Pascal Wehrlein - GP Kanada 2017 AD
Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 10. Juni 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 10. Juni 2017
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Wehrlein crasht im Qualifying

Sauber-Start aus der Boxengasse

Pascal Wehrlein hat dem verkorksten Kanada-Wochenende mit seinem Crash im Qualifying die negative Krone aufgesetzt. Im Rennen muss der Youngster nun aus der Boxengasse starten.

In Barcelona war Pascal Wehrlein noch der gefeierte Held. Der Neuzugang bescherte seinem Team die ersten 4 WM-Punkte der Saison. Doch danach ging es für Sauber wieder abwärts. Nach der Pleite in Monaco droht in Kanada schon der nächste Tiefschlag.

Sauber kämpft mit dem Auto

„Wir haben einfach das ganze Wochenende schon Schwierigkeiten mit dem Auto. Der Abstand zum Mittelfeld ist schon seit Monaco ziemlich groß“, klagte Wehrlein nach dem Qualifying. Beim Kampf um die Startplätze kam zur schlechten Pace auch noch ein Fahrfehler hinzu. In seinem letzten Q1-Versuch geriet der Pilot beim Anbremsen von Kurve 1 mit dem Reifen aufs Gras und drehte sich in die Bande.

Wehrlein überstand die unfreiwillige Stunt-Einlage unverletzt. Der Crash bedeutete aber die erste Niederlage im teaminternen Duell mit Marcus Ericsson. „Das Duell mit Marcus ärgert mich überhaupt nicht“, winkte Wehrlein ab. „Den Fehler nehme ich auf meine Kappe. Ich habe versucht, das Maximale herauszuholen und bin darüber hinausgeschossen. Wenn man das ganze Wochenende nicht konkurrenzfähig ist, dann versucht man einfach irgendwas und pusht extrem. In meinem Fall war es einfach zu viel. Das nächste Mal werde ich es besser machen.“

Sauber ohne Erklärung für schlechte Pace

Auf die Frage, warum es bei Sauber momentan nicht läuft, hatte der Mercedes-Junior auch keine Antwort: „Wir haben dieses Wochenende ziemlich viel am Auto verändert. Aber wir finden einfach keinen Grip. Die Balance wechselt von Untersteuern zu Übersteuern. Und das Ganze ist nicht vorhersehbar“, zuckt der Pilot ratlos mit den Schultern.

Eine mögliche Erklärung ist der glatte Straßenbelag in Montreal – ähnlich wie zwei Wochen zuvor in Monaco. „Ob es an dem reifenschonenden Asphalt liegt, werden wir erst sehen, wenn wir wieder auf eine andere Strecke kommen. Wäre schön, wenn das die Erklärung wäre. Aber dann müssten wir trotzdem sehen, was man anders machen kann.“

Obwohl die Ingenieure noch keine Lösung parat haben, nimmt Wehrlein seine Mannschaft in Schutz. „Man sieht es ja nicht nur bei uns. Auch andere Teams haben Schwierigkeiten zu verstehen, warum es an einem Wochenende läuft und am anderen Wochenende nicht so. Bei uns ist es so: Wenn es läuft, dann sind wir im Mittelfeld dabei und wenn es nicht läuft, dann ist der Abstand zum Mittelfeld gleich groß.“

Hoffnung trotz Boxengasse-Start

Das große Upgrade-Paket von Monaco soll nicht der Auslöser der Formkrise sein. „Von den Zahlen her sind wir dort, wo wir es erwartet haben. Nur leider nicht bei der Rundenzeit“, analysiert Wehrlein.

Trotzdem gibt der Pilot nicht auf. „Morgen ist ein neuer Tag. Mal sehen, was noch geht. Im Rennen mit viel Gewicht sind die Probleme immer ein bisschen kleiner. Das Auto wird schwerer und reagiert träger. Dazu soll es ja auch noch deutlich wärmer werden. Mal sehen, was das für einen Effekt hat. Uns würde es sicher entgegenkommen.“

Weil Wehrlein den Low-Downforce-Heckflügel bei seinem Einschlag zerstört hat und es keinen Ersatz gibt, muss der Deutsche dem Reglement nach aus der Boxengasse starten. Da spielt es auch keine Rolle mehr, ob bei dem Einschlag das Getriebe kaputt ging. Das hätte eine Strafversetzung um 5 Plätze bedeutet.

Für Wehrlein ist es egal, ob es von Platz 20 oder aus der Boxengasse losgeht. „Wir haben momentan nicht den Speed. Das Wichtigste ist, dass wir aus diesem Wochenende lernen. Vielleicht können wir ja im Rennen noch ein paar Daten sammeln.“

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