Vorschau GP Türkei

Renaults Rückzuggefecht

Foto: Daniel Reinhard 58 Bilder

Im Istanbul Speed Park geht die Formel 1-Saison in ihre fünftletzte Runde. Der Vorsprung von Tabellenführer Fenando Alonso ist auf zehn Zähler geschmolzen. Durch das endgültige Verbot der Schwingungsdämpfer werden die Karten in der Schlussphase des Titelkampfes neu gemischt.

Fernando Alonso weigert sich, seine Situation vor dem Großen Preis der Türkei in Istanbul bedrohlich zu nennen: "Ich bin in der Position, in der jeder gerne wäre." Michael Schumacher rechnet dagegen: "Es sind fünf Möglichkeiten, die WM-Situation noch zu drehen." Für Alonso ist klar, dass er nicht wie im Vorjahr nur direkt hinter Schumacher ins Ziel zu kommen braucht. Der Spanier muss den Deutschen mindestens einmal schlagen.

Beide Kontrahenten kommen aus dem Urlaub an den Bosporus. Schumacher hätte auf die dreiwöchige Pause nach dem Ungarn-Debakel lieber verzichtet. Doch der WM-Verfolger will nur nach vorn schauen: "Man darf jetzt nicht den Fehler machen, den Chancen aus Ungarn hinterherzutrauern, man muss nach vorn schauen."

Dass Renault seine Schwingungsdämpfer endgültig im Regal lassen muss, sollte die Gelbblauen in Istanbul nicht zu hart treffen. Auf der neuen, glatten Piste sind Bodenwellen kein großes Thema, auch über die Randsteine wird auf der von Hermann Tilke entworfenen, 5,3 Kilometer langen Strecke kaum geräubert.

Für Ferrari spricht der Wetterbericht. Das ganze Rennwochenende wird sonniges Wetter mit Temperaturen über 30 Grad gemeldet, auf dem Papier ein klarer Vorteil für Bridgestone.

McLaren und Honda nicht vergessen

Bei dem Gerangel zwischen Renault und Ferrari sind zwei andere Teams nicht zu vergessen. Im Vorjahr waren die McLaren-Mercedes mit Abstand die schnellsten Autos in Istanbul. 2006 sind die Silbernen noch sieglos, doch der Trend zeigt aufwärts.

Mit reichlich Rückenwind nach dem Ungarn-Sieg reist auch Honda an die eine Autostunde von Istanbul gelegene Rennstrecke. Doch die Japaner planen ein Vabanque-Spiel. Ein neues Aerodynamik-Paket steht bereit, mit dem Jenson Button künftig auch bei trockener Piste siegfähig sein soll. Der Haken: Bisher sind die Teile lediglich im Windkanal erprobt worden, da bis nach dem Türkei-GP Testverbot herrscht.

Durchbruch für Super Aguri?

Die größte technische Neuerung bringt das Super Aguri-Team mit. Nun stehen endlich zwei 2006er Chassis für die Fahrer zur Verfügung, dazu ein neues Aero-Paket und eine komplett geänderte Vorderradaufhängung. Der alte Arrows-Twinkiel, der den Ingenieuren wie ein Klotz am Bein vorkam, wurde nun durch eine zeitgemäße Nullkiel-Aufhängung ersetzt.

Eine Neuerung gibt es auch auf der Personalseite. Für den zum Stammfahrer aufgerückten Robert Kubica bestreitet der erst 19-jährige Formel 3-Pilot Sebastian Vettel für BMW mit dem dritten Auto die Freitagstrainings.

Der Große Preis der Türkei startet am Sonntag (27.8.) um 14 Uhr.

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