Vorschau GP Monaco

Schluchtenflitzer

Der Große Preis von Monaco (22.5.) ist einer wie keiner. Der einzige Stadtkurs im Kalender ist enger, kürzer und buckliger als jede andere Strecke. Die besten Karten für den prestigeträchtigen Sieg im Fürstentum hat Spanien-Sieger Kimi Räikkönen.

Zum 51. Mal seit seinem Bestehen gastiert der Formel 1-Zirkus im Fürstentum Monaco, und zum ersten Mal nicht unter der Regentschaft von Fürst Rainer. Das seit 1955 ununterbrochen im Kalender verankerte Rennen in den Stadteilen Monte Carlo und La Condamine ist das letzte verbliebene Stadtrennen. Mit 3,340 Kilometern ist der Kurs der kürzeste von allen akutellen F1-Kursen. Dementsprechend müssen die Fahrer am Rennsonntag (22.5.) satte 78 Runden drehen.

Der GP Monaco erfordert eine komplett andere Abstimmung als bei den anderen Rennen. In der Aerodynamik ähnelt allenfalls der Hungaroring der monegasischen Strecke. Den Autos wachsen an allen erlaubten Ecken Zusatzflügel - Abtrieb ist Trumpf. Wegen der kurzen Geraden spielt die Höchstgeschwindigkeit keine Rolle. Zum Überholen reicht es ohne den guten Willen oder einem dummen Fehler des Vordermanns ohnehin nicht.

Pole Position ist entscheidend

Dementsprechend wichtig ist die Startposition. Die Pole ist in Monaco wichtiger als auf jeder anderen Strecke. Die meisten Teams bevorzugen eine Strategie mit vollen Tanks, um nicht ständig mit einem leichten Auto sinnlos im Verkehr der Schwergewichte zu stecken. Mit den aktuellen Regeln müssen die Topteams mit weniger Benzin fahren. Bei zu viel Gewicht werden sie in der Qualifikation durchgereicht.

Die besten Chancen hat in Monaco Spanien-Sieger Kimi Räikkönen. Sein McLaren-Mercedes ist allemal konkurrenzfähig und schont dazu die Reifen wie kein anderes Auto. So kann McLaren weiche Michelin-Gummis aufschnallen, damit im Training gute Zeiten fahren, ohne hohen Verschleiß im Rennen fürchten zu müssen.

Geheimtipp Trulli

Gute Chancen haben auch die Renault-Fahrer Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella. Der Renault hat das beste Chassis im Feld und verfügt über eine ausgezeichnete Traktion, die in den vielen langsamen Kurven in Monte Carlo wichtig ist. Ein heißer Tip ist auch Jarno Trulli. Sein Toyota gehört zu den besten Autos und der Italiener ist ein ausgezeichneter Zeitfahrer in der Qualifikation. Trulli weiß, wie man in Monaco gewinnt, er siegte im Vorjahr im Renault. Für Toyota wäre es der erste GP-Sieg.

Bridgestone setzte mit Ferrari eine zusätzliche Test-Session in Fiorano an, um sich auf Monaco vorzubereiten. Auch bei Bridgestone werden weiche Reifen aufgezogen, zumal der Belag auf den Straßen im Fürstentum glatt und wenig Reifen-mordend ist. Doch Bridgestone-Motorsport-Direktor Hiroshi Yasukawa räumt ein, dass Monaco eigentlich nicht zu simulieren ist. Die Reifen dürften für Ferrari kein so entscheidender Schwachpunkt wie in Spanien sein, doch Michael Schumacher kämpft mit einer anderen Schwierigkeit. Wegen seines Ausfalls in Barcelona muss er im Zeittraining als einer der ersten auf die Strecke.

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