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Vorschau GP Italien 2017

Endlich wieder ein Ferrari-Heimsieg?

Ferrarl-Fans - GP Italien 2015 Foto: sutton-images.com 67 Bilder

Die Formel 1 verabschiedet sich mit dem Rennen in Monza aus Europa. Ferrari will endlich wieder die Tifosi mit einem Heimsieg beglücken, auf den man seit 2010 wartet. Wir blicken voraus auf den Klassiker im italienischen Highspeed-Tempel.

30.08.2017 Tobias Grüner, Andreas Haupt 1 Kommentar

Diese Weltmeisterschaft könnte spannender nicht sein. Keine Alleingänge mehr, sondern ein Duell Ferrari gegen Mercedes. Zwei Marken mit großer Tradition und Anziehungskraft. Seit dem GP Belgien spitzt sich die Saison auf einen Zweikampf zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton zu. Vierfacher gegen dreifachen Weltmeister. 46-facher gegen 58-fachen GP Sieger. Beide trennen in der WM derzeit nur sieben Punkte. Valtteri Bottas werden als Drittem nur noch Außenseiterchancen eingeräumt.

Und jetzt steht mit dem Rennen in Monza ein wahrer Dauerbrenner an. In der bisherigen Geschichte der Formel 1 richtete die Strecke im Umkreis von Mailand bis auf eine einzige Ausnahme jeden GP Italien aus. Nur 1980 trug die F1 den GP Italien in Imola aus. Weil in Monza renoviert wurde. Monza ist deshalb nicht einfach nur eine Rennstrecke. Monza ist ein Gefühl. Monza ist Leidenschaft. Monza ist Tradition. Monza ist der einzig verbliebende Highspeed-Tempel der Formel 1 mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 370 Stundenkilometer. Monza, das sind begeisterte Tifosi, die für Ferrari ihr letztes Hemd geben.

Allerdings müssen die Fans schon seit 2010 auf einen Heimsieg von Ferrari warten. Damals gewann Fernando Alonso in Rot. Doch seit dem GP Belgien ist klar, dass der SF70H auch besondern schnelle Kurse kann. Vettel will in Italien die WM-Führung verteidigen. Am besten geht das mit einem Sieg. Es wäre der vierte nach 2008, 2011 und 2013 (Toro Rosso + Red Bull). Ferrari gewann in Monza bisher 18 Mal. Jedoch kennt sich auch Hamilton mit Siegen im Königlichen Park aus. Er triumphierte 2012, 2014 und 2015 ebenfalls drei Mal. Dazu ritt der Mercedes-Pilot bereits fünf Mal auf die Pole. Das schafften sonst in Monza nur Juan Manuel Fangio und Ayrton Senna. Mit einer sechsten Pole würde Hamilton sich den Rekord alleine schnappen. Ebenso wie die Pole-Bestmarke, die er seit Belgien mit Michael Schumacher teilt.

Die Strecke: Autodromo Nazionale di Monza

5,793 Kilometer lang, rund 75 Prozent Vollgasanteil in der Vergangenheit und Durchschnittsgeschwindigkeiten im Qualifying von weit mehr als 250 km/h – Monza ist vor allem schnell. Neben den Motoren sind auch die Bremsen stark belastet. Vier Mal geht es pro Runde aus mehr als 300 km/h in die Eisen. Das ungewöhnliche Layout, das eigentlich nur aus Geraden besteht, die durch drei Kurven und drei Schikanen unterbrochen werden, ist immer wieder Garant für Action. Traktion und ein stabiles Auto über die Randsteine sind genauso gefragt wie ein kräftiger Motor und hohe Endgeschwindigkeiten. Auf den langen Vollgaspassagen sind enge Windschattenduelle keine Seltenheit. Überholmanöver sind somit auch ohne die Hilfe des Klappflügels möglich.

Ferrari-Fan - Formel 1 - GP Italien - Monza - 2. September 2016 Foto: xpb
Die Tifosi hoffen auf einen Ferrari-Heimsieg in Monza.

Die beiden DRS-Zonen befinden sich auf der Zielgerade und dem Vollgasstück zwischen Lesmo 2 und der Ascari-Schikane. Pirelli bringt wie im letzten Jahr die Mischungen „Medium“, „Soft“ und „Supersoft“. Jeder Fahrer hat nur einen Satz der härtesten Mischung bestellt. Der Softreifen variert je nach Pilot zwischen zwei und drei Garnituren. Hamilton und Bottas haben zum Beispiel je drei Sätze der gelbmarkierten Mischung verfügbar. Die Ferrari-Fahrer hingegen nur zwei, dafür aber zehn statt neun Sätze des allerweichsten Klebers in Monza.

Bei hohen Temperaturen und hohen Top-Speeds steigt vor allem bei den weichen Gummis die Gefahr von Blasenbildung auf der Schulterinnenseite. Pirelli schreibt einen Mindestreifendruck von 23 PSI an der Vorderachse und 21 PSI an der Hinterachse vor. Die Räder dürfen vorn maximal 3,0, hinten maximal 2,0 Grad nach innen gekippt sein. Regen könnte ein Faktor werden. Für Freitag und Samstag sagen die Wetterexperten mögliche Schauer voraus. Am Sonntag soll es hingegen trocken bleiben. Ein oder zwei Stopps könnten zum Sieg führen.

Rekorde könnten purzeln. Bislang steht die Pole-Bestmarke aus dem Jahr 2004. Aufgestellt von Rubens Barrichello in 1:20,089 Minuten. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 260,395 Stundenkilometern. Juan Pablo Montoya fuhr in der 1. Qualifikation damals sogar eine Zeit von 1:19.525 Minuten. Allerdings bestimmte der zweite Durchgang die Startreihenfolge. Das schnellste Rennen in Monza gab es 2003. Michael Schumacher siegte nach 1:14.19,838 Stunden. Monza ist im Kalender das kürzeste Rennen des Jahres.

Fast Facts zum GP Italien

  • Streckenlänge: 5,793 Kilometer
  • Rundenzahl: 53
  • Gesamtdistanz: 306,720 Kilometer
  • Anzahl Kurven: 11 (4 links, 7 rechts)
  • Rundenrekord: 1.21,046 min (Barrichello, 2004)
  • Pirelli-Reifen: supersoft/soft/medium
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Spritverbrauch: niedrig (79 % Vollgasanteil gesehen auf die Rundendistanz erwartet)
  • Bremsbelastung: hoch
  • Distanz Pole-Position zum Scheitelpunkte von Kurve 1: 638,1 Meter
  • Länge Boxengasse unter Speed-Limit: 418,8 Meter
  • Durchfahrszeit bei 80 km/h: 18,85 Sekunden

Updates:

Die Autos specken auf ein Minimum an Flügeln ab. So extrem wie in Monza gibt es das auf keiner anderen Strecke. Theoretisch könnten die Autos auch ohne Heckflügel fahren, sagen Ingenieure. Der Unterboden generiert dafür genügend Anpressdruck. Dann würden aber die Hinterreifen nicht ins gewünschte Arbeitsfenster kommen. Und in den schnellen Passagen von Lesmo 1 und 2 sowie Parabolica zu viel Zeit verloren gehen. Pirelli erwartet, dass die 2017er Autos diese beiden Kurven 30 km/h schneller ansteuern als noch im Vorjahr.

Red Bull arbeitete in Spa bereits mit dem Monza-Flügel. Helmut Marko verspottete ihn als Flap. Mercedes bringt eine Abwandlung des Spa-Flügels. Ferrari soll angeblich für das Heimspiel einen komplett neuen Heckflügel auflegen. Dazu könnten die Italiener einen neuen Motor verbauen. HaasF1 hat den überarbeiteten V6-Turbo bereits seit Belgien im Antriebskontingent. In Monza zählt jedes PS. Anhaltspunkt: zehn zusätzliche PS bringen etwa zwei Zehntelsekunden pro Umlauf. In Monaco sind es zum Vergleich nur 0,12 Sekunden. Sagt Mercedes.

Bei McLaren bekommt Fernando Alonso den Honda-V6 Spec 3.6 eingebaut. Stoffel Vandoorne fuhr den Motor bereits eine Woche zuvor. Das Aggregat soll fünf PS mehr leisten. Es bleibt aber defektanfällig. Nach 35 Trainingsrunden starb der Honda-V6. Vielleicht ein gutes Omen: Vor 50 Jahren gewann Honda das einzige Mal als Konstrukteur den GP Italien. Mit John Surtees am Steuer des RA300 mit V12. Doch mit dem aktuellen Honda-V6 dürften kleine Punkte das allerhöchste der Gefühle sein. Selbst das scheint unwahrscheinlich.

Favoriten:

Es führt kein Weg an Mercedes und Ferrari vorbei. Die Silberpfeile behielten in Belgien mit Lewis Hamilton knapp die Oberhand. Doch Ferrari war im Rennen eigentlich stärker. Die Scuderia brennt nun auf den Sieg im Wohnzimmer. „Monza ist eine Strecke, die uns in den vergangenen Jahren gelegen hat“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Sie belohnt niedrigen Luftwiderstand und Spitzenleistung – beides zählt zu den Stärken unseres Pakets. In den Schikanen sind aber auch die Bremsstabilität und Grip in langsameren Kurven entscheidend. In diesen Bereichen hatte Ferrari einen Vorteil. Das Team, das den besten Gesamtkompromiss findet, wird die Nase vorne haben.“

Perez, Hülkenberg & Ocon - GP Belgien 2017 Renault will WM-Rang 5 Keine Angst vor Monza

Red Bull ist mit dem Renault-V6 im Heck und der Fahrzeug-Philosophie kein Gegner für die WM-Anwärter. Zumal Daniel Ricciardo und Max Verstappen Startplatzstrafen für den Wechsel von Antriebskomponenten kassieren werden. Das Team hat das bereits angekündigt. Es macht Sinn, den Pool auf einer Strecke aufzufüllen, auf der man sich wenig bis keine Chancen ausrechnet. Von weit hinten werden Ricciardo und Verstappen einige Überholmanöver setzen müssen, um in die Punkte zu kommen.

Renault könnte als Erster profitieren. Das französische Team geht optimistisch in den GP Italien. Mit Spannung werden Fans den teaminternen Zwist bei Force India verfolgen. Welche neuen Spielregeln wird das Team festlegen, um Sergio Perez und Esteban Ocon zu bändigen?

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Italien 2016

Lewis Hamilton bestimmte das Wochenende. Bis er den Start versaute und von Platz eins bis auf Rang sechs zurückfiel. Nico Rosberg dankte, und sicherte sich seinen ersten Sieg in Italien. Hamilton arbeitete sich immerhin noch auf den zweiten Platz vor. Der spätere WM-Zweite überquerte den Zielstrich 15 Sekunden nach Rosberg.

Hamilton überholte auf der Strecke Ricciardo und Bottas. Die Ferrari kassierte er durch die bessere Boxenstrategie. Sebastian Vettel musste sich mit dem letzten Podestplatz abfinden. Vor Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari. Dahinter balgten sich Ricciardo und Bottas. Mit dem besseren Ende für den Australier. Verstappen, Perez, Felipe Massa und Nico Hülkenberg vervollständigten die Top 10.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights vom GP Italien aus dem Vorjahr.

SessionTermin
Freies Training 1Freitag, 1. September - 10 Uhr
Freies Training 2Freitag, 1. September - 14 Uhr
Freies Training 3Samstag, 2. September - 11 Uhr
QualifikationSamstag, 2. September - 14 Uhr
RennenSonntag, 3. September - 14 Uhr
Neuester Kommentar

Als eingefleischter Ferrari Fan muss ich zugeben das auf der Strecke Ferrari gegen Mercedes kein Land sehen wird. Der Motor des Mercedes ist einfach stärker und in der Aerodynamik sind sie auch ganz gut. Im Besten Fall wird ein Ergebnis wie in Spa für Ferrari herauskommen. 2x Mercedes Vorne und dann vielleicht S. Vettel. Reifen schonen ist hier auch kein großes Thema. Für Boxentaktik also weniger Spielraum.

Macht aber die WM umso spannender.

Ich bin nur sauer auf Ferrari wegen der Vertragsverlängerung bei Kimi Raikönen, es hätte Bessere gegeben die während eines ganzen Rennen Lust haben. So gut finde ich ihn sowieso nicht, total überbewertet der Mann.

Quadmoto 31. August 2017, 07:05 Uhr
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