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Getriebe-Wechsel in Kanada

Webber muss fünf Startplätze zurück

Bei Red Bull hat wieder einmal der Defektteufel zugeschlagen. Bei Mark Webber mussten die Ingenieure zwischen Qualifying und Rennen das Getriebe wechseln. Für den Australier bedeutet das eine Strafversetzung um fünf Startplätze.

Die Ausgangslage für Mark Webber schien ideal. Mit Rang zwei im Qualifying von Montreal wollte sich der Australier im Rennen eigentlich direkt auf die Verfolgung von Pole-Mann Lewis Hamilton machen. Mit dem Vorteil der harten Reifen hatte der Routinier einen wichtigen Joker in der Hinterhand.

Doch der angepeilte dritte Saisonsieg ist nun erst einmal wieder in weite Ferne gerückt. Webber wurde vor dem Rennen von den FIA-Stewards auf Rang sieben zurückversetzt. Red Bull musste am Boliden des 33-Jährigen das Getriebe wechseln. Nach den Regeln bedeutet das den Verlust von fünf Startplätzen.

Red Bull hatte nach dem Qualifying in einer Ölprobe Schmutz gefunden. Nach Tests in der Basis von Milton Keynes entschieden sich die Ingenieure am Sonntagvormittag (13.6.), die Schaltbox aus Sicherheitsgründen zu tauschen. Durch die ungewöhnliche Reifenstrategie erhofft sich die Teamleitung, dass sich der Nachteil der Rückversetzung am Ende nicht so negativ auswirken wird wie auf anderen Strecken.

Vettel nun erster Hamilton-Verfolger

Der größte Profiteur von Webbers Pech heißt ausgerechnet Sebastian Vettel. Der junge Deutsche wird nun den freien Platz in der Aufstellung einnehmen und in der ersten Reihe neben Hamilton starten. Dabei muss der Heppenheimer allerdings auf Fernando Alonso aufpassen, der nun als Dritter auf der besseren Innenseite losfährt.

Webber geht seinerseits direkt vor dem Renault von Robert Kubica ins Rennen, der ebenfalls auf harten Reifen startet. Es ist in dieser Saison nicht das erste Mal, dass die Bullen von technischen Problemen heimgesucht werden. Das Getriebe sollte in Kanada das vierte Rennen absolvieren und befand sich somit am Ende seines Arbeitszyklus.

Chandhok muss ebenfalls wechseln

Auch am HRT von Karun Chandhok wurde das Getriebe gewechselt - bereits nach dem dritten Training. Vom letzten Startplatz aus bleibt die fällige Rückversetzung allerdings ohne Auswirkungen. Beim Silberpfeil von Michael Schumacher und bei Vettels Red Bull wurde ebenfalls das Getriebe geöffnet und das FIA-Siegel zerstört. Allerdings verstießen die Ingenieure bei ihren Inspektionen nicht gegen die Regeln und dürfen die Startplätze behalten.

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