Webber

"Crash an der ungünstigsten Stelle"

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Die Formel 1-Welt hielt den Atem an als Heikki Kovalainen mit der Nase voraus in die spanischen Reifenbarrieren eintauchte. Nach Einschätzung von Mark Webber hätte der Einschlag allerdings nicht so dramatisch ausfallen müssen.

Es ist noch einmal gut gegangen. Das war die positive Nachricht des Horrorunfalls von Barcelona. Das Auto hielt dem Aufprall mit einer Verzögerung von 27G stand. Am Ende war der Bolide zwar um die vorderen 50 Zentimeter Knautschzone kürzer, der ungeplante Crashtest im Renneinsatz wurde jedoch bestanden.

Zu kurzes Kiesbett

Das gute Crashverhalten des Silberpfeils darf über die Mängel an der Strecke nicht hinwegtäuschen. "Man muss festhalten, dass die Auslaufzone an dieser Stelle nicht lang genug ist", sagte Mark Webber gegenüber der britischen BBC. "Zwei Sekunden später wäre es noch glimpflicher ausgegangen, aber der Unfall passierte wirklich an der ungünstigsten Stelle der Strecke."

Kovalainen erwischte es kurz vor dem Kurvenscheitel. Der Einschlag folgte dadurch in einem relativ frontalen Winkel. "Dabei war es egal, ob die Schutzwand aus zehn oder 20 Reifenreihen bestand", so Webber. Bei einer Kontrollfahrt mit dem Motorroller hatte sich der Australier die Stelle erst wenige Tage vorher genauer angeschaut, nachdem Sebastien Bourdais an gleicher Stelle bei den Testfahrten seinen Toro Rosso zerstört hatte.

Kopf relativ ungeschützt

Unglücklicherweise schob sich der Silberpfeil beim Aufprall noch unter die Bande. Das lässt sich allerdings kaum vermeiden. Erst recht nicht bei solch einem frontalen Aufprall und der hohen Geschwindigkeit von rund 130 km/h. Das Problem dabei: Vor der Airbox ist der Kopf das nächste Element, das aus dem Chassis herausragt und den Aufprall dämpft.

Durch die langsame Fahrt hinter dem Safety-Car und dem Anblick des Medical-Cars an der Unfallstelle war jedem Fahrer im Feld die Schwere des Unfalls bewusst. Auch Mark Webber informierte sich über Funk sofort, um welchen Fahrer es sich handelt. "Zum Glück hat uns einer der FIA-Leute direkt den erhobenem Daumen gezeigt als wir an der Stelle vorebeikamen. Das war wirklich fantastisch."

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