Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2021 Motorsport Images
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2021
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2021
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Vorschau GP Monaco 2022: Ende des Leclerc-Fluchs?

Vorschau GP Monaco 2022 Besiegt Leclerc den Heim-Fluch?

Charles Leclerc reist als Favorit zu seinem Heimrennen in Monaco. Bei seinen bisherigen Auftritten auf der GP-Strecke im Fürstentum erlebte der Ferrari-Pilot aber vor allem Frust und Enttäuschungen. In unserer Vorschau haben wir die letzten Infos zum Grand-Prix-Klassiker.

Nur sieben Tage nach der Hitzeschlacht in Barcelona gastiert der Formel-1-Zirkus dieses Wochenende an der Côte d’Azur. Das Traditionsrennen in Monte-Carlo ist immer noch eines der ganz großen Highlights im Kalender, obwohl die Überhol-Action regelmäßig zu wünschen übrig lässt. Auch mit der neuen Autogeneration, die in den ersten sechs Grands Prix des Jahres deutlich mehr Zweikämpfe produzierte, erwarten Experten keine große Besserung.

"Mit den neuen Autos geht das Überholen normalerweise immer eine Stufe leichter", rechnete Ferrari-Pilot Carlos Sainz vor. "In Barcelona war es immer sehr schwer zu überholen, jetzt war es nur noch schwer. In Monaco war das Überholen bisher immer unmöglich, jetzt wird es wahrscheinlich nur noch sehr schwer." Es bleibt also bei der alten Formel-1-Bauernregel, dass ein guter Startplatz nirgends so wichtig ist wie in Monaco.

Ganz neu ist in diesem Jahr der Zeitplan im Fürstentum. Früher wurden die ersten Trainings immer schon am Donnerstag absolviert. Die Ingenieure konnten dann am freien Freitag ausgiebig die Daten studieren und das Setup anpassen. Die Mechaniker bekamen genug Zeit, Schäden an den Autos zu reparieren. Damit ist jetzt Schluss. Der Klassiker in Monaco bekommt einen ganz normalen Zeitplan mit den ersten beiden Sessions am Freitagnachmittag.

Prognosen aufzustellen ist wie immer schwierig in Monaco. Die Strecke ist so speziell, dass die Erfahrungswerte der bisherigen Rennen nicht viel zählen. Max Verstappen reist sicher mit dem Rückenwind von drei Siegen in Folge ans Mittelmeer. Der Weltmeister hat gerade erst die Spitze in der WM-Wertung übernommen. WM-Konkurrent Charles Leclerc muss langsam mal zurückschlagen, bevor die Lücke zu weit aufreißt.

In Barcelona befand sich der Ferrari-Pilot schon auf dem besten Weg zum Sieg, als er von der Technik im Stich gelassen wurde. Ausfälle hat der Monegasse auch bei seinem Heimrennen schon reichlich produziert. Drei Mal ging er an den Start, drei Mal kam er nicht ins Ziel. Im vergangenen Jahr schnappte er sich die Pole Position, musste dann aber auf eine Teilnahme am Rennen verzichten, weil die Mechaniker einen Defekt an der Antriebswelle bzw. der Randnabe übersahen.

Der Monaco-Fluch zeigte sich zuletzt vor zwei Wochen, als Leclerc die Hafenrundfahrt mit einem 1974er Ferrari von Niki Lauda absolvieren durfte, aber nach einem Bremsdefekt in der Leitplanke landete. Auch das Wetter droht den Piloten dieses Jahr ein Bein zu stellen. Für den Rennsonntag ist nach den letzten Prognosen Regen vorhergesagt. Aber das kann sich an der Mittelmeerküste schnell ändern. Die Temperaturen sollen zwischen 23°C und 26°C im moderaten Bereich bleiben.

Die Strecke: Circuit de Monaco

Der GP Monaco ist ein Sonderfall im Grand Prix-Kalender. Das Urgestein unter den Rennen ist gefährlich und eng. Überholen ist fast unmöglich. Track-Limits sind hier kein Thema. Wer zu weit rausfährt, landet in der Bande. Jeder Ausrutscher wird hart bestraft. Beim Thema Sicherheit muss die FIA stets beide Augen zudrücken. Auslaufzonen sind Mangelware. Bei Kollisionen kommt es regelmäßig zum spektakulären Ping Pong zwischen den Leitplanken. Monaco ist die ultimative Stadtkurs-Herausforderung.

Weil es auf der schnellen Tunnel-Passage zu gefährlich ist, kommt der DRS-Klappflügel nur auf der Zielgeraden zum Einsatz. Allerdings erwies sich die künstliche Überholhilfe bisher immer als ziemlich ineffektiv. Positionswechsel im Rennen sind fast nur durch die Strategie möglich. Das Qualifying-Ergebnis verschiebt sich aber meistens nur noch in Nuancen. Wir sind gespannt, ob sich mit der neuen Auto-Generation irgendetwas an der Überholdiät ändern wird.

Für die Fahrer ist es in Monaco immer besonders wichtig, schnell einen guten Rhythmus zu finden. Vertrauen in das Auto und eine gute Balance bringen mehr Rundenzeit als maximaler Abtrieb oder gute Top-Speeds. Mit etwas Mut kann der Fahrer hier noch einen echten Unterschied machen. Weil viele Teams gerade erst in Barcelona große Update-Pakete vorgestellt haben, sind die Ersatzteillager nur spärlich gefüllt. Wer crasht, dem droht die Rückstufung auf eine ältere Spezifikation.

Fast Facts:

  • Rundenlänge: 3,337 km
  • Rundenzahl: 78
  • Renndistanz: 260,286 km
  • Rundenrekord: Max Verstappen – 1:14.260 min (2018)
  • Anzahl Kurven: 19 (8 links / 11 rechts)
  • Distanz von Pole Position bis Kurve 1: 114 m
  • Boxengassen-Zeitverlust: 22 Sekunden (323 m)
  • Top Speed: 292 km/h
  • Reifensorten: C3 / C4 / C5
  • DRS-Zonen: 1 – Zielgerade
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 80 Prozent
Pirelli Infografik - GP Monaco 2022
Pirelli
Pirelli bringt wie immer die weichsten Reifen. Und wie immer werden die Mischungen immer noch eine Stufe zu hart sein für den glatten Asphalt.

Setup:

Monaco ist die Strecke mit den geringsten Durchschnittsgeschwindigkeiten, den engsten Kurven und den meisten Lenkbewegungen. Top-Speed zählt hier wenig. Wer den meisten Abtrieb und die beste Traktion besitzt, kommt am schnellsten über die 3,337 Kilometer kurze Runde. Beim Anbremsen zeigen die Autos traditionell eine Tendenz zum Untersteuern, was die Ingenieure durch viel Abtrieb an der Front auszugleichen versuchen.

Die vielen Bodenwellen auf den öffentlichen Straßen verlangen auch dem Fahrwerk alles ab. Mehr Bodenfreiheit und eine weichere Abstimmung helfen nicht nur dabei die Schläge abzufedern, sondern auch der Traktion aus den vielen langsamen Ecken. Das Problem: Die neue Auto-Generation muss extrem tief auf dem Asphalt liegen, um Abtrieb über den Unterboden zu produzieren. Unter dem reduzierten Federweg leidet aber der mechanische Grip. Und die Gefahr steigt, dass die Renner von Bodenwellen ausgehebelt werden.

Monaco verlangt nicht nur beim Fahrwerk ein spezielles Setup. Für die enge Loews-Kurve muss sogar die Lenk-Übersetzung angepasst werden. Auch an die Motoren-Mappings legen die Ingenieure immer noch einmal Hand an: Gefragt sind eine gute Fahrbarkeit und viel Power in unteren Drehzahlen.

Pirelli bringt wie üblich die weichsten Mischungen im Sortiment. Allerdings sind die Sorten C3, C4 und C5 eigentlich immer noch zu hart für den glatten Asphalt. Wegen des geringen Verschleißfaktors halten alle Reifen in Monaco normalerweise fast die komplette Renndistanz durch. Das reduziert die Strategie-Optionen auf ein Minumum. Mehr als den einen Stopp, der vom Reglement vorgeschrieben ist, gibt es selten.

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Ja, der Klassiker gehört einfach dazu, auch wenn die Action im Rennen zu Wünschen übrig lässt.
Nein, es gibt mittlerweile viele bessere Strecken. Auf Monaco kann die Formel 1 verzichten.

Die Upgrades:

In Monaco darf man traditionell nicht viel Neues erwarten. Die Ingenieure schrauben hier einfach alles an die Autos, was Abtrieb bringt. So waren in den vergangenen Jahren immer mal wieder interessante Zusatzflügel zu entdecken. Mit der neuen Rennwagen-Generation lässt das Reglement aber kaum Freiheiten für Anbauten zwischen den Achsen. Außerdem verhindert der Budget-Deckel teure Sonder-Entwicklungen für Monaco.

Modifikationen sind vor allem bei Red Bull gefragt. Der DRS-Mechanismus wurde mit dem letzten Upgrade in Barcelona etwas filigraner ausgelegt, um Gewicht zu sparen. Das ging aber auf Kosten der Zuverlässigkeit. Noch unklar ist, ob Charles Leclerc für sein Heimspiel ein komplett neues Motorenpaket bekommt, oder ob Ferrari in Monaco noch einmal das erste Triebwerk reaktiviert. Das sollte eigentlich nur noch in Freitagstrainings zum Einsatz kommen.

Jede Menge Neuerungen gibt es in Monaco immer bei den Helmdesigns. Für den Klassiker lassen sich die Piloten jedes Jahr besonders auffällige Kreationen anfertigen. Nirgendwo sonst ist der Glamour-Faktor so hoch wie in Monte-Carlo.

Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Spanien - Barcelona - 21. Mai 2022
Motorsport Images
Kann Sebastian Vettel mit dem runderneuerten Aston Martin in die Punkte fahren?

Die Favoriten:

Nach drei Verstappen-Siegen in Folge wäre es mutig, gegen den Holländer zu wetten. Doch zumindest auf dem Papier sehen wir Charles Leclerc bei seinem Heimspiel mit den besseren Karten. Der Ferrari ist gutmütiger, leichter abzustimmen und verfügt über mehr Federweg auf der Hinterachse. Das sollte dem roten Auto einen Traktionsvorteil in den langsamen Passagen verschaffen. Dass Red Bull den besseren Top-Speed hat, ist in den engen Gassen des Fürstentums vernachlässigbar.

Große Spannung herrscht auch im Verfolgerfeld. Mercedes präsentierte sich zuletzt in Barcelona deutlich verbessert. Der Silberpfeil hat den Anschluss an die beiden Spitzenteams fast hergestellt. Dabei haben die Ingenieure das große Upgrade-Paket noch gar nicht richtig verstanden. Lewis Hamilton äußerte sich zuversichtlich, dass mit etwas Feintuning noch mehr aus dem Paket herausgeholt werden kann. Früher reiste Mercedes immer mit Sorge nach Monaco, weil der Silberpfeil traditionell zu lang war und man den Motorenvorteil nicht ausspielen konnte. Das gilt dieses Jahr nicht mehr.

Im Mittelfeld sind gar keine Prognosen möglich. Die Autos sind noch so neu und Monaco so speziell, dass sich erst im Training erste Tendenzen herauskristallisieren werden. Am Ende wird es wohl auch auf die Leistung des Fahrers ankommen. Monaco-Spezialisten wie Lando Norris, Fernando Alonso, Valtteri Bottas oder Pierre Gasly sehen wir als erste Punktekandidaten.

Interessant wird, wie unsere beiden deutschen Piloten abschneiden. Mick Schumacher landete im Vorjahr gleich zwei Mal in der Leitplanke und wird es dieses Jahr sicher etwas vorsichtiger angehen lassen. Sebastian Vettel hat mit dem runderneuerten Aston Martin wieder ein etwas schärferes Schwert für den Straßenkampf. Der Vorteil des neuen Pakets liegt vor allem darin, dass die Ingenieure beim Setup etwas flexibler sind und beim Hochschrauben des Autos nicht so viel Performance verloren geht.

Charles Leclerc - GP Monaco Historique 2022
Dani Reinhard
Letztes Jahr raste Leclerc im Qualifying in die Bande, dieses Jahr schlug der Monaco-Fluch beim Klassik-Event mit dem Ferrari 312 von 1974 erneut zu.

So lief die letzte Ausgabe – GP Monaco 2021

Das große Drama um Charles Leclerc haben wir schon angesprochen. Der Monegasse hatte seinen Ferrari im letzten Quali-Run in der Schwimmbadschikane in die Leitplanke geschmissen. Bei der Reparatur des Autos wurde ein kleiner Riss beim Übergang zwischen Antriebswelle und Radnabe übersehen. Bemerkt wurde das Problem erst vom Pilot selbst auf dem Weg in die Startaufstellung. Da war es aber schon zu spät. Der Platz auf der Pole Position blieb leer.

So hatte Max Verstappen am Ende leichtes Spiel. Der Holländer setzte sich direkt am Start in Führung. Sein erster Verfolger Valtteri Bottas musste nach dem Boxenstopp aufgeben. Die Radmutter vorne rechts ließ sich nicht lösen. So erbte Carlos Sainz den zweiten Platz. Der Spanier war zwar im letzten Stint schnell unterwegs, konnte Verstappen aber nie in Bedrängnis bringen. Der dritte Podiumsplatz ging an Lando Norris im hellblau lackierten McLaren.

Lewis Hamilton wurde ein Opfer der Strategie. Um das schwache Quali-Ergebnis (P7) zu korrigieren, holte der Mercedes-Kommandostand den Briten schon sehr früh an die Box. Wieder auf der Strecke hing der siebenfache Weltmeister aber hinter Pierre Gasly fest. Das ermöglichte es Sergio Perez und Sebastian Vettel per Overcut vorbeizuziehen.

Zur Einstimmung auf das Leitplanken-Spektakel zeigen wir Ihnen in der Galerie noch einmal die Bilder des GP Monaco 2021.

Zeitplan GP Monaco 2022

Session Termin
Freies Training 1 Freitag - 27. Mai - 14.00 Uhr
Freies Training 2 Freitag - 27. Mai - 17.00 Uhr
Freies Training 3 Samstag - 28. Mai - 13.00 Uhr
Qualifikation Samstag - 28. Mai - 16.00 Uhr
Rennen Sonntag - 29. Mai - 15.00 Uhr
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