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Vorschusslorbeeren für HaasF1

US-Rennstall ist "vorsichtig optimistisch"

Guenther Steiner - HaasF1 - GP Australien 2018 - Melbourne Foto: sutton-images.com 20 Bilder

HaasF1 war die Überraschung bei den Testfahrten in Barcelona. Alle Charts führen das US-Team derzeit auf Platz 4. Die Amerikaner bleiben auf dem Teppich. Sie fühlen sich aber in ihrem dritten Formel 1-Jahr besser gerüstet für dem Kampf im Verfolgerfeld.

22.03.2018 Michael Schmidt

Das Interesse an HaasF1 wächst. Teamchef Guenther Steiner blickte bei der ersten Pressekonferenz der noch jungen Saison in mehr Mikrofone als sonst. Seit den Testfahrten von Barcelona ist HaasF1 ein Team, das man ernst nehmen muss. Die Konkurrenz führt das US-Team geschlossen auf Platz 4 der Hochrechnungen. Das ist ein Kompliment, für das man sich nichts kaufen könne, meint Steiner: „Es stimmt, die zweite Testwoche ist gut für uns gelaufen. Doch wir haben noch keine WM-Punkte auf dem Konto und keine Pokale im Schrank.“ Der Südtiroler beschreibt die Erwartungen seines Rennstalls mit zwei Worten: „vorsichtig optimistisch.“

Kein Zweifel: HaasF1 ist ein gutes Auto gelungen. „Unsere Fahrer sind zufrieden mit dem Auto. Es ist einfach zu fahren, und das ist schon mal ein gutes Zeichen“, berichtet der Teamchef. Das will etwas heißen. Gerade Romain Grosjean ist selten zufrieden mit seinem Fahrzeug. Der Franzose gilt als der größte Kritiker überhaupt am Funk. Immerhin räumt Steiner ein, dass man diesmal mittendrin steckt im Kampf um Platz 4. „Das wird in diesem Jahr eine ziemlich belebte Zone. Da werden sich viele Autos innerhalb einer halben Sekunde drängeln.“ Die größte Gegenwehr droht von Renault, McLaren und Force India. Der WM-Vierte von 2016 und 2017 sah bei den Testfahrten noch nicht wie ein echter Gegner aus, will es aber mit seinem großen Aero-Upgrade sein. „Mehr als eine halbe Sekunde, wenn die Zahlen stimmen“, versprechen die Force India-Techniker.

HaasF1 engagiert Ex-Bridgestone-Ingenieur

HaasF1 sieht sich in seinem dritten Jahr besser aufgestellt denn je. Die Aufbauphase ist abgeschlossen, das Team zusammengewachsen. Man kann jetzt viel besser Prioritäten setzen, das Geld ausgeben, wo es Rundenzeit bringt. Zum Beispiel in der Aerodynamik und im Reifenmanagement. „Wir haben auf eine bessere aerodynamische Stabilität hingearbeitet, um die Reifen zuverlässiger zum Arbeiten zu bringen“, erklärt Steiner. Der US-Rennstall kalkuliert mit rund 150 Millionen Dollar. Das liegt knapp über dem Vorjahr. Der schlechte Wechselkurs des Dollar zum Euro und Pfund frisst vieles wieder auf.

Die Reifenabteilung wurde aufgestockt. HaasF1 engagierte dafür einen ehemaligen Bridgestone-Ingenieur. McLaren und Force India standen Pate. Beide Teams greifen ebenfalls auf Bridgestone-Expertise zurück und zählen zu den besten Reifen-Verstehern. Außerdem wurden die Analyse und die Rechenmodelle für die Reifen auf Vordermann gebracht. „Wir haben da einen richtig guten Mann für die Software eingekauft“, verrät Steiner.

Auch bei Weiterentwicklung des Autos hat sich der WM-Achte des Vorjahres neu organisiert. Man ist zuversichtlich, mit den Rivalen Schritt halten zu können. Dazu Steiner: „Wir haben einen ziemlich guten Plan, wie wir unser Auto über die Saison aufrüsten. Natürlich kenne ich nicht die Pläne der anderen. Teams wie Renault oder McLaren haben sicher mehr Geld als wir, aber Geld ist nicht alles. Es gibt keine Regel, wonach die 10 Millionen Dollar fünf Punkte Abtrieb schenken.“ Das Saisonziel ist abgesteckt: „Mehr Punkte als im Vorjahr, und wenn es genug sind, wird das auch reichen uns in der Platzierung zu verbessern.“ Die ersten beiden GP-Saisons beendete HaasF1 jeweils auf Platz 8.

Neuester Kommentar

Schmidt sollte mal auf hören mit diesem Ungelegte-Eier-Journalismus, stets auf der Ebene: könnte- müsste- sollte, das ufert langsam aus und bringt kaum mehr Fakten, sondern nur noch angebliche Themen, die aber keine sind, sondern nur journalistische Hirngespinste, um irgendetwas zu schreiben.

Schmidt: 5 - setzen

Nabob 22. März 2018, 07:17 Uhr
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