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Vorschau GP Kanada 2017

Mercedes und Hamilton unter Zugzwang

Sebastian Vettel - GP Kanada 2016 Foto: sutton-images.com 65 Bilder

Nach dem Stadtkurs von Monaco steht nun die Power-Strecke in Montreal auf dem Programm. Behauptet Ferrari weiter die Spitze? Oder schlägt Mercedes zurück? Die Antworten gibt es in Kanada. Wir haben die letzten Infos in unserer Vorschau.

07.06.2017 Tobias Grüner, Andreas Haupt 5 Kommentare

Nach Siegen steht es 3 zu 3 zwischen Ferrari und Mercedes. Und doch sind sich die Experten nach dem GP Monaco 2017 einig. Ferrari ist das Team, das es bei den nächsten Rennen und wahrscheinlich im Titelkampf zu schlagen gilt. Die roten Autos dominierten im Fürstentum: Doppel-Pole und Doppelsieg. Sebastian Vettel ist Lewis Hamilton in der WM bereits um 25 Punkte enteilt. In der Team-Wertung führt Ferrari mit 196 zu 179 Zählern.

Der SF70-H ist unter allen Bedingungen schnell. Ob kalt oder warm, viel oder wenig Sprit, weiche oder harte Reifen. Während Ferrari das magische Reifenfenster zuverlässig trifft, schießt der Mercedes W08 entweder über das Wärmeziel hinaus oder die schwarzen Gummis bleiben zu kalt. Da kommt das Rennen in Kanada ganz recht, sollte man meinen. Hamilton gewann die letzten zwei GP in Montreal. Insgesamt triumphierte der dreifache F1-Champion schon fünf Mal auf der Ile Notre Dame. Darunter sein erster Sieg überhaupt 2007.

Allerdings ist der Motorenvorteil von Mercedes dahin. Ferrari hat in dieser Beziehung gleichgezogen. V6-Turbo und die Elektromaschinen sind auf dem Niveau des Klassenprimus der letzten drei Jahre. Das verspricht ein spannendes Wochenende.

Die Strecke – Circuit Gilles Villeneuve

Nach dem Klassiker in Monaco steht in Montreal der nächste Stadtkurs auf dem Programm. Vom Layout ist der Circuit Gilles Villeneuve auf der Ile Notre Dame mitten im Sankt-Lorenz-Strom aber nicht mit dem engen Gewurschtel im Fürstentum zu vergleichen. Sechs Mal beschleunigen die Autos auf der 4,361 Kilometer-Runde auf mehr als 250 km/h. Und ebenso oft müssen die Piloten knallhart in die Eisen steigen.

Um schnelle Rundenzeiten zu erreichen, müssen die Autos in den Schikanen aggressiv über die Kerbs. Besondere Gefahr droht den Karbon-Rennern durch die engen Mauern am Kurvenausgang. Vor allem die Bande in der Zielschikane ist schon vielen großen Namen zum Verhängnis geworden, was ihr den Spitznamen „Wall of Champions“ einbrachte. Dank der langen Geraden – inklusive DRS-Zonen nach der Haarnadel und auf der Ziel-Passage – ist Überholen in Kanada kein Problem. Hier lassen sich stets spannende Windschattenduelle beobachten.

Fast Facts zum GP Kanada 2017

  • Streckenlänge: 4,361 Kilometer
  • Rundenzahl: 70
  • Renndistanz: 305,270 km
  • Rundenrekord im Rennen: 1:13.622 Min. (Rubens Barrichello, 2004)
  • Kurven: 14 (6 links, 8 rechts)
  • Vollgas-Anteil (Rundenzeit): 60 Prozent
  • Gangwechsel pro Runde: 50
  • Distanz Pole Position zum Scheitelpunkt Kurve 1: 362,1 Meter
  • Länge der Boxengasse: 401,1 Meter
  • Zeit in der Boxengasse bei Speedlimit: 18,05 s
  • Reifen: Ultrasoft / Supersoft / Soft
  • Reifenverschleiß: niedrig
  • Bremsbelastung: hoch
  • Spritverbrauch: hoch
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent
  • DRS-Zonen: 2 – Zielgerade & Gerade vor Zielschikane

Setup:

Die langen Geraden verlangen nach einem guten Top-Speed. 60 Prozent einer Runde fahren die Fahrer mit Volllast. Mit zu viel Luftwiderstand verliert man Rundenzeit und wird für die Konkurrenz im Zweikampf zur leichten Beute. Die Flügel werden deutlich flacher gestellt als in Monaco. Die Ingenieure müssen in Sachen Anpressdruck aber einen guten Kompromiss finden, um in den kurvigen Abschnitten nicht zu viel Zeit zu verlieren. Wegen des Stop-&-Go-Charakters der Strecke sind Bremsstabilität und die Fahrbarkeit des Motors hier zwei besonders wichtige Faktoren. Die Bremsbelastung ist hoch. Der Fahrer steht für 19% einer Runde auf der Bremse. Als Verzögerung werden Werte von über 5 g erwartet. Die vielen harten Bremsvorgänge belasten das Material. Die Teams müssen für eine ausreichende Kühlung sorgen. Im Verkehr müssen die Piloten besonders auf die Bremstemperaturen achten.

Aus den engen Ecken heraus zählt vor allem eine gute Traktion. Auf der Hinterachse sollten deshalb etwas weichere Federn verbaut werden. Bei der Bodenfreiheit muss auf die Kerbs und einige Wellen im Asphalt geachtet werden. Außerdem sollten die Ingenieure bei der Wahl des Setups einkalkulieren, dass der Griplevel auf der nicht permanenten Rennstrecke über das Wochenende traditionell stark zulegt. Auch der wechselnde Wind ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Der Reifenverschleiß ist wegen des glatten Asphalts normalerweise kein großes Problem. Pirelli bringt wie schon im letzten Jahr die weichsten Mischungen nach Kanada: ultrasoft, supersoft und soft. Die Favoriten gehen teilweise unterschiedliche Wege. Vettel und Räikkönen wählten neun Ultasoft- und drei Supersoft-Sätze sowie einen Soft-Satz. Dagegen greift Hamilton auf einen Supersoft mehr und einen Ultrasoft weniger zurück. Teamkollege Bottas gönnt sich zwei Soft-Sätze, die Red Bull-Piloten fünf Mal den Supersoft.

Die Wettervorhersage verspricht im Vergleich zum Vorjahr wärmere Temperaturen. Am Freitag und Sonntag könnte es regnen.

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Monaco 2017 Foto: sutton-images.com
Sebastian Vettel hat nach dem Monaco-Sieg das Momentum auf seiner Seite.

Technische Upgrades:

Wir erwarten, dass die Teams ihre Rennautos mit Low-Downforce-Paketen bestücken. Kleinere Heckflügel senken den Luftwiderstand und bringen mehr Geschwindigkeit auf den Geraden. Übertreiben dürfen es die Teams aber nicht. Wer zu viel Anpressdruck opfert, leidet in den Kurven. Das kostet Zeit und strapaziert die Reifen.

Womöglich blicken einige Rennställe bereits weiter in die Zukunft und testen Neuteile für das Rennen in Aserbaidschan. So gesehen im Vorjahr bei Mercedes. Damals hatten die Silberpfeile am Trainingsfreitag einen Heckflügel mit Bananen-förmigem Hauptblatt ausprobiert.

Renault hat sein Motoren-Upgrade für Kanada bereits abgeblasen. Auch hinter Honda steht ein großes Fragezeichen. Der Fahrerlager-Funk meldet, dass die Japaner noch nicht bereit sind, den V6-Turbo zu stärken.

Die Favoriten:

In Kanada braucht man einen kraftvollen Motor. Das spielt Mercedes in die Karten. Wie aber schon oben erwähnt, muss Ferrari den direkten Power-Vergleich mit der silbernen Konkurrenz nicht mehr scheuen. Hamilton ist ein absoluter Kanada-Spezialist. Dafür ist das Momentum auf der Seite von Vettel, der das Rennen in Montreal 2013 gewinnen konnte.

Bottas schaffte in den letzten beiden Jahren (mit Williams) den Sprung auf das Podest. Und Räikkönen hat in Monaco gezeigt, dass mit ihm weiter zu rechnen ist. Um es so auszudrücken: Zwischen Ferrari und Mercedes werden wohl Kleinigkeiten entscheiden. Schon ein guter oder schlechter Trainingsfreitag kann das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Blickt man auf den bisherigen Saisonverlauf, hätte Ferrari auch in allen sechs Rennen siegen können. Mercedes nicht. Deshalb gehen die Italiener als leichter Favorit in den siebten WM-Lauf.

Das sieht auch der Titelverteidiger so: „Wir müssen für jeden Sieg, jede Pole Position, jeden Podestplatz und jeden Punkt mit allem, was wir haben, kämpfen. Man darf nicht mehr erwarten, dass die beiden Mercedes immer an der Spitze der Zeitenliste stehen“, sagt Teamchef Toto Wolff. „Angesichts des Streckenverlaufs könnte es für uns ein kniffliges Rennen werden. Gleichzeitig liegt die Strecke unseren beiden Fahrern. Es schmerzt, aber wir sind in diesem Jahr nicht die Favoriten in der Weltmeisterschaft. Im Moment ist das Ferrari. Sie haben ein sehr starkes Paket und wir müssen uns der Herausforderung stellen, um erneut zu beweisen, dass wir das Team sind, das es zu schlagen gilt.“

Auf Red Bull wartet ein schwieriges Rennen. Der Renault-Motor ist weder in der Spitzenleistung (Qualifying) noch über die Renndistanz auf dem Niveau der Konkurrenzprodukte. Allerdings hinkt Red Bull auch beim Chassis weiter hinterher. Trotz der Upgrades in den letzten Wochen.

Im Mittelfeld könnte Williams einen Aufschwung erleben. Highspeed-Pisten liegen dem Team traditionell. Auch mit Force India und HaasF1 ist dank Mercedes- beziehungsweise Ferrari-Power zu rechnen. Toro Rosso dürfte hingegen wie Red Bull etwas mehr leiden. Vor allem im Vergleich zum Grand Prix in Monaco. Renault sollte besser dastehen als noch in Monte Carlo. Die rote Laterne könnte McLaren-Honda tragen, weil Sauber trotz des 2016er Ferrari-V6 einen Leistungsvorteil hat.

So lief das Rennen im Vorjahr:

Ferrari vergab seine Siegchance durch eine falsche Taktik. Durch einen Raketenstart überflügelte Vettel das Mercedes-Duo um Pole-Mann Hamilton und Nico Rosberg auf den ersten paar hundert Metern.

Die roten Strategen taktierten in Folge eines Virtual Safety Cars in der Anfangsphase jedoch falsch. Man setzte Vettel auf eine Zweistopptaktik, während Mercedes Hamilton nur einmal zum Reifentausch bat. So gewann Hamilton mit letztlich gut fünf Sekunden Vorsprung. Mit dem SF70-H hat Ferrari die Pirelli-Gummis aber wie kein anderer im Griff. Was in dieser Saison für die Scuderia spricht.

Den dritten Rang sicherte sich Bottas, der vom siebten Startplatz aus vorpreschte. Dahinter lieferten sich Max Verstappen und Rosberg in den Schlussrunden einen sehenswerten und intensiven Zweikampf. Mit dem besseren Ende für den Youngster. Der spätere Weltmeister Rosberg war durch eine Berührung mit Hamilton in der ersten Kurve ins Feld zurückgefallen und wurde im Rennverlauf auch noch durch einen schleichenden Plattfuß eingebremst.

In unserer Galerie zeigen wir zur Einstimmung noch einmal die Highlights vom GP Kanada 2016.

SitzungStart (MEZ)
1. TrainingFreitag - 9. Juni - 16 Uhr
2. TrainingFreitag - 9. Juni - 20 Uhr
3. TrainingSamstag - 10. Juni - 16 Uhr
QualifyingSamstag - 10. Juni - 19 Uhr
RennenSonntag - 11. Juni - 20 Uhr
Neuester Kommentar

Hallo Klaus,

vielleicht ist es Dir entgangen, aber Ferrari Fans Kommentar ist ein knappes Jahr alt.

;p

Proesterchen 8. Juni 2017, 09:33 Uhr
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