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Rote Auferstehung?

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Michael Schumacher und Ferrari wollen in Imola (23.4.) endlich wieder auf die Siegerstraße einbiegen. Weltmeister Fernando Alonso wäre auch mit Rang zwei zufrieden, doch da wären auch noch Teamkollege Fisichella, Jenson Button und Kimi Räikkönen, die Ansprüche auf vorderste Plätze geltend machen.

Die Formel 1 freut sich über den Beginn der Europa-Saison - vor allem wegen der deutlich kürzeren Reisewege. Große Vorfreude, aber auch großer Druck lastet beim Heimspiel auf der Scuderia Ferrari. "Es ist für uns sehr wichtig, in Imola gut auszusehen", sagt Sportdirektor Stefano Domenicali. Die Truppe aus dem eineinhalb Autostunden entfernten Maranello kommt mit überarbeiteter Aerodynamik, höher drehenden Motoren und frisch aussortierten Bridgestone-Reifen nach Imola.

Dass Ferrari 2005 mit dem zweiten Rang von Michael Schumacher die stärkste Saisonvorstellung zeigte, darf die Roten nicht täuschen. Im Vorjahr hatte Michelin falsche Reifen gebacken, ein Fehler, auf den die Bridgestone-Teams in dieser Saison nicht bauen sollten. Dennoch herrscht im Lager der Roten große Zuversicht: "Wir glauben, dass wir nun ein Auto zum Gewinnen haben. Die Lücke war nicht sehr groß, und Imola wird das erste Rennen sein, wo wir aufschließen", sagt Michael Schumacher.

Fernando Alonso: "Kann nicht immer zehn Punkte holen"

Fernando Alonso hat in der Tabelle schon doppelt so viele Zähler (28) wie die ärgsten Verfolger Giancarlo Fisichella und Kimi Räikkönen (14) und wäre auch mit einem zweiten Rang zufrieden: "Es wird nicht einfach, hier zu gewinnen. Du kannst nicht immer zehn Punkte holen, manchmal sind auch acht oder sechs in Ordnung."

Während der Renault-Star auf eine sichere Zielankunft auf dem Podium hinarbeitet, will Teamkollege Giancarlo Fisichella den Sieg. Der Italiener hat nicht nur ein Heimspiel, sondern auch eine neue Motorenausbaustufe im Heck. Große Ambitionen hat auch Jenson Button. Bei den Tests in Barcelona glaubt man, die Reifen nun schneller auf Temperatur zu bringen und ein konstanteres Renntempo anschlagen zu können. Button gilt als Favorit für die Pole Position.

Großer Umbau für 2007

Imola fällt in einiger Hinsicht aus dem Rahmen. Die 4,933 Kilomter lange Berg- und Talbahn in der Emilia Romagna ist neben Istanbul und Interlagos eine der Strecken, die gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden. Damit sind die Nackenmuskeln der Fahrer vor allem rechts stark gefordert. Die Autos werden besonders auf den Randsteinen schwer gebeutelt. Nur wer mit einer weichen Abstimmung ohne Rücksicht auf Verluste über die Curbs räubern kann, ist auf der Piste mit ihren vier Schikanen schnell.

2006 fährt die Formel zum letzten Mal auf dem bekannten Streckenlayout. Der deutsche Architekt Hermann Tilke plant für 2007 einen großen Umbau, bei dem die Schikane vor Start und Ziel einer Geraden weichen soll. Das Ziel: Eine Verlegung des Fahrerlagers, um mehr Platz zu schaffen und bessere Überholchancen vor der Tamburello-Schikane.

Die schnelle Variante Alta ist schon jetzt modifiziert worden, um eine weitere Überholmöglichkeit zu schaffen. Denn wem nicht ein erfolgreicher Überfall in der Tosa-Kehre gelingt, steckt auf dem Rest der Strecke meist hilflos im Kolonnenverkehr fest. Abgesehen von Montreal mordet keine Strecke die Bremsen so wie Imola. In der Charakteristik ähnelt der Kurs dem in Bahrain - eine Strecke, die dem Ferrari zum Saisonbeginn besonders lag.

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