Vorschau GP Europa

Fünf Deutsche beim Heimrennen

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Das einzige Formel 1-Rennen auf deutschem Boden verspricht auch im Jahr eins nach Schumacher einiges an Spannung. Neben dem ersten Eifel-Auftritt von Lewis Hamilton steht auch das Formel 1-Debüt von Markus Winkelhock am Sonntag (22.7.) unter besonderer Beobachtung.

An der Spitze wird sich wieder alles auf das Duell McLaren-Mercedes gegen Ferrari konzentrieren. Da müsste das launische Eifelwetter schon besondere Kapriolen schlagen, sollte der Sieger nicht von einem der Top-Teams kommen. Die Vorteile, die Ferrari zuletzt in Magny Cours und Silverstone hatte, werden auf dem Nürburgring allerdings nicht so deutlich ausfallen. Im Streckenprofil fehlen die von den Roten so geliebten schnellen Kurven. Auf langsameren Strecken hatten die Italiener dagegen bislang immer Schwierigkeiten, die Vorderreifen auf Temperatur zu bringen.

Mehrere Punktekandidaten

Hinter der Spitze werden sich vor allem Renault und BMW-Sauber um die verbleibenden Punkte streiten. Interessant wird auch sein, was beim Eifelrennen aus der Toyota-Wundertüte kommt. Das in Köln beheimatete Team zeigte in Silverstone überraschend guten Speed, als Ralf Schumacher im Qualifying immerhin auf Platz sechs fuhr. Auch Williams ist ein Kandidat für die Punkte, wenn das Team endlich seine Standfestigkeit in den Griff bekommt.

Vom Streckenprofil ist der Kurs etwas für Liebhaber eines runden Fahrstils. Lewis Hamilton müsste somit bei seinem Ring-Debüt auf Anhieb gut zurecht kommen. Auch Felipe Massa und Nick Heidfeld kommt die Streckencharakteristik entgegen. Für Heidfeld steht das Rennen in diesem Jahr allerdings unter besonderen Vorzeichen. Voraussichtlich zwei Tage nach dem Grand Prix wird er zum zweiten Mal Papa. „Geplant ist, dass das Kind am Dienstag (24.7.) auf die Welt kommt“, so der 30-Jährige, „aber man weiß es ja nie. Sie kommen, wenn sie wollen.“

Formel 1-Debüt beim Heimspiel

Neben Heidfeld werden noch vier weitere Deutsche auf heimischem Terrain an den Start gehen. Damit wird der Rekord vom Rennen in Indianapolis eingestellt, als Sebastian Vettel den verletzten BMW-Piloten Robert Kubica vertrat. Am Nürburgring feiert Markus Winkelhock sein Formel 1-Debüt. Der Waiblinger ersetzt im Spyker-Cockpit den Niederländer Christijan Albers.

Befürchtungen, dass das Formel 1-Interesse nach dem Rücktritt von Michael Schumacher nach der Saison 2006 zurückgehen könnte, bewahrheiteten sich übrigens nicht. Nach Angaben des Veranstalters wurden vor dem Grand Prix zwölf Prozent mehr Tickets verkauft als noch letzte Saison. Das gesteigerte Interesse hängt auch damit zusammen, dass die Fans nur noch ein einziges Rennen auf deutschem Boden sehen können. Seit dieser Saison findet der GP von Europa im jährlichen Wechsel in Hockenheim und am Nürburgring statt.

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