Vorschau GP Europa

Alles neu macht der Mai

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Die drei deutschen Fahrer freuen sich auf ihren Heim-Grand Prix, ob es in der Eifel viel für sie zu gewinnen gibt, ist die große Frage. Durch die Rückkehr von BAR-Honda und das neue Qualifikationssystem werden die Karten neu gemischt.

Die Formel 1 kehrt zurück in die Eifel und Michael Schumacher reibt sich schon die Hände: "Der Kurs liegt so nah an meiner alten Heimat Kerpen, dass man unwillkürlich noch etwas motivierter ist als sonst schon." Die Konkurrenz wird die Worte mit Grausen vernehmen, sagten doch Teamkollege Rubens Barrichello und Bruder Ralf dem siebenmaligen Weltmeister in Monaco laut nach, dass er ohnehin übermotiviert sei.

In jedem Fall wähnt man sich bei Ferrari (abgesehen von Imola) erstmals siegfähig. "Es ist noch nicht vorbei" warnt Teamchef Jean Todt die Gegner und Michael Schumacher fügt an: "Es gab in Monaco Phasen, wo ich trotz mehr Benzin das Tempo von Räikkönen mitgehen konnte. Daraus lassen sich einige Schlüsse ziehen."

Neue Quali hilft Ferrari

Ferrari muss vor allem an seinen Schwächen arbeiten - der Qualifikation. Da kommt es gelegen, dass am Nürburgring ein neuer Modus eingeführt wird. Ein einziges Einzelzeitfahren im Renntrimm entscheidet über die Startaufstellung und dürfte Ferrari in die Hände spielen, denn mit höherem Gewicht lassen sich die Bridgestone-Reifen für eine schnelle Runde leichter auf Temperatur bringen. Die Frage ist, ob die japanischen Gummis durchhalten.

Der Belag am Ring ist eigentlich sehr rau, aber es gibt wenig langgezogene Kurven. So hält sich der Verschleiß eigentlich in Grenzen. Bei der Reifenmischung ist Medium bis Soft angesagt. Die Strecke beansprucht die Hinterreifen sehr stark, so könnte Renault wie in Monaco Probleme bekommen.

Ross Brawn warnt vor BAR

BAR wird nach zwei Rennen Sperre zurückkehren. "Dem Team hat die Erholungspause sehr gut getan", sagt Teamchef Nick Fry. Mancher hat BAR-Honda ganz oben auf der Favoritenliste. "Als wir 1994 bei Benetton wegen angeblich verbotener Startautomatik verknackt wurden, sind wir gestärkt aus der Sache hervorgegangen", warnt Ferrari-Technik-Chef Ross Brawn.

Als klarer Favorit muss allerdings Monaco-Sieger Kimi Räikkönen gelten. Dem Finnen liegt der 5,1 Kilometer lange Eifelkurs ebenso wie den Autos von Adrian Newey. Schon 2003 brannte der Finne am Nürburgring ein Feuerwerk ab, bis der Motor schlapp machte.

Die Hoffnung auf ein spannendes Rennen und der Bruder-Zwist bei Familie Schumacher hat den Vorverkauf noch einmal ordentlich angeheizt. "Seit Monaco boomt es richtig", sagt Ring-Geschäftsführer Walter Kafitz. Zum verstärkten Zuschauerinteresse dürften auch die gesunkenen Preise beitragen. Statt für 470 Euro pro Wochenende kann eine Familie mit Kind den GP Europa 2005 für 300 Euro genießen.

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