Vorschau GP England

Rennen trotz Terror

Foto: Wolfgang Wilhelm 29 Bilder

Trotz der Terroranschläge in der Innenstadt von London soll der Große Preis von England planmäßig stattfinden. Allerdings wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Silverstone verstärkt.

Als die Nachricht von den Terroranschlägen aus der Hauptstadt nach Northamptonshire durchdrang, wurden die Personenkontrollen am Eingang des Fahrerlagers in Silverstone verstärkt. Diverse Personen wurden aufgefordert, Taschen und Koffer durchsuchen zu lassen. Einige Mitglieder des Formel 1-Zirkus bekamen die Folgen der Anschläge indirekt zu spüren. Sie hatten Mühe, nach Silverstone zu kommen, denn der Verkehr in London liegt komplett lahm.

Davon abgesehen soll der 56. Große Preis von England planmäßig stattfinden. Die Strecke ist ausverkauft, am Rennsonntag werden 100.000 Zuschauer erwartet. Der britische Premierminister Tony Blair unterbrach den G8-Gipfel in Gleneagle und sagte: "Die Terroristen werden nicht gewinnen." Der Streckenbetreiber teilte mit, es gebe adäquate Sicherheitsvorkehrungen.

Lange Geraden, schnelle Kurven

Silverstone ist die drittschnellste Strecke im GP-Kalender. Mit drei langen Geraden ist eine hohe Motorleistung gefragt. Die schnellen Kurvenkombinationen erfordern zudem ein hohes Maß an Abtrieb, eine Domäne der Renault und McLaren-Mercedes. Dementsprechend ließ McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh verlauten, er erwarte einen Sieg.

McLaren ist klarer Favorit in England. Erst im Juni hat das Team ausgiebig auf dem ehemaligen Militärflugplatz getestet. "Ich liebe Silverstone. Es ist fahrerisch eine tolle Strecke", schwärmt Kimi Räikkönen. Die beeindruckende Vorstellung des Finnen in Frankreich hat die Gegner gewarnt. "Für uns ist höchstens eine Podiums-Platzierung drin", orakelt WM-Leader Fernando Alonso.

Jenson Button: "Extremer Patriot"

Mit einer Platzierung auf dem Treppchen wäre Jenson Button sehr zufrieden. Englands Rennhoffung kann das Rennen kaum erwarten. "Ich bin ein extremer Patriot. Es ist unglaublich, wenn ich dieses Meer von Junion Jacks sehe." Auch sein BAR-Honda-Team hatte einen sehr erfolgreichen Test auf dem 5,1 Kilometer langen Kurs.

Einen Test hätte das Williams-BMW-Team gerne gehabt. Das Desaster in Magny Cours ist der Mannschaft von Frank Williams und Mario Theissen noch immer ein Rätsel, doch es gab keine Zeit, um dem Übel bis zum England-GP (10.7.) auf den Grund zu gehen. Michael Schumacher mag sich zwar von der Titelverteidigung immer noch nicht trennnen, doch der Weltmeister hält sich mit Kampfansagen zurück. Zu klar war die Niederlage in Frankreich.

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