Weiter Optimismus bei McLaren

Honda hat keine Frist

Fernando Alonso - Ron Dennis - McLaren-Honda - GP Österreich - Qualifiying - Formel 1 - Samstag - 20.6.2015 Foto: xpb 49 Bilder

McLaren-Honda steht beim GP Österreich geschlossen in der letzten Startreihe. Trotz der Motorstrafen und der Stagnation bleiben die Beteiligten optimistisch. Das große Ziel bleibt weiter, Mercedes zu schlagen.

Es wird ein schwerer Gang für McLaren-Chef Ron Dennis und den neuen Honda-Präsidenten Takahiro Hachigo. Sie müssen am Tor zur Startaufstellung nach links und nicht nach rechts abbiegen. Rechts davon ist die erste Startreihe. Links die letzte. Und dort werden Fernando Alonso und Jenson Button beim GP Österreich Aufstellung nehmen. Bitterer war nur noch die doppelte Nichtqualifikation beim GP Monaco 1983. Niki Lauda und John Watson schauten damals zu.

Honda-Boss Hachigo steht hinter dem Projekt

Normalerweise wären Fernando Alonso und Jenson Button auf den Startplätzen 15 und 17 gestanden. Nach Einrechnung aller Startplatzstrafen allerdings auf den Plätzen 40 und 42. Sowohl Alonso als auch Button müssen jeweils 25 Startplätze zurück. Weil das gar nicht geht, fasssen die beiden eine Stop-and Go- und eine Durchfahrtstrafe aus. Peinlich, peinlich, wo doch der neue Honda-Präsident zum ersten Mal bei einem Grand Prix auftaucht. Motorsportchef Yasuhisa Arai macht sich deshalb keine Sorgen: "Herr Hachigo steht hinter dem Projekt. Für uns gibt es keine Frist, wann wir erfolgreich sein müssen."

So locker nimmt es McLaren nicht. Der MP4-30 präsentierte sich in einer B-Version. Mit einer kurzen Nase und einem darauf abgestimmten Rest. Laut Teamchef Eric Boullier ist das neue Paket um eine halbe Sekunde schneller als das alte, obwohl Alonso und Button im Q1 nur eine Zehntel trennte. Nur Alonso fuhr mit der neuen Spezifikation."„Ich hatte eine schlechte Runde und Jenson eine gute. Deshalb ist der Abstand nicht repräsentativ", erläutert Alonso. Der Spanier besteht darauf:"„Das Upgrade ist ein echter Fortschritt. Ich spüre mehr Grip."

McLaren-Honda muss hohes Risiko gehen

Alonso lässt sich auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen, dass der Aufwärtstrend seit Kanada gestoppt scheint. Er teilt die Meinung von Teamchef Eric Boullier, dass die Streckencharakteristik von Montreal und dem Red Bull-Ring für die scheinbare Stagnation verantwortlich ist. Alonso redet sich weiter ein, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat: "Wenn ich mir die Top 3 des Trainings anschaue, dann haben alle unglückiche Gesichter gemacht. Hamilton und Rosberg, wel sie sich gedreht haben, Vettel, weil er wieder nur Dritter ist. Ich war fünf Jahre lang in dieser Position. Ständig nur um Platz 2 oder 3 zu kämpfen, gibt mir keine Motivation mehr. Die neue Aufgabe hier bei McLaren schon. Das neue Projekt macht mir Spaß. Und wenn wir einmal gewinnen, werden die Siege umso besser schmecken."

In die gleiche Kerbe schlägt Boullier auf die Frage, ob die Vielzahl der Defekte für ein Team wie McLaren nicht besorgniserregend sei: "Wir wollen irgendwann Mercedes schlagen. Dazu müssen wir auf der Chassis- und Motorseite hohe Risiken gehen. Und das bedingt Fehler. Außerdem lagen alle Defekte bis auf einen, im Bereich des Motors. Nur den Getriebeschaden in Alonsos Auto nehmen wir auf unsere Kappe."

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