Weiter Ärger um Ferrari-Flügel

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Ferraris neuer Heckflügel bleibt weiterhin ein Stein des Anstoßes. Nun wird erstmals bekannt, wie der angeblich illegale Trick der Roten funktioniert. Während Renault den Flügel weiterhin für nicht regelgerecht hält, reagieren die Ferrari-Oberen Jean Todt und Ross Brawn gelassen.

Der Clou des Heckflügels am Ferrari 248 F1 ist der obere Flap, der in der Mitte so weit nach vorn gezogen ist, dass er das Hauptblatt überdeckt. Bei Tempo 270 soll sich der Flap so durchbiegen, dass er die Lücke zum Hauptblatt schließt. So soll der Luftwiderstand sinken. Das jedenfalls wollen die Renault-Ingenieure mittels einer Computersimulation ermittelt haben.

Die Technischen Kommissare in Bahrain waren anderer Meinung und hatten nach Inspektion des Leitwerkes nichts zu beanstanden. Ferrari-Technikchef Ross Brawn winkte ab: "Die Elemente sind steifer, als sie sein müssten."

Geheimnisvolle Karbonringe

Bei Renault beklagt man, die Ferrari-Schummelei sei mit den aktuellen Belastungstests nicht zu ermitteln. "Ich weiß ganz genau, was der Flügel macht. Und das ist nicht das, was man erwarten würde", sagt Renault-Chefingenieur Pat Symonds kryptisch.

Zusätzlich beschwerte sich die Konkurrenz über Karbonringe an den Ferrari-Felgen. Die Ringe sollen Luftturbulenzen vermindern, die Regel schreibt aber vor, dass die Felge nicht aus Elementen mehrerer Materialien bestehen darf. Die Stewards entschieden, dass die Ringe als Teil der Bremsanlage interpretiert werden können und entschieden auf Freispruch. Das Reglement bietet in diesem Bereich seit 2005 mehr Spielraum.

Ross Brawn: "Müssen gut sein"

Die Anfeindungen der Konkurrenz deutet Technik-Chef Brawn als Bestätigung für die gute Arbeit der Ferrari-Ingenieure. "Letztes Jahr hat sich keiner für unser Auto interessiert. Wenn es jetzt Beschwerden hagelt, müssen wir gut sein", sagt der Engländer.

Warum der letztjährige Ferrari ein Flop war und alle Hintergründe zum aktuellen GP Bahrain lesen Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 7, ab 15. März im Handel.

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