Pascal Wehrlein - GP Monaco 2017 Sauber
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Wehrlein über den Monaco-Unfall

Onboard-Kamera steckte in der Bande

Pascal Wehrlein hat vor dem GP Kanada neue Details zu seinem spektakulären Unfall in Monaco verraten. Nach einem Medizin-Check ist klar, dass die alte Rückenverletzung nicht wieder aufgebrochen ist.

Es war die verrückteste Szene des GP Monaco: In Runde 57 wurde Pascal Wehrlein von Jenson Button in der Portier-Kurve in die Bande geschickt. Der Sauber blieb auf zwei Rädern an der Streckenbegrenzung stehen. „Die Onboard-Kamera auf der Airbox steckte komplett in der Tecpro-Barriere drin. Mit dem Helm hing ich direkt an der Bande.“, berichtete der Pilot über seine ungewöhnliche Lage.

Wehrlein versucht sich selbst zu befreien

„Das einzig Störende daran war, dass ich nicht selber aussteigen konnte. Ich habe versucht, mich selbst wegzudrücken. Aber das ging nicht. Die Bremsen haben etwas geraucht. Ich habe nur gedacht, dass hoffentlich nichts Feuer fängt, wenn es noch länger dauert. Aber es standen ja auch Marshalls mit Feuerlöschern um das Auto herum. Deshalb habe ich mich sicher gefühlt. Das war alles ganz entspannt.“

Die Rennleitung wartete mit der Bergung des Piloten, bis genügen Streckenposten vor Ort sind, um den Sauber sanft wieder auf die 4 Räder zu stellen. Und bis der Rennarzt am Unfallort angekommen war. Insgesamt musste Wehrlein 6 Minuten in Schräglage verbringen. „Solange kam es mir gar nicht vor“, grinste der Pilot. „Mir war es aber klar, dass sie mich nicht einfach nur umschmeißen wollen. Bei einer Verletzung hätte es das noch verschlimmern können.“

Zur Sicherheit war Wehrlein in der Woche vor dem GP Kanada noch einmal beim Arzt: „Ich habe einen Check gemacht um sicher zu gehen, dass die alte Verletzung nicht wieder aufgebrochen ist. Es war aber nichts. Darüber bin ich natürlich sehr happy. Der Rücken hält. Ich bin wieder 100 Prozent fit. Darüber muss ich mir also gar keine Gedanken mehr machen.“

Sauber ohne Erklärung für Monaco-Pace

Mehr Gedanken macht sich der Worndorfer über die Konkurrenzfähigkeit seines Dienstwagens. Auch ohne den Unfall wäre der Auftritt in Fürstentum nicht erfolgreich gewesen. Sauber war einfach nicht schnell genug. „Nach Monaco weiß ich auch nicht, wo wir momentan stehen. Wir hatten uns mit den Upgrades mehr erwartet. Die neuen Teile hätten uns ein paar Zehntel bringen sollen. Aber Monaco hat für uns gar nicht funktioniert. Da waren wir viel zu weit weg.“

Ob es in Montreal wieder besser läuft, konnte der Pilot noch nicht sagen: „Hier ist die Strecke mehr motorenlastig. Das sollte also ein kleiner Nachteil für uns sein. Wichtig ist aber, dass wir das neue Paket verstehen. Monaco war nicht der beste Ort, um Upgrades auszuprobieren.“

Der Sauber C36 hat sich bisher als sehr sprunghaft in den Leistungen gezeigt. In Bahrain und Barcelona lief es besser als erwartet. In Sotschi und Monaco fuhr man hinterher. „Wir wissen nur, dass einiges mit den Reifen zusammenhängt. Es hat den Anschein, dass wir auf Strecken die aggressiver zu den Reifen sind bessere Leistungen bringen als auf den Strecken mit weniger Verschleiß“, sucht Wehrlein nach Erklärungen.

„Es hört sich blöd an, aber 5°C Unterschied in der Reifentemperatur können einen großen Unterschied machen. Und irgendwann ist man von den Einstellungen begrenzt. Da kann man dann nicht mehr machen, um den Reifen aufzuwärmen. Man versucht aggressiv zu fahren und den Reifen zu fordern, aber dann rutscht das Auto und man verliert wieder Temperatur. Das ist ein kleiner Teufelskreis.“

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