Williams-Technikchef Sam Michael fragt sich

"Warum war Barrichello nie Weltmeister"

Rubens Barrichello Foto: xpb 49 Bilder

Rubens Barrichello hat für Williams wie schon in Bahrain die Kastanien aus dem Feuer geholt. Platz acht bringt vier Punkte. Williams war aufgrund des Rennverlaufs enttäuscht über das Resultat. Das Team ist trotzdem voll des Lobes für Barrichello.

Das sind die Rennen, in denen die sogenannten Underdogs punkten müssen. Robert Kubica hat es mit dem zweiten Platz exzellent vorexerziert. Deshalb war Williams mit Platz acht für Rubens Barrichello enttäuscht. Selbst bei perfekter Strategie hätte es höchstens zu Rang sieben gereicht.

Deutliche Steigerung von Williams

"Wir müssen Rundenzeit finden", treibt Barrichello seine Mannschaft an. Nicht ohne eine positive Zwischenbilanz zu ziehen. "Wir haben uns seit Bahrain deutlich gesteigert."

Barrichello glaubt, dass die Zweistoppstrategie ein Fehler war. "Sonst wäre ich vor Liuzzi ins Ziel gekommen. Ich habe zwar dank der frischen Reifen zum Schluss stark auf ihn aufgeholt, aber es hat gerade so nicht gereicht."

Barrichello fehlerfrei und schnell

Der Brasilianer hing zu lange hinter dem Sauber von Pedro de la Rosa fest. Trotzdem stand der WM-Dritte zu der Entscheidung in der 31. Runde die weichen Reifen durch einen neuen Satz weicher Sohlen zu ersetzen. "Wir mussten etwas tun, um aus der Gruppe rauszukommen, in der ich gefahren bin."

Der GP-Veteran setzte das Potenzial des Autos und die Strategie optimal um. 58 Runden ohne einen Fehler. Das Team ist voll des Lobes für seinen neuen Fahrer. Technikchef Sam Michael fragt sich sogar: "Wieso war Rubens nie Weltmeister? Für uns ist er der optimale Fahrer. Er bringt das Auto ins Ziel, macht keine Fehler, nutzt alle Chancen, ist ein unglaublich guter Autoentwickler und trotz seines Alters immer noch extrem schnell."

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