Vorschau GP England

Heimspiel für Hamilton

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Mit dem Grand Prix in Silverstone geht die Formel 1 am Sonntag (8.7.) in die zweite Saisonhälfte. Der neunte Lauf auf dem englischen Traditionskurs verspricht wie zuletzt einen silber-roten Zweikampf an der Spitze. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell durch die aktuelle Spionageaffäre.

In diesem Jahr wird der Grand Prix von Großbritannien für McLaren ein ganz besonderes Heimrennen. Shooting-Star Lewis Hamilton sitzt zum ersten Mal auf seiner Heimatstrecke in einem Formel 1-Cockpit. Der Meisterschaftsführende selbst spricht vom wichtigsten Rennen des Jahres. Die Erwartungen an den 22-Jährigen aus Hertfordshire bei London sind in jedem Fall hoch: Nach acht Podiumsplätzen in den ersten acht Rennen ist ganz England im Formel 1-Fieber. Auf ausverkauften Tribünen hoffen 120.000 Zuschauer auf erfolgreiche Hamilton-Festspiele.

Neben Hamiltons Teamkollegen Fernando Alonso wird vor allem Ferrari wie zuletzt versuchen, den englischen Fans die Suppe zu versalzen. In Silverstone wird sich zeigen, ob der Doppelsieg von Kimi Räikkönen und Felipe Massa beim Rennen in Magny-Cours nur eine Eintagsfliege oder eine echte Trendwende war. Die Italiener reisen optimistisch ins "Home of British Motor Racing" nach Silverstone. Die Streckencharakteristik komme eher den Roten aus Maranello entgegen, so die Analyse von Rennstratege Luca Baldissieri.

Duell mit besonderer Brisanz

Die sportliche Seite des Spitzenduells wird allerdings durch den Spionageskandal um Ferrari-Mechaniker Nigel Stepney überschattet. Aus Italien hört man immer wieder den Verdacht, der McLaren-Aufschwung in dieser Saison stehe in einem direkten Zusammenhang mit der Übergabe von internen Ferrari-Dokumenten. McLaren dementierte das zuletzt entschieden und ist zusammen mit der FIA weiter um Aufklärung bemüht.

Hinter dem Zweikampf an der Spitze hat sich BMW als dritte Kraft eingerichtet. "Wir haben uns bei den jüngsten Tests speziell auf das Rennen vorbereitet", kündigte Sportchef Mario Theissen an. In England wollen Heidfeld und Kubica an die guten Ergebnisse von Magny-Cours anknüpfen, als beide Autos in den Punkten ankamen. Dahinter konnte Renault zuletzt den Rückstand zwar etwas verkürzen, aber BMW nicht wirklich in Bedrängnis bringen.

Konditionell anspruchsvoll

Vom Layout der Strecke ist Silverstone einzigartig im Rennkalender. Besonders der erste Streckenteil mit den schnellen S-Kurven verlangt Auto und Fahrer alles ab. Hier kommt es vor allem auf Abtrieb und eine gute Balance an. Die Piloten müssen durch viele Richtungswechsel mit hohen Fliehkräften bis an ihr Limit gehen. Fahrfehler bei nachlassender Kondition vor allem gegen Ende des Rennens sind in Silverstone keine Seltenheit.

Ein weiteres Thema ist auch die Sicherheit in England. Nach den Anschlägen in London herrscht aktuell immer noch erhöhte Alarmbereitschaft bei den britischen Behörden. Die Polizei und die Veranstalter haben bereits angekündigt, die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal zu verstärken. Sowohl an der Strecke als auch auf den Parkplätzen wird das Personal aufgestockt, um die Sicherheit von Fahrern und Fans zu gewährleisten.

Sowohl das Qualifying am Samstag als auch das Rennen am Sonntag beginnen jeweils um 14.00 Uhr deutscher Zeit.

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