Esteban Ocon - Force India - GP Mexiko 2017 - Formel 1 xpb
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Weiter Stallregie bei Force India

Freigabe für Ocon - sollte Mercedes ihn wollen

Entgegen anderslautender Meldungen bleibt die Stallregie bei Force India bestehen. Bis Platz 4 sicher ist. Force India würde seinen neuen Star Esteban Ocon ein Jahr vor Vertragsende freigeben. Aber nur wenn Mercedes ruft.

Sergio Perez und Esteban Ocon hatten sich zu früh gefreut. Im Vorfeld des GP Mexiko geisterten Gerüchte durch das Fahrerlager, dass Force India seine Stallregie aufhebt. Doch Sportdirektor Otmar Szafnauer wiegelt ab: „Die Stallregie bleibt bestehen. Und zwar so lange, bis wir sicher Vierter in der Konstrukteurs-WM sind.“ Momentan liegt Force India 91 Punkte vor Williams. Wenn Williams beim GP Mexiko nicht mindestens 5 Punkte aufholt, ist Force India durch. Dann dürfen Perez und Ocon auch wieder frei fahren. Unter der Auflage, sich nicht ins Auto zu fahren. „Sonst ziehen wir ihnen die Schäden am Auto vom Gehalt ab“, schmunzelt Szafnauer.

Der Amerikaner wehrt sich gegen den Vorwurf, dass es gegen den Sportsgeist geht, wenn man die Fahrer an die kurze Leine nimmt und die Positionen vom Kommandostand aus bestimmt: „Nehmen wir an, Perez und Ocon fahren auf den Plätzen 7 und 8. Warum sollen wir sie dann aufeinander loslassen mit der Gefahr, dass sie crashen? Ob Perez vor Ocon ins Ziel kommt oder umgekehrt ist für das Team egal. Es gibt gleich viele Punkte. Bei einem Unfall gehen wir leer aus. Das mag jetzt nicht mehr so wichtig erscheinen, aber es hätte uns früher in der Saison hart treffen können. In Baku haben wir viele Punkte verschenkt, und Williams ist mit Stroll auf das Podium gefahren. Damals sah es in der WM noch viel enger aus.“

Force India sucht dritten Fahrer für 2018

Insgeheim freut sich Force India, dass sich die beiden Fahrer in ihrem Ehrgeiz und einer unterschwelligen Abneigung gegenseitig antreiben. Das hilft dem Team. Mit der Wahl Ocon traf Force India ins Schwarze. Szafnauer blickt zurück: „Von den Daten her war es zwischen Ocon und Wehrlein ganz eng. Wir waren aber aufgrund unserer Eindrücke der Meinung, dass Ocon schneller lernt als Wehrlein.“ Im Vergleich zu Vorgänger Nico Hülkenberg ist Ocon nach Einschätzung des Teams noch nicht ganz auf dem Niveau des zu Renault abgewanderten Deutschen, aber auch nicht mehr weit entfernt: „Und Esteban ist erst eineinhalb Jahre in der Formel 1. Er entwickelt sich wahnsinnig schnell.“

Ocon ist bei Force India bis Ende 2019 unter Vertrag. Doch was würde der Rennstall aus Silverstone tun, wenn Mercedes Ende 2018 einen Ersatz für Valtteri Bottas sucht und bei Force India anklopft? „Wir würden Esteban freigeben“, verrät Szafnauer. „Er ist ein Mercedes-Fahrer. Mercedes hat seine Karriere finanziert und hat deshalb ein gewisses Anrecht auf ihn. Wir würden Ocon auch nicht die Chance verbauen wollen, in einem Topteam um die Weltmeisterschaft zu fahren.“ Doch dieser Moment ist noch weit weg. Zur Zeit überlegt sich Force India eher, wer 2018 dritter Fahrer wird. Um für den Tag X, wenn man Ocon ziehen lassen muss, vorbereitet zu sein. „Wir haben das mit Hülkenberg, di Resta und Liuzzi erfolgreich gemacht. Sie sind alle nach einem Testjahr zum Stammfahrer aufgestiegen.“ Ein möglicher Kandidat für die Reservebank könnte Daniil Kvyat sein.

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