Fernando Alonso - McLaren - GP Malaysia - Sepang - Formel 1 - Donnerstag - 28.9.2017 xpb
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Warten auf die Vertragsverlängerung

Alonso lässt McLaren zappeln

In der Pause zwischen Singapur und Malaysia war Fernando Alonso viel in England. Zur Vertragsunterschrift kam es nicht. Nächster Anlauf für Verhandlungen ist die Zweiwochen-Lücke nach Suzuka.

Fernando Alonso setzte sein Pokerface auf. Nein, eine Vertragsunterschrift könne er noch nicht vermelden. Ja, er brauche noch ein paar Informationen zu McLaren und dem neuen Projekt mit Renault. Alonso lässt McLaren zappeln. Die Chance bei seinem England-Besuch letzte Woche den Vertrag zu unterzeichnen, verstrich ungenutzt.

Alonso vertröstet McLaren auf die Zeit nach dem GP Japan. „Zwischen Malaysia und Japan ist kaum Zeit. Ich hoffe, dass ich in der Pause zwischen Suzuka und Austin klarer sehe.“ Haben wir diese Geschichte nicht schon einmal gehört? Richtig. Sebastian Vettel vertröstete die Öffentlichkeit in Spa auf die Zweiwochen-Pause nach Monza. Und zwei Tage später hatte er bei Ferrari einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Nicht wichtig, 2019 flexibel zu sein

Alonso spricht im Augenblick so gut über McLaren, dass man sich eine Zukunft anderswo kaum noch vorstellen kann. „Ich habe immer gesagt, dass für mich die Chancen auf Podiumsplätze und Siege Priorität haben. Es ist schwer, heute vorherzusagen, was im nächsten Jahr passiert. Aber McLaren lag in der Vergangenheit mit seinen Autos öfter richtig als falsch. Selbst wenn sie einmal über das Ziel hinausgeschossen sind wie 2009 haben sie das Ding noch umgedreht und einige Rennen gewonnen.“

Fernando Alonso - GP Singapur 2017
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Redet so einer, der plötzlich doch bei einem anderen Team unterschreibt? Wie wichtig ist es Alonso, einen Vertrag zu bekommen, bei dem er 2019, dem Jahr des großen Stühlerückens, flexibel ist? „Überhaupt nicht wichtig“, gibt Alonso kurz angebunden zurück.

Der Rest der Saison steht unter dem Ziel der Schadensbegrenzung. „Wir wollen Punkte holen, wo immer es geht und die Chancen nutzen, die sich uns bieten“, sagen Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne im Gleichklang.

Nach Malaysia kommt das Team vorsichtig optimistisch: „Wir waren letztes Jahr nicht so schlecht hier, und da hatten wir noch Balanceprobleme in den schnellen Kurven. Dieses Problem ist aus der Welt geschafft. Punkte sollten drin liegen“, hofft Teamchef Eric Boullier. Alonso sieht sogar eine kleine Chance für den Sprung ins Q3. Stoffel Vandoorne hofft auf die Mithilfe von Petrus. „So einen Regenguss wie heute Nachmittag könnten wir gut gebrauchen.“

Spec 4.0-Motor für Suzuka auf der Kippe

Malaysia ist im Gegensatz zu Singapur eine Power-Strecke. Und Honda hat kein Upgrade im Gepäck. Immerhin drohen keine Strafen. „Der Motor von Singapur hat überlebt“, atmet Alonso auf.

Ob die Spezifikation 4.0 beim Honda-Heimspiel in Suzuka kommt, ist noch nicht entscheiden. „Erstens muss der Motor fertig sein. Dann müssen wir entscheiden, ob der Leistungsgewinn groß genug ist, um Strafen zu rechtfertigen. Honda will in Suzuka gut abschneiden. Wenn wir nur ein paar PS gewinnen und von hinten starten, ist das nicht möglich“, gibt Alonso zu bedenken.

Der Spanier trauert immer noch der verpassten Chance von Singapur nach. Nach dem Aus in der ersten Kurve hatte er aus Frust mit seiner Faust ein Loch in die Wand seines Ruheraums geschlagen. „Wir haben ja nicht viele Strecken, die uns in der Theorie eine Chance auf ein gutes Ergebnis geben. Dann regnet es auch noch, und ich wäre nach dem Start Zweiter gewesen. Mit besseren Reifen für die ersten Runden als Lewis. Wir wären sicher aufs Podium gefahren.“

Der Blick des Ex-Weltmeisters richtet sich dennoch nach vorne: „Vielleicht war es Schicksal. Manche Dinge passieren, weil sie passieren müssen. Wenn wir jetzt Pech haben, kann das heißen, dass es nächstes Jahr besser läuft, weil es nur noch besser werden kann.“ Das könnte man als versteckten Hinweis werten, dass Alonso auch im nächsten Jahr für McLaren fährt.

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