Michael Schumacher

Was geht noch für Schumacher?

Motor Racing - Formula One World Championship - Indian Grand Prix - Preparation Day - New Delhi, India Foto: xpb.cc 153 Bilder

Michael Schumacher möchte seine Karriere gerne mit ein paar guten Ergebnissen beenden. Doch sein Auto setzt ihm Grenzen. Während Red Bull, Ferrari und McLaren im WM-Kampf weiter fleißig entwickeln, blickt Mercedes bereits voll auf 2014. Schumacher muss schon auf die Umstände hoffen, wenn er einen guten Abgang haben will.

Mit Rücktritten kennt sich Michael Schumacher aus. 2006 hat er sich schon einmal von der Formel 1 verabschiedet. Der achte WM-Titel war ihm zwar nicht vergönnt, doch die letzten drei Rennen seiner ersten Karriere erinnerten alle noch einmal daran, welcher Ausnahmepilot Schumacher war. Er gewann in Shanghai, er führte bis zum Motorschaden in Suzuka und lieferte in Interlagos das vielleicht beste Rennen seiner Karriere ab. Nach einem Reifenschaden startete Schumacher eine unglaubliche Aufholjagd, die ihn noch auf Platz vier brachte. Jeder fragte sich damals in Brasilien: Warum hört dieser Mann überhaupt auf?

Anschluss behalten schwierig

Auch diesmal wünscht sich Michael Schumacher einen starken Abgang. Doch sein MercedesGPW03 ist kein Ferrari F2006. Das Auto bestimmt, wie sich der siebenfache Weltmeister von dem Sport verabschiedet. Und der Silberpfeil hat derzeit nicht die Form für Wundertaten. Podiumsplätze wären eine Sensation. Schumacher wird sich bei seinen letzten vier Einsätzen wohl mit Punkterängen zufriedengeben müssen.

Frust kommt deshalb keiner auf: "Wir versuchen schon noch Dinge zu verbessern, um für die kommende Saison zu lernen. Aber um uns herum tobt der WM-Kampf. Es ist klar, dass diese Teams ihre Autos intensiver entwickeln als wir. Da noch den Anschluss zu finden, ist fast nicht möglich. Aber es haben sich mittlerweile auch einige andere Teams mehr verbessert als wir. Prognosen sind schwierig. Der Streckentyp wird wohl entscheiden, was noch geht."

Wenn Schumacher etwas in seiner zweiten Karriere gelernt hat, dann den Grad der Zufriedenheit den Erwartungen anzupassen. "Wenn ich mit dem Auto das jeweilige Maximum dessen erreiche, was realistisch ist, dann ist das auch okay für mich. Es ist dann auch egal, ob ein Podium dabei herausspringt oder nicht."

Mit den jungen Fahrern mithalten

Die zweite Karriere war zwar lange nicht so erfolgreich wie die erste, aber sie hat ihm wenigstens die Erkenntnis gebracht, "dass ich mit der jungen Generation noch mithalten kann, wenn das Auto passt." Als Team habe man die Ziele klar verfehlt, aber sein persönliches Ziel, mit der Spitze noch mithalten zu können, sei in Erfüllung gegangen.

"Damit will ich die Fahrer nicht aus der Verantwortung nehmen. Nico und ich sind Teil des Teams. Aber wir können sagen, dass wir auf der Strecke immer das Maximum erreicht haben. Es gibt aber auch noch einen Job neben der Strecke. Und da haben wir es eben nicht geschafft das Auto so zu entwickeln, wie wir uns das gewünscht haben. Da nehme ich mich nicht aus."

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