Vorschau GP Malaysia

Zuversicht im deutschen Lager

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Michael Schumacher setzt beim Großen Preis von Malaysia auf die gute Aerodynamik und die hitzebeständigen Bridgestone-Reifen. Einen Sieg mag der Kerpener allerdings nicht voraussagen. Alle Prognosen sind ohnehin hinfällig, wenn der große Regen kommt.

Wer auch immer vorausgesagt hat, dass die große Hitze in Malaysia ausbleiben wird, lag falsch. Während der Mittagszeit kletterten die Thermometer schon am Donnerstag (16.3.) über 40 Grad. Ferrari-Fahrer Michael Schumacher bereitet das Wetter keine Sorgen: "Die Hitze macht unseren Reifen nichts aus", sagt der WM-Zweite.

In Malaysia ist aerodynamische Effizienz gefragt. Der 5,543 Kilometer lange Kurs 70 Kilometer südlich von Kuala Lumpur hat zwei lange Geraden, die hohe Top-Speed erfordern, dazu ein Dutzend mittelschneller Kurven, in denen hoher Abtrieb notig ist. Drei langsame Kehren fordern zudem eine gute Traktion. "Unsere Aerodynamik ist gut", sagt Michael Schumacher.

Honda: Fehlende Konstanz

Einen Ferrari-Sieg will der Rekord-Weltmeister aber nicht voraussagen, zu knapp lagen Renault, McLaren und Ferrari beim ersten Rennen in Bahrain zusammen. An die Stärke von Honda glaubt das Fahrerlager nicht so recht. Auf einer Runde sind die RA106 voll konkurrenzfähig, es mangelt im Rennen aber an Konstanz.

Große Spannung herrscht bei Williams. Einerseits kann der starke Cosworth-Motor auf den Geraden seine Qualitäten voll ausspielen, andererseits liegen dem FW28 vor allem Stopp and Go-Strecken wie in Bahrain. Ob das Team auf flüssigen Kursen ebenfalls bei der Musik ist, weiß Frank Williams erst am Sonntag.

Für Nick Heidfeld ist Sepang so etwas wie ein Heimspiel. Durch die lange Partnerschaft des Sauber-Teams mit dem einheimischen Sponsor Petronas wähnt man sich in Malaysia populärer als Ferrari. Zudem hat Heidfeld gute Erinnerungen an 2005: "Im vergangenen Jahr bin ich von Startplatz zehn aufs Podium gefahren, eines der aufregendesten Rennen überhaupt." Angst vor einem Motorschaden hat Heidfeld nicht. Die Panne bei Villeneuve in Bahrain war auf ein fehlerhaftes Teil an der Kurbelwelle zurückzuführen. Bei Heidfelds Motor sind Teile aus einer anderen Marge eingebaut.

Kommt der große Regen?

Ein kleiner Hoffnungschimmer bei Toyota: "Vielleicht sehen wir hier ein bisschen besser aus", sagt Ralf Schumacher. Zwar ist man dem Problem, dass die Reifen des TF106 kaum auf Temperatur zu bringen sind, kaum näher gekommen, doch die große Hitze könnte Toyota in Malaysia entgegen kommen.

Möglicherweise können alle Prognosen über Bord geworfen werden, wenn der große Regen kommt. Der Wetterbericht sagt an allen drei Tagen gerade für den Nachmittag eine hohe Wahrscheinlichkeit für Schauer voraus. Bei Bridgestone konnte man bei lausigem Wetter in Mugello mit Ferrari reichlich auf nasser Strecke üben und wähnt sich im Regen nach wie vor im Vorteil. Die Michelin-Ingenieure behaupten dagegen steif und fest, man habe auch bei schlechtesten Bedingungen gleichwertiges Material. Im Winter ließen die Michelin-Teams eigens zwei Mal die Piste in Jerez wässern, um Regenreifen zu testen.

Die Zeitverschiebung gegenüber Malasia beträgt sieben Stunden. Das Rennen beginnt am Sonntag (19.3.) um 08:00 Uhr MEZ (15 Uhr Ortszeit).

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