Vorschau GP Brasilien

Jubiläum für Rubens?

Foto: dpa

Rubens Barrichellos Heimbilanz ist alles andere als berauschend. Bei elf Teilnahmen sprang lediglich ein vierter Rang im Jordan 1994 heraus. Zehn Mal fiel "Rubinho" aus. Dem Interlagos-Sieg des Brasilianers 2004 steht neben seinem traditionellen Heim-Pech vor allem der Teamkollege Michael Schumacher im Weg.

Michael Schumacher will sich in den Tagen vor dem letzten Saisonrennen in Sao Paulo (24.10.) nicht festnageln lassen, ob er seinem Teamkollegen zum Heimtriumph verhilft. Barrichello sei ein starker Fahrer und habe seine Schützenhilfe gar nicht nötig, sagt der Weltmeister.

Eine Bilanz von 13 zu zwei Saisonsiegen für den Deutschen spricht jedoch eine deutliche Sprache. Ohne Pech oder Fehler bei Schumacher kommt Barrichello nur selten nach ganz vorn. Barrichello träumt vor heimischem Publikum von seinem zehnten Gran Prix-Sieg insgesamt, Schumacher könnte dagegen sein Jahr mit dem 14. Saisonsieg krönen. Ein dritter Platz würde den 100. Besuch des Kerpeners auf dem Treppchen bedeuten. Nur wenn ihn der Rennverlauf einmal hinter den Teamkollegen spülen sollte, denkt Schumacher über Schützenhilfe für Barrichello nach.

Geheimtipp Montoya

Die Konkurrenz macht sich auch beim 18. Rennen keine großen Illusionen, wer das Zepter in der Hand hält. Bei Mercedes nimmt man immerhin das Thema Sieg - wenn auch ganz vorsichtig - in den Mund: "Natürlich wäre es schön, die Saison mit einem guten Ergebnis abzuschließen oder gar ein zweites Mal zu gewinnen", sagt Sportchef Norbert Haug.

Bei Williams-BMW träumt Ralf Schumacher von einem würdigen Abschluss, den er den Weißblauen bescheren will. Für Sportchef Mario Theissen wäre ein zweiter Rang wie in Japan ein "weiteres Highlight." Auffallend still verhält sich Juan Pablo Montoya. Der Kolumbianer stand zuletzt klar im Schatten von Ralf Schumacher und fiel überwiegend durch öffentliche Nörgeleien über Team und Sportbehörde auf.

Doch neben Barrichello feiert auch Montoya sein Heimspiel in Sao Paulo. Wegen der Nähe zu seiner Heimat Kolumbien reisen regelmäßig Tausende mit den in Gelb, Blau und Rot gehaltenen Landesflaggen in die brasilianische Metropole. "In Japan haben wir gezeigt, dass unser Auto konkurrenzfähig ist", sagt Montoya, der sich auf ein kolumbianisches Fahnenmeer und den Besuch seiner Familie freut.

Kaum Chancen für Renault gegen BAR

Titel sind in Brasilien keine mehr zu gewinnen, aber theoretisch kämpfen BAR-Honda und Renault noch um die Vize-Meisterschaft. Allerdings müsste die Renault-Mannschaft bei 16 Punkten Rückstand schon einen Doppelsieg bei gleichzeitigem Totalausfall von BAR hinlegen. Bei BAR muss der WM-Dritte Jenson Button sich nach dem Vertrags-Hickhack wieder auf's Autofahren konzentrieren. Bei Renault kämpft Jacques Villeneuve weiter um den Anschluss an die Spitze.

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