Force India Motorhome - GP Belgien 2018 sutton-images.com
02/2018, Force India VJM11.
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02/2018, Force India VJM11. 34 Bilder

Weiter Ärger für Force India

Der 33 Millionen Dollar-Streit

Am Donnerstag hat die FIA Force India für gerettet erklärt. Nur 24 Stunden später flammt der Streit wieder auf. Verschiedene Teams machen geltend, dass einem Team mit neuer Lizenz die 33 Millionen Dollar Antrittsgeld aus dem großen Verteilungstopf nicht zustehen. Lawrence Stroll hat nun ein Informationstreffen einberufen.

Seit dem 23. August 2018 um 19 Uhr ist Force India formal gerettet. Der alte Rennstall existiert nicht mehr. Der neue schlägt unter der Lizenz von „Racing Point Force India“ mit einem geleerten Punktekonto in Spa ein neues Kapitel auf. Alle Teams haben der Rettungsaktion mit vielen juristischen Kunstgriffen und einer großzügigen Auslegung des Reglements zugestimmt. Doch als sich die Vertreter die Mitteilung der FIA genau durchgelesen haben, kamen ihnen Zweifel, ob alles mit rechten Dingen zugeht.

Wenn Force India unter neuer Bewerbung antritt, dann steht ihnen wie jedem neuen Team am Ende des Jahres nur das Geld aus der so genannten zweiten Säule zu. Also das Preisgeld, das es für die Platzierung gibt. Da Force India mit null Punkten in die zweite Saisonhälfte startet, ist realistisch betrachtet ein 7. Platz das bestmögliche Ergebnis. Für den gäbe es rund 23 Millionen Dollar. Platz 10 wäre 13 Millionen Dollar wert.

Bekommt Force India die 33 Millionen Dollar Antrittsgeld?

Lawrence Stroll - GP Belgien 2018
xpb
Der neue Investor bei Force India, Lawrence Stroll, bittet die anderen Teams um die Zustimmung zur Ausschüttung der 33 Millionen Dollar Antrittsgeld an Force India. Neuen Teams steht dieses Geld normalerweise nicht zu.

In Bezug auf das Antrittsgeld aus Säule 1 müssten nach Meinung einiger Teams für den von Lawrence Stroll kontrollierten Rennstall die gleichen Regeln wie für ein neues Team gelten. Demnach hätte Force India unter neuer Lizenz frühestens 2021 Geld aus dem Säule 1-Topf zu erwarten. Hier geht es um 33 Millionen Dollar.

Dieses Geld wollen einige Teams nun Force India streitig machen. In der Hoffnung, dass es mit der Gießkanne auf den Rest verteilt wird. Außerdem zweifeln die Rebellen, ob man das alte Force India-Team einfach so aus der Tabelle streichen kann.

Dem steht zwar nach drei Mal Nichterscheinen definitiv kein Antrittsgeld zu, aber nach Meinung einiger Experten das Preisgeld, das der in Insolvenz gegangene Rennstall mit seinen 59 Punkten für seine endgültige Platzierung am Saisonende erreichen wird. Da die Formel 1 das Geld nicht an das Team auszahlen kann, würde auch diese Summe auf den Rest verteilt.

Krisentreffen im Force India-Motorhome

Für Williams ergäbe sich damit ein Problem. Würde das neue Force India-Team Williams noch überholen, wäre Williams Elfter und damit nicht am Preisgeldtopf beteiligt. Da es im Fahrerlager an allen Ecken und Enden brennt, hat Lawrence Stroll alle Teamchefs und Chase Carey um 18.30 Uhr am Freitag (24. August) zu einer Informationsrunde eingeladen.

Das Ziel ist es, seine Konkurrenten gnädig zu stimmen und sich die Zusage abzuholen, auch an dem Säule 1-Geld partizipieren zu dürfen. Das wird dem Kanadier in dem Haifischbecken schwer fallen. Ein Teamchef donnert: „Wenn das durchgeht, können wir in Zukunft ein neues Team nicht mehr zwei Jahre auf die erste Auszahlung warten lassen.“

Motorsport Aktuell Force India - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 23. August 2018 FIA bestätigt Force India-Startrecht Neuer Name für Force India-Team

Force India ist gerettet.

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