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Vorschau GP Singapur

Pflichtsieg für Ferrari

Sebastian Vettel - GP Singapur 2016 Foto: sutton-images.com 66 Bilder

Nach zwei Hamilton-Siegen in Folge muss Sebastian Vettel beim GP Singapur punkten. Der winklige Kurs, der dieses Jahr zum zehnten Mal auf dem Programm steht, scheint wie gemacht für Ferrari. Wir haben die letzten Infos in unserer Vorschau.

13.09.2017 Tobias Grüner 8 Kommentare

Mit dem Grand Prix von Singapur beginnt für die 10 Formel 1-Teams das große Überseefinale. 7 Rennen außerhalb des europäischen Kontinents müssen in gut 2 Monaten die Entscheidung im Meisterkampf bringen. Letztes Jahr trennten Hamilton und Rosberg zu diesem Zeitpunkt 2 Pünktchen. Nun reisen Hamilton und Vettel durch 3 Zähler getrennt nach Südost-Asien. Einen Fehler darf sich also keiner der beiden mehr erlauben.

Für Ferrari kommt der kurvige Stadtkurs gerade recht. Nach den Pleiten in Spa und Monza braucht die Scuderia dringend einen Sieg. Das Layout, die Hitze und die weichen Reifen sprechen auf dem Papier für einen weiteren Vettel-Sieg. Ähnliche Bedingungen herrschten auch in Monaco und Budapest, wo jeweils zwei Ferrari am Ende ganz oben auf dem Podest standen.

Für Mercedes ist Singapur nicht erst seit der unerwarteten Niederlage in der Saison 2015 eine Angststrecke. Neben dem mangelnden Speed hatten die Silberpfeile beim Nachtrennen auch überdurchschnittlich oft mit Technik-Problemen zu kämpfen. Neben Ferrari will auch Red Bull von den besonderen Bedingungen profitieren. Der RB13 präsentierte sich zuletzt stark verbessert. Gerne würden Ricciardo und Verstappen in den Titelkampf grätschen.

Die Strecke: Marina Bay Street Circuit

Der 5,073 Kilometer lange Kurs im Stadtteil Marina Bay führt die Piloten zu 70 Prozent über öffentliche Straßen. Auch wenn in diesem Jahr mehrere Passagen neu asphaltiert wurden, dürfte sich der Griplevel wieder am unteren Rand der Skala befinden. Die regelmäßigen Regengüsse verhindern zudem, dass sich eine klebrige Gummischicht auf der Ideallinie bilden kann.

Die vielen Bodenwellen machen den Ritt durch den Leitplankendschungel für die Piloten zur Tortur. Als wären Temperaturen von über 30°C und eine Luftfeuchtigkeit auf Sauna-Niveau nicht schon anstrengend genug. Viele Stellen zum Ausruhen gibt es auf dem winkligen Stadtkurs nicht. 23 Kurven sind Rekord im Kalender. Und jeder kleine Fehler kann in der Bande enden.

Trotz zweiter DRS-Zonen (Zielgerade & Passage T5-T7) ist das Überholen schwierig. Bei einer Rennzeit von fast 2 Stunden muss die Kondition passen. Sonst sinkt die Konzentration in den letzten Runden. Viele Fahrer bezeichnen den GP Singapur als das körperlich anstrengendste aller Rennen. Wir sind gespannt, ob die Unfallrate mit den neuen Autos im Vergleich zu den letzten Jahren steigt.

Fast Facts zum GP Singapur

  • Streckenlänge: 5,065 Kilometer
  • Anzahl Runden: 61
  • Renndistanz: 308,828
  • Rundenrekord (Rennen): Daniel Ricciardo, 1:50.041 Min (2015)
  • Distanz von Pole Position bis T1: 301 Meter
  • Längste Gerade: 832 Meter (vor T7)
  • Anteil der Bremsphasen an der Rundenzeit: 20 Prozent
  • Vollgasanteil: 49 Prozent
  • Reifensorten: Ultrasoft / Supersoft / Soft
  • Reifenverschleiß: gering
  • Bremsenverschleiß: hoch
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: hoch (9 von 9 Rennen)

Das Setup:

Pirelli - GP Singapur - Daten & Fakten - 2017 Foto: Pirelli
Pirelli kommt mit den weichsten Mischungen nach Singapur - Soft, Supersoft und Ultrasoft. Trotzdem erwarten wir nur einen Stopp.

Die Stop-and-Go-Charakteristik führt in Verbindung mit den hohen Außentemperaturen zu einer hohen Bremsbelastung. Entsprechend groß müssen die Belüftungshutzen dimensioniert sein. Auch die Balance ist wichtig. Ein stabiles Auto bringt Vertrauen und Zehntel auf der Uhr. Die Einstellungen des Flügelwerks ist ebenfalls extrem. Die vielen rechtwinkligen Kurven verlangen maximalen Abtrieb. Obwohl es für einen Stadtkurs ungewöhnlich lange Geraden gibt, ist Top-Speed zweitrangig – ganz im Gegensatz zum vergangenen Rennen in Monza.

Das Fahrwerk muss weich und hoch eingestellt werden, um Bodenwellen und Kerbs abzufedern und ein Aufsetzen des Unterbodens zu verhindern. Aus den langsamen Kurven ist eine gute Traktion gefordert. Reifenverschleiß ist wegen der vielen Beschleunigungsphasen und der wenigen schnellen Kurven höchstens auf der Hinterachse zu spüren. Nach Sonnenuntergang sinken die Asphalt-Temperaturen extrem ab, wodurch sich der Gummi-Abbau in Grenzen hält.

Die Updates:

Neben dem Europa-Auftakt in Barcelona ist Singapur für die Ingenieure der zweite wichtige Termin des Jahres. Viele Teams reisen mit neuen Teilen im Gepäck zum ersten der letzten sieben Übersee-Rennen. Wir erwarten an allen Autos Upgrades, die vor allem darauf ausgelegt sind, den Abrieb zu erhöhen. Konkrete Ankündigungen gibt es nicht. In Monza haben wir allerdings schon Gerüchte gehört, dass Red Bull noch einmal ordentlich nachlegen will.

Die Favoriten:

Das Rennen in Monza hat für Nervosität bei Ferrari gesorgt. Die klare Niederlage kam nicht erwartet. In Singapur müssen die Italiener zurückschlagen. Wenn man hier nicht gewinnt, kann Vettel den Meisterkampf fast schon abhaken. Bei Mercedes schiebt man die Favoriten-Rolle natürlich gerne ins Lager der Roten. Monza hat aber auch gezeigt, dass der Silberpfeil in Sachen Traktion aus engen Kurven stärker geworden ist und die Ingenieure an den Problemen von Monaco gearbeitet haben.

Die große Unbekannte ist Red Bull. Ricciardo und Verstappen haben in Monza freiwillig Motoren-Strafen gezogen, um bestens vorbereitet nach Singapur zu reisen. Wir sehen Ferrari und Mercedes immer noch leicht vorne. Der Abstand dürfte aber nicht besonders groß ausfallen. Die beiden Top-Teams dürfen sich somit keinen Fehler erlauben.

Auch im Mittelfeld dürfte es im Vergleich zu Monza zu Verschiebungen kommen. McLaren und Renault werden um den Titel „Best of the Rest“ kämpfen. Williams und Haas dürften es dagegen schwer haben, in die Punkte zu fahren. Für ein Fragezeichen sorgen allerdings die großen Upgrade-Pakete, die das gewohnte Kräfteverhältnis durcheinanderwirbeln könnten.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Singapur 2016

Start - GP Singapur 2016 GP Singapur 2016 (Rennen) Rosberg feiert dritten Sieg in Folge

Gutes Omen für Vettel? Im Jahr 2016 standen die Vorzeichen ähnlich wie heute. Der Abstand zwischen Herausforderer Nico Rosberg und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton betrug lediglich 2 Punkte. Am Ende konnte Rosberg mit dem Sieg in seinem 200. F1-Rennen die Führung in der Tabelle übernehmen. Er sollte sie bis zum Jahresende auch nicht mehr abgeben. Hamilton kam dagegen das ganze Wochenende nicht in die Gänge. Mit Rang 3 betrieb er am Ende nur Schadensbegrenzung.

Rosbergs Gegner um den Sieg hieß überraschenderweise Daniel Ricciardo. Der Australier war 16 Runden vor Schluss an die Box gekommen, um sich frische Supersoft-Reifen abzuholen. Damit machte er in der Endphase des Rennens ordentlich Attacke. Auf dem Zielstrich trennten den Mercedes und den Red Bull auf den ersten beiden Plätzen nur 0,4 Sekunden.

Vettel hatte 2016 im Qualifying mit Technikpech zu kämpfen. Ein gebrochener Umlenkhebel der Hinterradaufhängung sorgte dafür, dass der Ferrari mit der Startnummer 5 aus der letzten Reihe losfahren musste. Mit einer alternativen Zweistopp-Strategie schaffte es der Heppenheimer am Ende noch bis auf Position 5 nach vorne. Für Nico Hülkenberg war Singapur 2016 keine Reise wert. Nach wenigen Metern kollidierte der damalige Force India-Pilot im Startgetümmel.

In unserer Galerie haben wir noch einmal die Bilder des Singapur-Spektakels 2016.

Zeitplan GP Singapur 2017

SessionTermin
Freies Training 1Freitag, 15. September - 10.30 Uhr
Freies Training 2Freitag, 15. September - 14.30 Uhr
Freies Training 3Samstag, 16. September - 12.00 Uhr
QualifikationSamstag, 16. September - 15.00 Uhr
RennenSonntag, 17. September - 14.00 Uhr
Neuester Kommentar

@Proesterchen: Das sehe ich noch nicht. Ich glaube irgendwie, dass alles ganz anders kommt als vermutet.

EffEll 14. September 2017, 11:53 Uhr
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