Wehrlein mit verkorkster Quali

Abflug mit über 250 km/h

Pascal Wehrlein - Manor - GP China 2016 - Qualifying Foto: sutton-images.com 37 Bilder

Es war nicht der Tag von Pascal Wehrlein. In seiner ersten fliegenden Qualifying-Runde flog der F1-Neuling in die Streckenbegrenzung. Eine Bodenwelle brachte den Manor MRT05 aus dem Tritt, eine Pfütze erledigte den Rest.

So schnell kann es in der Formel 1 gehen. In Bahrain wurde Pascal Wehrlein für sein starkes Qualifying und den 13. Platz im Rennen gelobt. Zwei Wochen später strandete der 21-Jähirge mit seinem Manor am Streckenrand. Das Qualifying zum GP China war für ihn nach gut dreieinhalb Minuten nach einem Unfall beendet.

Wehrlein und der Hamilton-Plan

Wehrlein hatte seine schnelle Runde noch gar nicht gestartet, da war es schon vorbei. Er rutschte in seinem Rennwagen mit 258,7 km/h über den Zielstrich und von dort aus in die Mauer. Zunächst mit dem linken Hinterrad, dann mit dem vorderen. An ein Weiterfahren war danach nicht mehr zu denken. Wehrlein parkte seinen Dienstwagen im Gras.

Doch was passiert? Eine Bodenwelle versetzte dem Auto mit der Startnummer 94 einen Schlag, worauf es sich leicht quer stellte. Auf trockener Bahn kein Problem. Dumm nur, dass das Asphaltstück mit Wasser getränkt war, das kräftige Regenschauen vom Vormittag hinterlassen hatten. Die Bodenwelle brachte den Manor ins Straucheln, die Pfütze erledigte den Rest. "An dieser Stelle ist man ziemlich schnell. Ich habe gesehen, dass die Strecke nass war. Aber ich habe nicht gesehen, dass das Wasser dort gestanden hat", berichtete Wehrlein.

Der DTM-Meister von 2015 nahm seinen ersten größeren Abflug in seiner Formel 1-Karriere relativ gelassen. "Natürlich bin ich unzufrieden. Aber es ist schlimmer, wenn du das Auto selbstverschuldet in einer Kurve verlierst. Wenn es auf der Geraden passiert, muss etwas anderes vorgefallen sein."

Die Schuld sucht Wehrlein also nicht allein bei sich. "Ich könnte mich selbst beschuldigen. Oder die Schuld bei den Slickreifen suchen. Oder bei der FIA. Vielleicht war es nicht sicher genug, dass sie uns auf Slicks herausgelassen haben. Perez hatte ja später auch noch eine kritische Szene. Aber ich denke darüber nicht nach. Das Ergebnis ist dasselbe."

Im Rennen startet Wehrlein aus der letzten Startreihe. Hinter ihm steht mit Lewis Hamilton Prominenz. Wehrlein hat schon einen Plan, wie er sich den Weltmeister zunutze machen kann. "Ich versuche, mich in seinen Windschatten zu hängen, bis ich vorne bin", flachste er.

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