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Vorschau GP Malaysia

Kann Vettel endlich kontern?

Formel 1-Tagebuch - GP Malaysia 2014 Foto: ams 62 Bilder

Nach drei Siegen von Lewis Hamilton hofft Sebastian Vettel in Malaysia auf die Trendwende. Doch Mercedes bringt ein größeres Upgrade-Paket zum Sauna-Spektakel. In unserer Vorschau gibt es die letzten Infos zum letzten Rennen in Sepang.

27.09.2017 Tobias Grüner 2 Kommentare

Für Sebastian Vettel wird es langsam eng. Nach dem Startunfall von Singapur und dem gleichzeitigen Sieg von Lewis Hamilton trennen den Heppenheimer nun schon 28 Zähler von seinem WM-Rivalen. Bei noch 6 ausstehenden Rennen darf sich Vettel nun nicht mehr viele Niederlagen gegen den Briten leisten. Am besten er fängt mit der Trendwende direkt in Malaysia an.

Dass man in Malaysia immer mit allem rechnen muss, zeigte das Rennen im Vorjahr. Vettel kollidierte am Start mit Nico Rosberg und schied früh aus. Auch Hamilton sah die Ziellinie nach einem Motorschaden nicht. Am Ende feierte Red Bull einen überraschenden Doppelsieg. Nach der starken Vorstellung von Singapur ist mit Max Verstappen und Daniel Ricciardo auch in diesem Jahr zu rechnen.

Prognosen sind in Sepang aber immer etwas Kaffeesatzleserei. Die Erfahrung aus 18 Jahren GP Malaysia hat uns gelehrt, dass das Wetter regelmäßig alle Vorhersagen auf den Kopf stellt. Chaos ist hier schon fast der Normalzustand. Man weiß nie, wann genau die täglichen Gewitter zuschlagen werden. Es würde passen, wenn das Wetter zur letzten Ausgabe des Tropen-GPs noch einmal verrückt spielt.

Die Strecke – Sepang International Circuit

Nach den vielen 90-Grad-Kurven in Singapur kommt der Sepang International Circuit deutlich flüssiger daher. Der vom deutschen Streckenarchitekten Hermann Tilke gezeichnete Kurs bietet einen gelungenen Mix aus langsamen und schnellen Kurvenkombinationen sowie zwei sehr langen Geraden. Am Ende der jeweils über 900 Meter langen Vollgaspassagen, auf denen auch die DRS-Zonen eingerichtet sind, ist jede Menge Überhol-Action garantiert.

Wegen der tropischen Temperaturen gehört Malaysia zu den anstrengendsten Rennen des Jahres. Ein wichtiges Thema sind auch immer Strategie und Reifenverschleiß. Normalerweise bringt Pirelli zum Hitzerennen immer die härtesten Mischungen. Diese Saison hat man mit Supersoft, Soft und Medium allerdings eine etwas weichere Kombination gewählt. Ein Grund dafür ist der neue Asphalt, der im Vorjahr verlegt wurde. Er ist nicht ganz so aggressiv wie die alte Unterlage.

Fast Facts GP Malaysia:

  • Streckenlänge: 5,543 Meter
  • Rundenzahl: 56
  • Renndistanz: 310.408 Kilometer
  • Anzahl Kurven: 15 (5 links, 10 rechts)
  • Distanz von Pole Position bis T1: 683 Meter
  • Rundenrekord: 1:33.074 Min. (M. Schumacher, 2004)
  • Längste Gerade: 920 Meter (12 Sekunden Vollgas)
  • Reifensorten: supersoft / soft / medium
  • Zeitverlust in der Boxengasse: 24 Sekunden
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent

Das Setup:

Trotz der langen Geraden werden die Teams beim Abtrieb wie schon in Singapur an die obere Grenze gehen. Die Rundenzeit wird vor allem in den langsameren Streckenteilen gemacht. Steile Flügel kosten zwar Top-Speed, wirken sich aber positiv auf der Uhr aus. Die Kurvenradien sind weiter als in Singapur, was die Gefahr von Untersteuern verringert. Der Frontflügel muss also nicht ganz so aggressiv auf Abtrieb getrimmt sein.

Dank des topfebenen Asphalts kann dank die Bodenfreiheit weit nach unten geschraubt werden. Zu hart sollte das Fahrwerk allerdings auch nicht ausgelegt werden, sonst leidet die Traktion aus den langsamen Kurven. Die Bremsbelastung ist durch die Hitze relativ hoch. Allerdings liegen zwischen den harten Verzögerungen vor den Kurven 1, 4, 14 und 15 jeweils längere Geraden, in denen sich die glühenden Scheiben wieder abkühlen können.

Updates GP Malaysia:

Für das Sauna-Rennen haben einige Teams noch einmal neue Teile angekündigt. Vor allem bei Mercedes soll ein größeres Paket kommen, das den Silberpfeil spürbar schneller machen wird. Von Ferrari haben wir noch nichts zum Thema Upgrades gehört. In Italien wird allerdings spekuliert, dass Vettel endlich den Motor der vierten Spezifikation bekommt, der noch einmal ein paar Extra-PS mobilisieren soll. Auch die Mercedes-Kundenteams Williams und Force India bekommen endlich die letzte Aussbaustufe des Mercedes-Aggregats.

Bis auf McLaren, wo neue Bargeboards ans Auto kommen sollen, hielten sich die meisten Teams mit großen Ankündigungen ins Sache Aerodynamik noch zurück. Etwas Neues gibt es allerdings in Sachen Fahrerpersonal: Junior-Pilot Pierre Gasly wird bei Toro Rosso Daniil Kvyat ersetzen und sein F1-Renndebüt feiern. Bei Sauber bekommt Ferrari-Nachwuchsmann Charles Leclerc die Chance, im ersten Training sein Talent zu zeigen. Marcus Ericsson muss in der Auftaktsitzung für den Monegassen auf die Ersatzbank.

Favoriten:

Das Layout des Sepang Internation Circuit spricht eindeutig für Mercedes. Der Silberpfeil ist mit seinem langen Radstand in den schnellen Kurven ganz in seinem Element. Dazu kommen noch die langen Geraden, auf denen Mercedes seinen Power-Vorteil ausspielen kann. Bei Ferrari muss man hoffen, dass Hitze und Reifenverschleiß das Pendel in die andere Richtung ausschlagen lassen. Oder dass es der Regengott gut mit den Italienern meint.

Die große Unbekannte heißt Red Bull. Der RB13 wurde über die beiden letzten Rennen massiv aufgerüstet. Wir sind gespannt, ob das neue Aero-Paket schon ausreicht, um Mercedes und Ferrari auf der schnellen Strecke von Sepang herauszufordern. Oder ob der PS-Nachteil des Renault-Aggregats am Ende doch wieder dazu führt, dass Daniel Ricciardo und Max Verstappen nur die dritte Kraft im Feld sind.

Auch im Mittelfeld sind Vorhersagen schwierig. Effiziente Autos sind gefragt, die sowohl schnelle Kurven als auch Top-Speed können. Wir rechnen hier vor allem mit Force India. Aber auch Renault und Haas haben wir bei der Vergabe der Punkte auf der Rechnung. Eigentlich müsste auch Williams gut sein. Doch das weiße Auto präsentierte sich zuletzt immer wieder als Wundertüte mit abwechselnd überraschend guten und dann wieder enttäuschend schlechten Leistungen.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Malaysia 2016

Der Grand Prix von Malaysia begann 2016 mit einem großen Knall. Im engen Kurvengeschlängel ging gleich mehreren Piloten der Platz aus. Im Duell gegen Max Verstappen bremste Sebastian Vettel sehr spät und räumte dadurch den vor ihm einbiegenden Nico Rosberg ab. Für Vettel war das Rennen direkt vorbei. Rosberg kämpfte sich noch auf Rang 3 zurück. Alles sah nach einem überlegenen Sieg für Lewis Hamilton aus, als in der 41. Runde plötzlich Rauch aus seinem V6-Turbo-Triebwerk aufstieg. Hamilton musste seinen Silberpfeil mit Motorschaden abstellen und fiel im WM-Kampf gegen Rosberg weit zurück.

Die großen Profiteure der Ausfälle und Kollisionen hießen Daniel Ricciardo und Max Verstappen, die sich im letzten Rennabschnitt einen heißen Kampf um den Sieg lieferten. Red Bull ließ seine beiden Piloten frei fahren, was Teamchef Christian Horner einige Schweißperlen auf die Stirn trieb. Am Ende setzte sich Ricciardo durch. Der Australier fuhr mit 2,2 Sekunden Vorsprung vor Verstappen über die Ziellinie und feierte seinen ersten und einzigen Saisonsieg.

In unserer Galerie haben wir noch einmal die Highlights vom GP Malaysia 2016.

SitzungStart (MEZ)
Freies Training 11. Training – 29. September – 05.00 Uhr
Freies Training 22. Training – 29. September – 09.00 Uhr
Freies Training 33. Training – 30. Septemberr – 08.00 Uhr
QualifyingQualifying – 30. September – 11.00 Uhr
RennenRennen – 1. Oktober – 09.00 Uhr
Neuester Kommentar

Um in Sepang gegen Mercedes zu gewinnen, muesste Ferrari ein Monster-Update gelingen. Mit Ausnahme von den ersten beiden, der neunten und der letzten Kurve gibt es keinen Abschnitt auf der Strecke, wo Ferrari keinen potenziellen Nachteil hat.
Der Wettergott kann es gerade in Malaysia auch nicht fuer Rot richten, das Regenrisiko ist extrem hoch und es ist kein Geheimnis, dass Ferrari Gummi auf der Strecke braucht und Mercedes das beste Fahrzeug auf gruenem Asphalt hat.
Einzig wenn aufgrund der Hitze am Mercedes die Reifen nach oben aus dem Temperaturfenster fallen, koennte das Ferrari helfen.

bkkmiwe 28. September 2017, 11:33 Uhr
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