Vorschau GP China

Rennen der Superlative

Eine Viertelmillion Menschen soll die Tribünen am kommenden Wochenende zum ersten Großen Preis von China (Sonntag, 26.9.) säumen. Die Einnahmen werden dringend benötigt, denn der Formel 1-Tross kassiert für sein Gastspiel im Reich der Mitte die Rekordsumme von 25 Millionen Dollar.

Weil es noch nie ein 18. Rennen im Formel 1-Kalender gab und das Concorde-Agreement in diesem Fall die horrende Sonderzahlung an die Teams vorsieht, ist der Auftritt der aufwendigsten Rennserie der Welt in Shanghai ein Novum. Wenn am Sonntag (26.9.) um 8:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Startampel erlischt, werden 200.000 Zuschauer auf den Tribünen der 260 Millionen Euro teuren Rennstrecke erwartet. Insgesamt soll eine Viertelmillionen Chinesen das Rennwochenende genießen.

Die Werbetrommel musste der Verantalter nicht rühren, das Rennen ist ausverkauft. Schon zu den ersten Proberunden von Gerhard Berger in einem Ferrari erschienen im Juni 30.000 Fans. China ist nach Bahrain der zweite neue Formel 1-Standort in diesem Jahr. Weil Erfahrungswerte fehlen, bereiteten sich die Teams virtuell auf das Rennen vor.

Topspeed 330 km/h

Der vom deutschen Architekturbüro Tilke entworfene Kurs, der zufällig dem stilisierten Schriftzeichen für das Wort "shang" (=aufstrebend) entspricht, ist der viertlängste im Kalender. Für die 5,455 Kilometer lange Strecke mit ihren 14 Kurven errechnete der Simulations-Computer von Sauber eine Rundenzeit von 1:34,5 Minuten, was einem Schnitt von 205 km/h entspricht. Auf der 1.175 Meter langen Startgeraden sollen Topspeeds von knapp 330 km/h erreichbar sein. An zwei weiteren Stellen soll die 300er-Marke ebenfalls überschritten werden.

Natürlich heißt auch in China der hohe Favorit Ferrari. Eine Rolle könnten aber auch die zuletzt eher wenig erfolgreichen Renault spielen. Insgesamt fünf Mal pro Runde müssen die Autos nach engen Kurven aus einem Tempo von unter 100 km/h beschleunigen. Die dafür erforderliche gute Traktion ist die große Domäne der Renault.

Ralf Schumacher: "Ziemlich aufregend"

In Diensten der Franzosen findet sich auch einer von drei Formel 1-Rückkehrern im Cockpit. Nach seinem Rausschmiss bei BAR Ende 2003 gibt Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve als Ersatz für den in Ungnade gefallenen Jarno Trulli sein Comeback. Weil beim Italiener Giorgio Pantano wieder einmal die Geldquelle versiegte, kommt Jordan-Testfahrer Timo Glock zu seinem zweiten GP-Einsatz. Schließlich kehrt nach seinem Indianapolis-Unfall auch Ralf Schumacher in die Formel 1 zurück. "Es ist gut, wieder im Auto zu sitzen", sagt Schumacher. "Keiner kennt die Strecke in Shanghai. Das dürfte das Rennen ziemlich aufregend gestalten."

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