Sebastian Vettel - Ferrari & Valtteri Bottas - Mercedes - F1-Test - Barcelona - 2019 Motorsport Images
Nico Hülkenberg - Formel 1 - GP Spanien 2018
Stoffel Vandoorne - Formel 1 - GP Spanien 2018
Daniel Ricciardo - Formel 1 - GP Spanien 2018
Esteban Ocon - Formel 1 - GP Spanien 2018
Ferrari-Fan - Formel 1 - GP Spanien 2018 62 Bilder

Vorschau GP Spanien

Ferrari-Attacke mit Motor-Upgrade

Ferrari muss beim Europa-Auftakt in Barcelona zur starken Form der Wintertests zurückfinden. Die Frage lautet: Wie verschieben die vielen Upgrades das Kräfteverhältnis? Die letzten Infos zum GP Spanien gibt's in unserer Vorschau.

Die ersten vier Rennen des Jahres konnten die neutralen Formel-1-Fans noch nicht vom Hocker reißen. Die Silberpfeile flogen von Doppelsieg zu Doppelsieg. Ferrari und Red Bull kämpften jeweils nur um den Platz auf der untersten Stufe des Podiums. Doch das soll sich in Barcelona ändern. Beim großen Europa-Auftakt planen die Verfolger den Machtwechsel.

Mut machen dabei die Leistungen bei den Wintertestfahrten. Während Mercedes bei den Probefahrten noch einige Kinderkrankheiten in puncto Aerodynamik aussortieren musste, drehten Sebastian Vettel und Charles Leclerc im Eiltempo ihre Runden. Auch Red Bull zeigte sich zufrieden, obwohl zwei Unfälle von Pierre Gasly das Programm etwas durcheinander wirbelten.

Umso überraschender für alle Experten kam dann die Siegesserie von Mercedes. Sie wurde aber auch dadurch begünstigt, dass sich die Konkurrenz in entscheidenden Momenten immer wieder Fehler erlaubte. Sollten Ferrari und Red Bull sauber durch das Wochenende kommen, müssen sich Lewis Hamilton und Valtteri Bottas auf erhöhte Gegenwehr einstellen.

Wie immer in Barcelona bringen die großen Update-Pakete zusätzliche Würze ins Spiel. Alle drei Top-Teams haben neue Teile angekündigt. Mit Freude dürften die Ingenieure den Wetterbericht gelesen haben. Regen, der die Trainingsarbeit stören könnte, ist nicht in Sicht. Die Höchsttemperaturen sollen nur knapp über der 20°C-Marke liegen, was auch an der Reifenfront für Ruhe sorgen dürfte.

Die Strecke – Circuit de Barcelona-Catalunya

In Sachen Layout lauern beim GP Spanien keine großen Überaschungen auf die Ingenieure und die Fahrer. In den beiden Testwochen haben die Teams vor der Saison bereits unzählige Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya abgespult. Das 4,655 Kilometer lange Asphaltband bietet eine gute Mischung aus verschiedenen Elementen. Deshalb wird der Kurs auch als idealer Gradmesser für den Rest der Saison angesehen. Wer hier schnell ist, sollte auch auf anderen Strecken gut aussehen.

Schnelle Kurven mit hohen Fliehkräften wechseln sich in Barcelona mit langsamen Ecken ab. Vor allem Allrounder sind hier gefragt. Trotz zweier DRS-Zonen und der mehr als einen Kilometer langen Gerade, ist das Überholen traditionell sehr schwierig. Grand Prix-Rennen in Barcelona gehören normalerweise nicht zu den Action-Festen im Kalender.

Besonders interessant geht es aber immer am Start zur Sache. Mit 739 Metern ist der Weg in die erste Kurve einer der längsten in der ganzen Saison. Trotz der langen Anfahrt zu Turn 1 wurden über 90 Prozent der F1-Rennen aus der ersten Startreihe gewonnen – so viele wie nirgendwo sonst im Kalender. Wir sind gespannt, ob die im Vergleich zum Vorjahr etwas härteren Reifen mehr Rennaction liefern können.

Fast Facts zum GP Spanien:

  • Rundenlänge: 4,655 km
  • Rundenzahl: 66
  • Renndistanz: 307,104 km
  • Rundenrekord: Daniel Ricciardo – 1:18.441 min (2018)
  • Distanz von Pole Position bis Kurve 1: 739 m
  • Boxengassen-Durchfahrtszeit: 16,5 Sekunden (331 m)
  • Top-Speed: 343 km/h
  • Spritverbrauch: mittel
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Reifensorten: C1, C2, C3
  • Bremsbelastung: niedrig
  • DRS-Zonen: 2 – Zielgerade / Gerade zwischen T9 & T10
  • Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent
Pirelli-Grafik - GP Spanien 2019
Pirelli
Pirelli zieht die konservative Linie durch. In Spanien gibt es die drei härtesten Mischungen C1, C2 und C3.

Das Setup

Seit 1991 ist Barcelona fester Bestandteil des Kalenders. Die Techniker kennen die Tücken der Strecke in- und auswendig. Nur die wechselnden Winde können ab und zu für Überraschungen sorgen. Die Flügel müssen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya sehr steil gestellt werden, um genügend Abtrieb und Stabilität für die schnellen Kurvenkombinationen zu bieten. Im Schluss-Sektor mit der langsamen Schikane kommt es vor allem auf Traktion an. Die Federn sollten deshalb auf der Hinterachse etwas weicher gewählt werden.

Bremsenverschleiß ist kein Thema. Auch die Motoren werden nicht übermäßig belastet. Von den Außentemperaturen liegt Barcelona für die Ingenieure in einem angenehmen Bereich. Ein Spannungsfaktor im Rennen war hier immer der Reifenverschleiß. Doch nach der Verlegung des neuen Asphalts im Jahr 2018 hat sich die Abnutzung stark verringert. Die moderaten Temperaturen und die im Vergleich zum Vorjahr etwas härteren Mischungen dürften für wenig Betrieb in der Boxengasse sorgen.

Technik-Upgrades:

Für Technik-Fans lohnt sich das Rennen in Barcelona diese Jahr ganz besonders. Fast alle Teams haben größere Ausbaustufen angekündigt. Bei Mercedes sprach man von einem üblichen Spanien-Upgrade. Red Bull bezeichnete sein Paket als Evolutionsstufe, mit der man die Instabilität im Heck beseitigen will.

Ferrari kommt mit dem zweiten Teil des Pakets, dessen erster Teil schon in Baku debütiert hat. Jetzt werden noch Front- und Heckflügel nachgeschoben. Am Dienstag bestätigten die Italiener zudem, dass vorzeitig die zweite Motoren-Ausbaustufe gezündet wird. „Wir bringen sie etwas früher als geplant, eigentlich sollte der zweite Motor erst in Montreal kommen“, erklärte Teamchef Mattia Binotto. „Dazu hat Shell in enger Zusammenarbeit mit unserem Team neue Schmierstoffe entwickelt.“

Einen neuen Motor könnte es auch bei Renault geben. In Baku hatte Teamchef Cyril Abiteboul das Upgrade bereits für Barcelona in Aussicht gestellt. Offiziell bestätigt wurde die Spec2-Version aber noch nicht. Gegen die Konkurrenz im Mittelfeld würde Renault und Kundenteam McLaren mehr Power sicher helfen. Haas und Racing Point haben große Upgrade-Pakete angekündigt mit vielen neuen Teilen an allen Ecken und Enden des Autos.

Die Favoriten:

Nach vier Doppelsiegen von Mercedes muss man bei der Favoritenfrage nicht lange überlegen. Die Fans sollten aber noch nicht zu früh resignieren. Wenn Ferrari annähernd so schnell ist wie bei den Wintertests, dann wird es sehr schwer für die Silberpfeil-Piloten. Und Red Bull hat im zweiten Sektor in Baku gezeigt, dass man in Kurven schon wieder die Nummer 1 im Feld ist. Am Ende wird wohl den Ausschlag geben, bei welchem Team das Update-Paket am besten einschlägt.

Auch im Mittelfeld könnte sich die Reihenfolge ändern. Hier erwarten wir vor allem von Haas eine klare Steigerung gegenüber den zuletzt gezeigten Leistungen. Auch Renault sollte nach der Baku-Pleite wieder fest in die Kandidatenliste für die Punkteplätze aufgenommen werden. Wie an der Spitze gilt aber auch bei den eng gestaffelten Verfolgern, dass die Upgrade-Pakete am Ende einen großen Einfluss auf das Ergebnis haben werden.

F1-Tagebuch - GP Spanien - 2018
Wilhelm
2018 versuchte Sebastian Vettel die Mercedes unter Druck zu setzen. Am Ende gewann aber Lewis Hamilton locker vor Valtteri Bottas.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Spanien 2018:

Der Sieger des GP Spanien 2018 hieß Lewis Hamilton. Nach einem guten Start von Pole Position kontrollierte der Mercedes-Pilot das Geschehen von der Spitze. Nur wegen seines etwas vorgezogenen Boxenstopps fiel er kurz hinter Max Verstappen zurück. Doch als auch der Red Bull zum Reifenwechsel ging, war die alte Reihenfolge schnell wieder hergestellt.

Um Platz zwei wurde deutlich härter gekämpft. Am Start konnte zunächst Sebastian Vettel an Valtteri Bottas im zweiten Mercedes vorbeigehen. Mit einem ganz frühen Boxenstopp in Runde 17 versuchte Ferrari die Mercedes unter Druck zu setzen. Bottas zog direkt nach, blieb aber zunächst hinter dem Heppenheimer.

Doch als in Runde 38 der Force India von Esteban Ocon ausrollte, machte Ferrari den entscheidenden Strategie-Fehler. Die italienischen Taktiker versuchten die Virtuelle Safety-Car-Phase zu einem zweiten Reifenwechsel zu nutzen. Doch der Stopp klappte nicht ganz wie geplant und Vettel fiel sogar noch hinter Max Verstappen zurück.

Der Red Bull-Pilot hatte seine Reifen erst zur Rennmitte gewechselt und von Beginn an auf eine Einstopp-Strategie gesetzt. Obwohl er sich bei einer Kollision mit Williams-Pilot Lance Stroll den Frontflügel beschädigt hatte, hielt sich Verstappen auf Rang 3 bis zum Ziel locker vor dem Ferrari von Vettel. Valtteri Bottas fuhr trotz seines frühen Stopps ohne weitere Reifenwechsel ins Ziel und sicherte Mercedes den Doppelsieg.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights des GP Spanien 2018.

Zeitplan GP Spanien 2019

Zeitplan GP Spanien 2019

Sitzung Start (MEZ)
Freies Training 1 1. Training – Fr. 10. Mai – 11.00 Uhr
Freies Training 2 2. Training – Fr. 10. Mai – 15.00 Uhr
Freies Training 3 3. Training – Sa. 11. Mai – 12.00 Uhr
Qualifying Qualifying – Sa. 11. Mai – 15.00 Uhr
Rennen Rennen – So. 12. Mai – 15.10 Uhr
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