance den Teamkollegen herauszufordern. Der spätere Weltmeister konnte aber mit Rang 2 leben. Er sammelte wichtige WM-Punkte für den Titel.

Der große Star des Rennens hieß aber Max Verstappen. Im Go-Kart-Stil wählte der Holländer auf der feuchten Piste alternative Linien und überholte damit einen Konkurrenten nach dem anderen. Wenn sich Red Bull nicht mit der Taktik verzockt hätte, wäre Rosberg sicher nicht so einfach auf Platz 2 gefahren. Sebastian Vettel war das letzte Opfer von Verstappen. Der Ferrari-Pilot wurde 4 Runden vor dem Ziel vom Podiumsplatz gekickt.

Vettel hatte allerdings auch Glück, dass er bei einem Dreher in Runde 10 nicht schon ganz ausgefallen war. Viele seiner Kollegen schafften es bei den widrigen Bedingungen nicht ins Ziel. Zu den prominenten Crash-Opfern gehörten auch Kimi Räikkönen und Felipe Massa. Der Brasilianer feierte schon vor 12 Monaten einen emotionalen Abschied von seinen Fans. Da konnte noch niemand ahnen, dass Williams seine Dienste doch noch einmal in Anspruch nehmen musste. Dieses Jahr folgt nun Abschied Nummer 2.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die vielen Highlights des GP Brasilien 2016.

Zeitplan GP Brasilien 2017

SitzungStart (MEZ)
Freies Training 11. Training – Fr. 10. November – 13.00 Uhr
Freies Training 22. Training – Fr. 10. November – 17.00 Uhr
Freies Training 33. Training – Sa. 11. November – 14.00 Uhr
QualifyingQualifying – Sa. 11. November – 17.00 Uhr
RennenRennen – So. 12. November – 17.00 Uhr
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