Webber dominiert Tests

Vielfahrer Michael Schumacher hat sich an seinem zweiten Testtag den beiden BMW-Williams-Piloten Mark Webber und Landsmann Nick Heidfeld geschlagen geben müssen. Der siebenmalige Formel-Weltmeister drehte am Mittwoch (19.1.) auf dem Grand-Prix-Kurs von Barcelona insgesamt 125 Runden und erzielte in 1:17,026 Minuten die drittschnellste Zeit.

Der Australier Webber kam dagegen mit nur 34 Runden aus und war in 1:16,627 Minuten 0,399 Minuten schneller als der 36-Jährige Titelträger.

Weiter in guter Form präsentierte sich auch der Mönchengladbacher Heidfeld, der noch um den Platz im zweiten BMW-Williams-Cockpit mit dem Brasilianer Antonio Pizzonia kämpft. Er benötigte in seiner schnellsten von insgesamt ebenfalls 34 Runden 1:16,987 Minuten für den 4,727 km langen Kurs. Lediglich 22 mal fuhr Ralf Schumacher im neuen Toyota TF105 über die Strecke. Der Kerpener schaffte in 1:20,338 Minuten nur die achtbeste Zeit, Teamkollege Jarno Trulli (1:17,664) landete auf Rang vier hinter dem älteren der beiden Schumacher-Brüder.

Für Michael Schumacher kommt es derzeit vor allem auf die Abstimmung der Testfahrten mit den neuen Regeln an. "Dadurch, dass in dieser Saison Reifen und Motor viel länger halten müssen als sonst, müssen wir beides auch länger belasten. Zuverlässigkeit ist da das Zauberwort", schrieb der siebenmalige Weltmeister auf seiner Homepage. Am Mittwoch startete er wie tags zuvor am frühen Morgen mit dem Testprogramm noch im Ferrari-Modell aus dem Vorjahr.

Damit hatte Schumacher am Dienstag insgesamt 104 Runden gedreht und war in 1:14,834 Minuten noch die schnellste Zeit gefahren. "Es macht richtig Spaß, wieder auf der Strecke zu sein", meinte Schumacher. Wenn man endlich wieder im Auto sitze, "sind die Momente des Entzugs aus dem Winter dann doch schnell vergessen".

Durch die neuen Regeln - die Reifen müssen im Qualifying und im Rennen halten, der Motor zwei Rennwochenenden - werden nun auch im Training längere Einheiten gefahren. In puncto Zuverlässigkeit macht sich der 36-Jährige aber keine Sorgen. "Das war ja zuletzt immer eine der größten Stärken von Ferrari, insofern müssen wir uns da sicher nicht verstecken. Ich denke sowieso, dass wir auch in diesem Jahr das Team sein werden, das es zu schlagen gilt - ist ja auch logisch als Weltmeister-Team." gleichwohl rechnet er damit, dass der Wettbewerb, der am 6. März mit dem Grand Prix in Melbourne richtig beginnt, sehr hart sein wird. Auch die anderen Teams sind bestens vorbereitet, glaubt Schumacher.

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